SG Langenfeld spielt 25:25 gegen Essen.

Langenfeld. Am Ende war es eine Frage von Zentimetern und dem winzigen Bruchteil einer Sekunde. Und fast hätte der Handball-Oberligist SG Langenfeld (SGL) gegen TuSEM Essen II sogar beide Punkte behalten dürfen, nachdem ein Erfolg fünf Minuten vor dem Ende Lichtjahre entfernt zu sein schien.

Weil Regisseur André Eich auf der Zielgeraden noch einmal sein ganzes Können zeigte und drei Treffer hintereinander erzielte, gelang nach dem 22:25 der Ausgleich, ehe Keeper Tobias Hanke den letzten Wurf der Gäste abwehrte. Parallel dazu hatte Max Adams zum Tempo-Gegenstoß angesetzt – und der Rechtsaußen bekam den Ball auch. Auf dem weiteren Weg nach vorne wurde Adams ein Stück hinter der Mittellinie durch ein Foul gestoppt.

Das Urteil der Unparteiischen: Zeitstrafe gegen Essen, Freiwurf für Langenfeld. Weil die Entfernung zu groß war und TuSEM eine Mauer aus Abwehrspielern aufbaute, blieb der Versuch harmlos. Wenig später war das 25:25 Endstand amtlich.

Langenfelds Trainer Leszek Hoft bezog deutlich Stellung: „Das ist für mich keine Frage. Da muss es einen Siebenmeter für uns geben.“ Sein Essener Kollege Herbert Stauder sah es etwas anders: „Dein Spieler war nicht durch.“

Einige waren sie sich, dass die SGL den Sieg unter dem Strich nicht verdient gehabt hätte. „Es wäre ungerecht gewesen“, räumte Hoft ein. Wegen zahlreicher Ausfälle war ein halbes Dutzend Spieler aus der zweiten Mannschaft nach oben gerückt. Daraus wurde eine Mischung aus Licht und Schatten – mit einer hohen Fehlerquote, die den Gästen immer wieder Gegenstöße und einfache Treffer erlaubte.

Eich zeigt Nervenstärke und sichert SGL das Remis

Viele Aktionen der Hausherren liefen ins Leere, weil das Spielgerät nach einem Missverständnis oft den Nebenmann verpasste. „Manche waren vom Kopf her gar nicht richtig dabei“, urteilte Hoft.

Drei Gründe gab es aber dafür, dass Langenfeld wieder aufholte. Erstens: André Eich bewies Nervenstärke und Entschlusskraft, als er die letzten drei Tore mal eben alleine erzielte. Zweitens: Das unerfahrene Essener Team wirkte nicht clever genug. Drittens: Die Gäste fand kein Mittel dagegen, dass die Gastgeber plötzlich mit zwei Kreisläufern operierten. mid

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