Die Partie des VfB Hilden gegen Sonsbeck ging in die Verlängerung. Am Ende gab es doch den erwarteten Pflichterfolg. Auch Baumberg siegte erst nach 120 Spielminuten.

Dennis Lichtenwimmer erzielte für den VfB Hilden das 1:1.
Dennis Lichtenwimmer erzielte für den VfB Hilden das 1:1.

Dennis Lichtenwimmer erzielte für den VfB Hilden das 1:1.

Olaf Staschik

Dennis Lichtenwimmer erzielte für den VfB Hilden das 1:1.

Hilden/Monheim. Der 2:1 (1:1, 1:1)-Sieg in Sonsbeck war für die Fußballer des VfB 03 Hilden hart umkämpft. Schon im Vorfeld warnte Michael Kulm: „Das wird eine ganz schwere Aufgabe.“ Jetzt sah sich der Teammanager des Hildener Oberligisten bestätigt. Denn erst in der Verlängerung zwangen die Gäste den ambitionierten Landesligisten Sonsbeck in die Knie. Und Kulm stellte fest: „Es zählt nur, dass wir weitergekommen sind.“ Zumal die Hildener nach der roten Karte für Kristof Prause (42.) ab der zweiten Halbzeit in Überzahl agierten. Der VfB-Teammanager ergänzte: „Natürlich hätten wir gerne schon in der regulären Spielzeit gewonnen, aber wir haben die Partie mit Ruhe und Ordnung zu Ende gespielt und unsere physischen Vorteile gegen die tapfer kämpfenden Sonsbecker genutzt.“

Das Pokalduell begann mit einem Paukenschlag, denn schon nach zwei Minuten verwertete Felix Terlinden aus kurzer Distanz ein Zuspiel von Florian Abel zur Sonsbecker 1:0-Führung. „Da haben wir noch im Bus gesessen“, kommentierte Kulm den vermeidbaren Rückstand. Denn die Anreise der Hildener verlängerte sich aufgrund eines Staus erheblich – erst 50 Minuten vor dem Anpfiff trafen sie im Sonsbecker Stadion ein.

Nach dem Gegentor war die Mannschaft des VfB 03 aber hellwach, und die Antwort ließ lediglich sechs Minuten auf sich warten. Vincenzo Lorefice bediente von der linken Seite Dennis Lichtenwimmer, der nach seiner Verletzungspause gleich in die Anfangsformation rückte und nun die Chance zum 1:1 entschlossen nutzte. Die Partie war wieder offen. Und in der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. In der Hildener Offensive setzt in dieser Phase vor allem Lorefice Akzente – auch er stand nach seiner verletzungsbedingten Pause erstmals in der Startelf. Ein Treffer wollte dem Stürmer allerdings nicht gelingen. Kurz vor der Pause gerieten die Sonsbecker dann in Unterzahl, als Kristof Prause plötzlich Stefan Schaumburg zu Boden stieß (42.).

Nach dem Seitenwechsel spielen die Hildener immer dominanter auf, wussten ihre numerische Überlegenheit aber nicht entscheidend zu nutzen. Auf der anderen Seite hatten auch die Sonsbecker eine gute Chance durch Florian Abel vor Augen, doch Schiedsrichter Guido Tenhofen pfiff den Vorteil der Gastgeber ab, als er ein Handspiel von Fabian Andree mit der gelben Karte ahndete (77.). In der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit scheiterte Pascal Weber zunächst an Torhüter Tim Weichelt und verfehlte dann um Zentimeter das Gehäuse.

„Natürlich hätten wir gerne schon in der regulären Spielzeit gewonnen, aber wir haben die Partie mit Ruhe und Ordnung zu Ende gespielt und unsere physischen Vorteile gegen die tapfer kämpfenden Sonsbecker genutzt.“

Michael Kulm, VfB-Teammanager

In der Verlängerung ging es dann Schlag auf Schlag. Nur zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff klärte die Sonsbecker Abwehr nicht entschlossen und Stefan Schaumburg setzte zum 2:1 nach. Kurz danach jagte Jannik Weber den Ball nach guter Vorarbeit von Schaumburg am linken Pfosten vorbei (97.). Pascal Weber sorgte letztlich für die Vorentscheidung, als er eine Schaumburg-Flanke zum 3:1 (108.) verwertete. Das i-Tüpfelchen auf den am Ende souveränen Pokalsieg setzte Park Ilkwon, der zwei Verteidiger und dann auch noch Torhüter Weichelt überwand (117.). „Es war nicht einfach, die Lücke zu finden. Jetzt sind wir froh, dass wir eine Runde weiter sind“, bilanzierte Michael Kulm. bs

Sportfreunde Baumberg tun sich schwer gegen Scherpenberg

Der Fußball-Oberligist Sportfreunde Baumberg gönnte sich in der zweiten Runde des Niederrheinpokals beim Moerser Bezirksligisten SV Scherpenberg eine Spätschicht – die er immerhin zu einem Happy End führte. Die zwei Klassen höher angesiedelten Gäste gerieten kurz nach dem Wechsel mit 0:1 (49.) in Rückstand – was Trainer Salah El Halimi als eher schlechten Witz wertete: „Das war eine klare Abseitsposition.“ Muhammet Ucar gelang der 1:1-Ausgleich (77.), ehe Robin Hömig einen Elfmeter nicht zu nutzen wusste (84.). Dann ging es in die Verlängerung und hier korrigierte der mit einigen Großchancen ausgestattete Hömig den vorherigen Fehl-Versuch, denn sein 2:1 (113.) brachte dem Favoriten den Sieg.

Der SFB-Coach zeigte sich vor allem erleichtert: „Wir sind erst nach dem Rückstand richtig ins Spiel gekommen. Ich bin froh, dass wir eine Runde weiter sind.“ Weil Baumberg mit fortschreitender Dauer der Partie auf der Asche des Außenseiters auch kämpferisch zulegte, sah der Trainer letztlich großzügig über den mäßigen Start hinweg. „Schon die Anreise war mit Staus eine Katastrophe und kaum einer ist pünktlich gekommen“, fand El Halimi, „mein Kompliment an die Jungs, wie sie das dann angenommen haben.“ mid

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