Nur 340 zahlende Zuschauer kamen zum internationalen U15-Turnier ins Ratinger Stadion. Im nächsten Jahr sollen ältere Jahrgänge für mehr Interesse sorgen.

wza_1500x994_546787.jpeg
Der Ratinger Ken-Robin Körner (l.) gewinnt im Spiel gegen Posen sein Laufduell gegen den polnischen Gegenspieler.

Der Ratinger Ken-Robin Körner (l.) gewinnt im Spiel gegen Posen sein Laufduell gegen den polnischen Gegenspieler.

Pierre-Claude Hohn

Der Ratinger Ken-Robin Körner (l.) gewinnt im Spiel gegen Posen sein Laufduell gegen den polnischen Gegenspieler.

Ratingen. Am Teilnehmerfeld konnte es nicht gelegen haben, dass nur 340 zahlende Zuschauer an zwei Tagen den Weg ins Ratinger Stadion zum 5. Internationalen U15-Euro-Cup fanden. Dementsprechend sauer war auch Organisationsleiter Frank Schmitz: "Wenn man merkt, welche Steine einem in den Weg gelegt werden, dann ist das einfach enttäuschend.

Bei solch einer hochkarätigen Veranstaltung muss einfach mehr von den Vereinen kommen und es müssen auch vierstellige Besuchermassen ins Stadion strömen."

Zur Begrüßungs-Party schafften es nur die Finnen pünktlich

Doch so einfach ist dies nicht zu schaffen. Vielleicht sind die Nachwuchsfußballer einfach noch zu jung, um das Interesse von mehr Zuschauern zu wecken. Das vermutet auf jeden Fall auch Frank Schmitz. Ab dem nächsten Jahr soll das Ratinger Turnier in einen U17-Cup umgewandelt werden. Die Vorbereitungen laufen jedenfalls darauf hinaus.

Für alle Mannschaften war es jedoch ein erlebnisreiches Wochenende. Wenn auch die "Welcome-Party" am Freitagabend am Stau auf der Autobahn scheiterte.

Die Mannschaften aus Polen, Tschechien und Dänemark, die mit dem Bus anreisten, kamen mit erheblicher Verspätung in Ratingen an. Lediglich die Finnen, der FC Honka Espoo, der mit dem Flieger bereits am Morgen in Düsseldorf landete, war pünktlich und feierte quasi unter sich.

Die Ratinger Stadtauswahl schlug sich prima

Im Turnierverlauf war wieder einmal Borussia Dortmund mit Trainer und Ex-Profi Volker Pröpper das Maß aller Dinge. Die C-Jugend des Bundesligisten konnte den Pokal nach dem dritten Erfolg in Serie gleich in ihrem Trophäenschrank belassen.

"Ich hatte den finnischen Vertreter Espoo auf meiner Liste als Turniersieger ganz vorne, doch Dortmund rasierte ihn im Halbfinale mit 4:0. Das war eine Klasse für sich", war Schmitz voll des Lobes.

Mit ihrer eigenen Stadtauswahl war das Trainer- und Organisatorenteam hochzufrieden. In der Vorrunde landete die Mannschaft gar zwei 2:0-Erfolge über den Herfolge BK und den KFC Uerdingen. Überragende Leistungen lieferten Joel Pauly, Akif Yildiz, Ken-Robin Körner und "Zach" Stephenson, der seine Fußballkarriere beendet und sich ganz dem Golfsport widmet, ab.

Am Sonntagabend um 22.45 Uhr war dann auch letztendlich für das ganze Organisationsteam Feierabend. "Ich bin mächtig stolz auf die Mannschaft, in der es keinen Ausreißer gibt. So macht es auch richtig Spaß", freute sich am Ende auch Frank Schmitz.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer