Die Reserve und die Jugend des Vereins verfolgen hohe Ziele.

Ratingen. Sicherlich, die Tabellenlage in der Fußball-Kreisliga A könnte etwas besser sein als Platz sieben, aber unzufrieden ist niemand bei der Reserve von Ratingen 04/19, dem Vizemeister der vergangenen Spielzeit. Ende Januar beginnt die Rückrunde mit dem Auftaktspiel beim Kellerkind ASV Tiefenbroich, und acht Punkte Rückstand in dieser 20er-Gruppe bedeutet noch längst kein Aus im Kampf um den Meistertitel. Trainer Peter Köppen dazu: „Für Spannung ist jedenfalls gesorgt.“

Möglichst viele eigene Talente sollen bei den Senioren spielen

Seine Mannschaft ist bei einem Schnitt von gut 23 Jahren eine der jüngsten in der Liga. Wichtige Angreifer wie Kevin Schimanski (sieben Tore in 13 Einsätzen) und die Eigengewächse Kris Leipzig und Tobias Schürhoff fielen lange aus. Das war einer der Hauptgründe dafür, dass die Mannschaft nicht in der Spitzengruppe steht, die man angreifen wollte. Dennoch, das Modell, das man im Sportpark Keramag verfolgt, ist hoch interessant. Es sollen endlich wieder möglichst viele eigene Jugendspieler im Oberliga-Team oder der Reserve auflaufen.

Die A-Junioren schlagen sich mit Platz fünf nach der Hinrunde prächtig in der Niederrhein-Liga. Der Vorstand hat längst gehandelt. Jugend-Manager Andre Schulz sagt: „Zwölf A-Junioren kommen raus zu den Senioren. Alle sind gut, wir wollen alle halten. Mit acht von ihnen haben wir jetzt bereits Fördervertrage abgeschlossen. Wer dann in der kommenden Spielzeit zu welchem Kader stößt, das entscheidet unser Cheftrainer Karl Weiß.“

Die ganz großen Hoffnungen ruhen zunächst auf den Zwillingen Julian und Felix Knoll, die schon viele Jahre dem Verein angehören. Nun haben sich Andrej und Sergej Karliczek dazu gesellt. Andrej schoss in 13 Hinrundenspielen bereits 14 Tore. Es kommen noch weitere Talente dazu, etwa Offensivspieler Dario Mirosavljevic, der schon von der E-Jugend an für 04/19 spielt.

Keine Frage, der Klub will mit der Reserve in die Bezirksliga – erstmals in der Vereinsgeschichte. Das Ziel kann auch in der nächsten Spielzeit angegriffen werden, Zeitdruck gibt es nicht. Dann, als Bezirksligist, wäre die Mannschaft die Nummer zwei in Ratingen – und das würde mit Sicherheit weitere Talente anlocken.

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