Beim Auswärtsspiel gegen TuS Bösinghoven muss 04/19 auf einige Stammkräfte verzichten.

Ratingen. Es war keine einfache Woche für Ratingen 04/19 – trotz des perfekten Rückrundenstarts mit zwei Siegen aus den beiden ersten Partien. Der sportliche Höhenflug des Fußball-Oberligisten ist wegen der angespannten Personallage derzeit nur eine Randnotiz.

Beim Training ließen sich die anwesenden Spieler auf dem Rasen an beiden Händen abzählen – und die Sorgenfalten bei den Verantwortlichen werden angesichts der zahlreichen Krankenakten immer größer. In der Partie beim um den Klassenerhalt kämpfenden TuS Bösinghoven (Sonntag, 15 Uhr) fehlen Trainer Peter Radojewski gleich acht Spieler.

Kranken- und Verletztenliste wird immer länger

Neben den Langzeitausfällen Patrick Fiedorra und Daniel Keita-Ruel gibt es weitere Sorgen. Faisal Aziz und Damian Bartsch stehen wegen Fußverletzungen nicht zur Verfügung. Beim Quartett um Benjamin Teichmöller, Berkay Öz, Dennis Wibbe und Marvin Buchta verhindert eine Grippe-Erkrankung das Überstreifen des blau-gelben-Trikots. Um die Personalnot zu kompensieren, setzt Radojewski auf den 04/19-Nachwuchs. „Es kann gut sein, dass wir den einen oder anderen Spieler aus der A-Jugend mit nach Bösinghoven nehmen.“

Der Aufstieg ist im Moment noch kein Thema

Die Frage nach den Aufstiegs-Ambitionen des Vereins nach vier Ligasiegen in Serie, Tabellenplatz drei und der hier und da schwächelnden Konkurrenz weist Radojewski wegen der personellen Lage und noch 15 ausstehenden Meisterschaftsspielen zurück. „Wir würden uns etwas vormachen, wenn wir über den Aufstieg reden“, betont Peter Radojewski, „unsere jetzige Situation ist eine Momentaufnahme. Wir müssen unsere Hausaufgaben machen und in jedem Spiel beweisen, dass wir da oben hingehören.“

Die erste Prüfung wartet bei Bösinghoven, das 04/19 im Hinspiel ein überraschendes 2:2 abtrotzte. Vor heimischem Publikum zeigt der auswärtsschwache Oberligist regelmäßig ein anderes Gesicht. Zuletzt schickte er die Reserve von Rot-Weiß-Oberhausen mit einem 6:1 im Gepäck auf die Heimreise. „Das wird keine einfache Aufgabe“, vermutet Radojewski, der von seiner Elf eine geduldige Spielweise fordert. „Wir müssen unsere Technik und Schnelligkeit ausspielen, um den Riegel zu knacken.“

In welcher Besetzung die Mannschaft die Vorgaben des Trainers in die Tat umsetzen und den dritten Sieg im dritten Rückrundenspiel einfahren soll, beantwortet sich mit einem Blick auf die zu Verfügung stehenden Spieler fast von selbst.

Dabei hoffen die Verantwortlichen, dass sich die Lage mit dem Blick auf die weiteren Aufgaben möglichst bald etwas entspannt.

Nach der Aufgabe in Bösinghoven folgt im Heimspiel gegen den SV Sonsbeck (15. März) ein weiteres Duell mit einem Abstiegskandidaten, ehe am 22. März der nächste besonders dicke Brocken wartet.

Dann muss Ratingen 04/19 beim Tabellenführer SSVg. Velbert antreten – und kann spätestens dort seinen eigenen Standort im Kampf um einen Top-Platz überprüfen.

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