Der VfB 03 Hilden und Ratingen 04/19 lieferten sich am Ostermontag ein schwaches Spiel.

Der VfB 03 Hilden und Ratingen 04/19 lieferten sich am Ostermontag ein schwaches Spiel.
Carlos Penan (2.v.l.) lieferte sich in dieser Szene mit Dominik Donath (l.) einen Zweikampf um den Ball. Rechts laufen Yusuf Keser (2.v.r.) und Manuel Schulz (r.) mit.

Carlos Penan (2.v.l.) lieferte sich in dieser Szene mit Dominik Donath (l.) einen Zweikampf um den Ball. Rechts laufen Yusuf Keser (2.v.r.) und Manuel Schulz (r.) mit.

Achim Blazy

Carlos Penan (2.v.l.) lieferte sich in dieser Szene mit Dominik Donath (l.) einen Zweikampf um den Ball. Rechts laufen Yusuf Keser (2.v.r.) und Manuel Schulz (r.) mit.

Ratingen. Peter Radojewski tat das, was er immer tat nach einem Spiel von Ratingen 04/19. Der Trainer des Fußball-Oberligisten versammelte seine Spieler um sich und hielt eine Ansprache zum gerade beendeten Spiel. Doch angesichts des Ergebnisses (0:0) gegen Hilden und der Tatsache, dass seine Mannschaft durch den gleichzeitigen Sieg der Duisburger Zweitvertretung erstmals auf einen Abstiegsplatz rutschte, wurde der Trainer ein bisschen lauter. Denn was sich vor gut 250 Zuschauern im Sportpark Keramag abspielte, war Abstiegskampf in reinster Form. Beide Teams bauten zunächst auf eine sichere Defensive und reihten weiter vorne Fehler an Fehler. Soweit, so gleichwertig.

Die Platzherren waren über 90 Minuten das aktivere Team

Dass die Ratinger über 90 Minuten die deutlich aktivere Mannschaft waren – geschenkt. Denn die beste Chance des Spiels hatten die Hildener kurz nach dem Seitenwechsel: Kapitän Stefan Schaumburg flankte einen Ball flach in den Strafraum, dort verpasste Jannik Weber das Tor mit seiner Grätsche nur knapp. Man muss allerdings auch dazu sagen: Es war, abgesehen von einem Weitschuss aus rund 30 Metern, die einzige Chance, die das Team von Trainer Björn Scheffels in diesem Spiel zustande brachte. „Wir müssen mit dem Punkt zufrieden sein, damit können wir gut leben“, sagte Schaumburg nach der Partie. „Vor allem in der zweiten Halbzeit haben wir hauptsächlich verteidigt.“

Das taten die Hildener allerdings hervorragend, denn die Ratinger, die nach dem starken Spiel bei TuRU Düsseldorf (2:2) eigentlich mit breiter Brust hätten auftreten können, besaßen im Spiel nach vorne erneut keinerlei Durchschlagskraft. Dennoch gab es ein paar Chancen. Etwa, als Carlos Penan kurz nach Spielbeginn Fabian Zur Linden den Ball abluchste und alleine auf Torhüter Bastian Sube zustürmen durfte – nur um dann so lange mit dem Schuss zu warten, bis der Hildener seinen Fehler wieder ausbügeln konnte. Auch die weiteren Möglichkeiten der Partie waren eher auf Ratinger Seite. Yusuf Keser scheiterte mit einem Schuss ins Außennetz, während vor dem Tor Mitspieler freistanden. Zudem waren die Gastgeber bei ein paar Standards, die von Phil Spillmann getreten wurden, gefährlich. Ansonsten aber hatte diese Partie keinen Sieger verdient.

VfB-Trainer Scheffels erkannte viel Verunsicherung bei den Spielern

„Das Beste am Spiel war noch das Ergebnis – und dass beide einen Punkt mitnehmen“, sagte Trainer Scheffels. „Denn das war eine fußballerisch fragwürdige Partie mit wenig Torszenen, dafür aber mit reichlich Fehlern auf beiden Seiten. Man hat gesehen, dass viel Verunsicherung im Spiel war. Leider waren wir nicht in der Lage, den entscheidenden Punch zu setzen.“ Sein Trainerkollege Peter Radojewski sah das ähnlich, wenn auch mit Einschränkungen: „Ich hatte vor allem in der Schlussphase das Gefühl, dass wir klar überlegen waren. Es gab auch Situationen für uns. Aber die klaren Möglichkeiten, die klaren Schüsse – die fehlen komplett.“ Durch das Ergebnis hat Hilden weiter drei Punkte Vorsprung auf den Kontrahenten, der nun den ersten Abstiegsplatz belegt. 04/19 spielt als nächstes beim abstiegsgefährdeten SV Hönnepel-Niedermörmter, der VfB am Freitag gegen TuRU Düsseldorf.

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