Die Ratinger spielen im Pokal gegen den Regionalligisten. In der Liga geht es am Sonntag gegen Kapellen-Erft.

Ratingen. Bei Thomas Denker stand das Handy nicht mehr still. „So ziemlich jeden, den ich während meiner Essener Zeit kennengelernt habe, hat angerufen oder mir geschrieben“, sagt der Kapitän von Ratingen 04/19.

Der „Telefon-Terror“ hat einen Grund. Denn der Fußball-Oberligist muss im Niederrheinpokal gegen Rot-Weiss Essen antreten. Gegen den Klub, für den Denker bis zum Sommer sein „ganzes Leben“ gespielt hat.

Für die Ex-Essener wird es ein besonderes Spiel

„Ich habe noch nie in meinem Leben gegen Rot-Weiss gespielt“, sagt Denker. „Das wird eine merkwürdige Erfahrung für mich, die ich gerne auch etwas später gehabt hätte.“ Die nächste Pokalrunde soll schon am 11./12. Oktober über die Bühne gehen. „Ich glaube nicht, dass Essen gerne gegen uns spielen wird“, sagt Denker. „Die Jungs wissen ja auch, was wir drauf haben – und es ist nur eine Liga Unterschied. Von 0:5 bis 5:0 ist alles drin, glaube ich.“

Trainer Peter Radojewski freut sich über das Los – mahnt jedoch, dass noch mehrere Spiele anstehen, bevor das Highlight wartet. „Wir spielen Sonntag gegen Kapellen, danach kommt Jahn Hiesfeld. Das sind wichtige Spiele“, sagt der 45-Jährige. Gegen Kapellen-Erft zeigt sich für Radojewski, ob seine Mannschaft in die oberen Tabellenregionen gehört. Er hofft, dass sein Team die richtigen Lehren aus der Pleite gegen Velbert gezogen hat.

Gegen Kapellen muss Radojewski auf Julian Dusy, Marvin Buchta und Sebastian Teichmöller verzichten. „Dafür ist Sascha Meier wieder dabei“, sagt der Coach. Die anstehenden Spiele sieht Radojewski als Chance für alle Spieler, sich für das Spiel gegen Essen zu empfehlen. Fünf seiner Akteure wird er das nicht sagen müssen – die Ex-Essener sind bereits jetzt heiß auf das Spiel gegen ihren alten Verein.

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