Damen der Pétanque-Union Ratingen-Lintorf überraschen bei der DM am Völkerschlachtdenkmal in Leipzig.

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Ana Casado, Julia Reimers und Marie Vormann (v. l.) holten den Titel.

Ana Casado, Julia Reimers und Marie Vormann (v. l.) holten den Titel.

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Ana Casado, Julia Reimers und Marie Vormann (v. l.) holten den Titel.

Ratingen. Eine Woche nach den erfolgreichen Titelkämpfen der Junioren mit dem Deutschen Meistertitel für Moritz Leibelt und Niklas Flocken war PUR Lintorf erneut bei nationalen Titelkämpfen erfolgreich.

Vor der eindrucksvollen Kulisse des Völkerschlachtdenkmals in Leipzig fand die DM der Damen im Triplette (drei Spielerinnen pro Team) statt. Julia Reimers, Ana Casado (beide PUR) und Marie Vormann (Coesfeld) schlossen die erfolgreichste Woche der Pétanque-Union mit einem sensationellen Titelgewinn ab.

Trotz Losglücks für die Vorrunde lagen sie in beiden Spielen jeweils mit bis zu fünf Punkten zurück, um dann aber mit sicherem Spiel mit 13:10 gegen Niedersachsen 5 und 13:7 gegen Baden-Württemberg 7 in die K.-o.-Runde einzuziehen.

Niedersachsen in wenigen Spielzügen abgefertigt

Im Finale der besten 32 Mannschaften konnte NRW 9 klar mit 13:7 besiegt werden. Somit war das Achtelfinale erreicht. Hier hieß der Gegner Niedersachsen 2. Um nicht wieder früh in Rückstand zu geraten, spielten die drei jungen Frauen direkt bravouröses Pétanque. In wenigen Spielzügen wurde der Gegner aus dem Turnier gefegt.

Im Viertelfinale wartete Hessen 3. Ob es an der Freude des schon Erreichten lag, der Spielfluss war weg, und die Drei lagen wieder mit 0:5 Punkten hinten. Jetzt aber zeigte sich die harte Schule aus der Vorrunde. Mental unglaublich stark ließ sich die Mannschaft nicht beeindrucken, erlaubte dem Gegner nur noch einen Punkt und zog mit 13:6 sensationell ins Halbfinale dieser Deutschen Meisterschaft ein.

Baden-Württemberg tritt mit drei Nationalspielerinnen an

Teilnehmer: 64 Teams aus ganz Deutschland hatten sich über die Landesmeisterschaften für die DM qualifiziert. Für Lintorf starteten in diesem Jahr Ana Casado zusammen mit Julia Reimers und der Coesfelderin Marie Vormann. Dieses Trio hatte im vergangenen Jahr mit dem Erreichen des Achtelfinales schon einen beachtlichen Erfolg erzielen können.

Sekt oder Selters hieß es nun. Mit Baden-Württemberg 1 wurde das Topteam dieser Meisterschaft zugelost. Die mit drei Nationalspielerinnen besetzte Mannschaft war für alle generischen Teams bis zu diesem Zeitpunkt unbezwingbar. Auch wenn die Lintorfer Damen am Anfang nervenstark mitspielten, zog das Team aus Baden-Württemberg dann aber doch erwartungsgemäß auf 6:2 davon.

Als ob dieser Rückstand für die Lintorferinnen das Angriffssignal bedeutete, entwickelte sich in der Folge das beste Spiel der Meisterschaft. Beide Teams zeigten Pétanque auf allerhöchstem Niveau.

Beim Stand von 11:10 für die Lintorf-Coesfelder Spielgemeinschaft konnte die Partie durch einen präzisen Schuss von Vormann und dem 13. Punkt durch Casado beendet werden. Unter dem begeisternden Applaus der vielen Zuschauer war die Freude über den Finaleinzug riesengroß.

Hessen 2 hatte das andere Halbfinale gewonnen und ging im Finale nach ausgeglichenem Beginn mit 7:3 in Führung. Scheinbar hatten die hessischen Damen nicht mitbekommen, wie es den vorherigen Gegnern in ähnlicher Situation ergangen war. Die Lintorferinnen ließen nichts mehr zu und gewannen das Finale deutlich mit 13:8.

Die kleine mitgereiste PUR-Delegation und die Spielerinnen fielen sich im Anschluss freudestrahlend in die Arme. Für die Krönung des langen Wochenendes sorgte dann die Siegerehrung unter den Klängen der Nationalhymne.

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