Gegen den SV Zweibrücken unterliegt die SG Ratingen 25:27.

Handball-3.Liga
Damian Janus (am Ball) traf gegen Zweibrücken sieben Mal für die SG Ratingen. Archiv

Damian Janus (am Ball) traf gegen Zweibrücken sieben Mal für die SG Ratingen. Archiv

Achim Blazy

Damian Janus (am Ball) traf gegen Zweibrücken sieben Mal für die SG Ratingen. Archiv

Ratingen. Manchmal geht auch alles schief. Da sitzt die Mannschaft der SG Ratingen nach der Partie in der Dritten Handball-Liga beim SV Zweibrücken noch zusammen beim Essen. Währenddessen fällt draußen fast zehn Zentimeter Neuschnee. Die Rückfahrt in den Kleinbussen fällt dementsprechend rutschig, aber immerhin gefahrlos aus.

Ratinger bekommen Müller wieder nicht in den Griff

Ausgerutscht sind die Ratinger einzig vorher – während des Spiels, das Zweibrücken 27:25 (13:12) gewann. Es war wieder der Junioren-Nationalspieler Jerome Müller, den die SG nicht in den Griff bekam. 13 Tore erzielte der Torjäger im Hinspiel, dieses Mal waren es immerhin „nur“ zwölf. „Wenn man allerdings bedenkt, dass sieben seiner Tore Tempogegenstöße waren, weiß man, dass wir im Angriff zu überhastet abgeschlossen haben“, sagt Manager Bastian Schlierkamp.

Dass in der Offensive viele Fragezeichen aufkamen, lag vor allem an einer Personalie. Arthur Giela war nicht in Zweibrücken dabei. Der Rückraum-Torjäger hat sich im Training erneut den Finger gebrochen und wird vier bis sechs Wochen fehlen. „Wir sind inzwischen gefestigter als in der Hinrunde, aber das ist natürlich ein harter Schlag“, sagt Schlierkamp.

Ohne Giela tat sich die SG schwer, zumal auch Ben Schütte und Nico Helfrich krank auf der Bank saßen. 5:3 stand es trotz aller Widrigkeiten nach elf Minuten. Doch nach einer Auszeit der Zweibrücker gerieten die Löwen aus dem Konzept.

Beim 9:8 erzielte Müller bereits sein sechstes Tor. Bis zur Pause blieb es eng. Und auch danach setzte sich keine Mannschaft großartig ab. Bei 14:13 ging die SG in Führung – es war allerdings auch ihre letzte. Denn die Löwen bekamen mehr und mehr Probleme mit der aggressiven Deckung der Gastgeber, die ihrerseits ihre Konter eiskalt ausnutzte.

SG kämpft sich nochmal zurück, schafft Anschluss aber nicht

Nach dem 21:20 startete Zweibrücken einen 3:0-Lauf, von dem sich das Löwenrudel nicht mehr erholte. Wie schon gegen Krefeld in der Vorwoche kämpften sich die Ratinger noch einmal zurück ins Spiel, so dass es 30 Sekunden vor dem Ende 26:25 stand. Anders als die Krefelder nutzte Zweibrücken jedoch seinen letzten Wurf – das Spiel war aus.

„Phasenweise war es mehr Krampf als Spiel“, sagte Mike Schulz, der kurz vor dem Ende den Anschlusstreffer erzielt hatte. „Bedingt durch die personellen Probleme hat uns am Schluss aber auch einfach die Kraft gefehlt.“ Am kommenden Wochenende wartet ein Schlüsselspiel auf die SG. Dann geht es gegen die Löwen Duisburg, die den ersten Abstiegsrang belegen.

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