Bei Adler Königshof verliert Mettmann zum neunten Mal in Folge.

Mettmann. Ungebremst setzt sich die Rutschpartie der Oberliga-Handballer von ME-Sport in Richtung Abstiegszone fort. Mit 31:39 (13:17) bei Adler Königshof gab’s die neunte Niederlage in Folge. Wenn die Krefelder auch von vorneherein favorisiert waren, so hatten die Verantwortlichen von ME-Sport doch auf einen Befreiungsschlag gehofft. Doch statt der positiven Überraschung zeigte die Mannschaft ihre alt bekannten Schwächen auf: Durch zwischenzeitliche Aussetzer zerstört sie sich selbst alle Möglichkeiten.

Für Trainer Markus Neusser begann diese Schwächephase schon 25 Sekunden vor der Pause. Mettmann lag 13:16 hinten, war im Ballbesitz und hatte die Chance, auf zwei Tore zu verkürzen. Doch statt eines eigenen Treffers gab es einen überflüssigen Ballverlust und einen Konter. „Das ist einfach ärgerlich, dass wir uns so immer selbst die Chancen nehmen“, schimpfte Neusser.

Gäste fallen in wenigen Minuten hoffnungslos zurück

Er musste aber zu Beginn des zweiten Durchgangs direkt die Fortsetzung der Schwächeperiode erleben, die Königshof mit einem Tempogegenstoß nach dem anderen erfolgreich bestrafte. In wenigen Minuten fiel ME-Sport auf 15:22 zurück.

„Wir sind im Moment einfach nicht gut genug, um so eine Mannschaft auswärts zu schlagen“, stellte Mettmanns Trainer fest. „In Remscheid stand unsere Abwehr, und vorne ging nichts. Jetzt lief in der Abwehr nichts zusammen.“ Allerdings steckt ME-Sport auch in einer schwierigen Situation: Durch den Ausfall von Jens Fischer, Philip Furley und Patrick Vogt muss Neusser das Spiel seiner Mannschaft ganz neu ausrichten und zugleich neue Spieler wie Robin Flemmig in das Gefüge einordnen. Der zeigt zwar immer wieder seine Fähigkeiten, muss sich aber in der Oberliga erst einmal zurechtfinden und als junger Spieler mit seinen Nerven klar kommen.

Kampf um den Klassenerhalt wird nicht einfach

Doch Neusser wischt all diese Entschuldigungsansätze vom Tisch: „Was wir brauchen, ist endlich ein Erfolgserlebnis, damit wir im Tabellenkeller mindestens zwei Mannschaften hinter uns lassen können.“ Dass dies nicht einfach wird, erlebte der Trainer in Hiesfeld. Da sah er als Gast die Solingen-BHC-Zweite, die durch die WM-Pause in der 2. Liga mit gleich acht Spielern aus der Ersten auflaufen konnte und sich so sicherlich zügig aus dem Abstiegssumpf verabschieden wird. Mettmann-Sport: Piecuch, Ordon, Sippli (n.e.) - Paukert (n.e.). Metz, Werner, Späth, R. Flemmig (1), Schirweit (2/1), Wittgens (2), Osterc (4), Klein (7/2), J. Flemmig (7), Schneider (8)

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer