Der 1. FC Wülfrath beweist beim WSV II Kampfgeist und gewinnt.

Wülfraths Ganesh Pundt (l.) setzt nach gegen Wuppertals Steve Müller. Pundt holte den Elfer zum 1:1 heraus und traf später selbst zum 2:1.
Wülfraths Ganesh Pundt (l.) setzt nach gegen Wuppertals Steve Müller. Pundt holte den Elfer zum 1:1 heraus und traf später selbst zum 2:1.

Wülfraths Ganesh Pundt (l.) setzt nach gegen Wuppertals Steve Müller. Pundt holte den Elfer zum 1:1 heraus und traf später selbst zum 2:1.

(Andreas Fischer

Wülfraths Ganesh Pundt (l.) setzt nach gegen Wuppertals Steve Müller. Pundt holte den Elfer zum 1:1 heraus und traf später selbst zum 2:1.

Wülfrath. Der Jubel nach dem Siegtreffer zwei Minuten vor dem Abpfiff kannte keine Grenzen mehr - die komplette Mannschaft rannte zum Trainergespann Frank Kurth und Andreas Berkenkamp und freute sich über den Treffer von Ganesh Pundt. "Mich freut nicht nur, dass wir gewonnen haben, sondern dass der Dreier absolut verdient war", sagte Kurth, der vom gelungenen Einstand seiner Mannschaft im Fußballjahr 2010 durchweg begeistert war.

Bei Sturm und Regen hatte seine Truppe auf dem Kunstrasenplatz an der Nevigeser Straße von Beginn an Feldvorteile, tat sich aber vor dem Wuppertaler Kasten zunächst schwer. "Die Mannschaft hat den Siegeswillen erkennen lassen, das war heute der ausschlaggebende Punkt. Wir sind auf jeden Fall gefestigter als noch zu Beginn der Saison", stellt der Trainer fest.

Wülfrath gerät kurz nach dem Wiederanpfiff in Rückstand

Aus einer sicheren Abwehr heraus spielten die Gäste mutig nach vorn, zwingende Chancen sprangen im ersten Durchgang auf beiden Seiten jedoch kaum heraus. Einzig und allein Daniele Varveri strahlte bei einem Schuss aus der zweiten Reihe Gefahr aus (39.). Wie aus dem Nichts lagen die Wuppertaler dann gut zehn Minuten nach dem Seitenwechsel in Führung: Nach einem Freistoß köpfte Ken Asaeda gegen die Laufrichtung von FCW-Tormann Oliver Hassler, der die Kugel nur in die Maschen gleiten sah. Frank Kurth, dem durch die Neuzugänge mehr Optionen im Angriff zur Verfügung stehen, reagierte und brachte zunächst Halil Kudu.

Mohammed Basar trifft in seinem ersten Spiel für den FCW per Elfmeter

Zehn Minuten später stärkte der Trainer, nachdem der Wuppertaler Stürmer Oliver Dressler wegen einer Tätlichkeit an Fasil Arafkas die gelb-rote Karte sah, erneut den Vorwärtsgang und tauschte Abwehrspieler Deniz Dogan gegen Neuzugang "Ogi" Petrovic. Die taktischen Maßnahmen zeigten Wirkung: Endlich entwickelte der bis dahin glücklose FCW die nötige Dynamik vor dem WSV-Kasten.

Die Führung des WSV II egalisierte Mohammed Basar per Strafstoß (nach Foul an Pundt), der in seinem ersten Pflichtspiel für den FCW Verantwortung übernahm und sich sofort nach der Schiedsrichterentscheidung das Leder schnappte (86.).

Hassler - Menge, Rauner, Haschke, Dogan (78. Petrovic), Arafkas, Varveri, Basar, Melis, Aydogan (68. Kudu), Pundt

Gleich nach dem verwandelten Elfmeter motivierte der ehemalige Profi seine Wülfrather Mitspieler, die mit stürmischem Rückenwind gegen die dezimierten Gastgeber die Siegchance witterten. Kurz darauf stellte der FCW dann die Weichen auf Sieg: Ganesh Pundt, der bis auf den herausgeholten Elfmeter bis dahin harmlos blieb, setzte bei einem Pfostentreffer von "Ogi" Petrovic nach und netzte aus kürzester Distanz zum Siegtreffer ein.

"Die Neuzugänge haben sich vorbildlich integriert und heute eine gute Figur gemacht. Man kann den Sieg nicht an einer Person festmachen, aber Mohammed Basar hat heute gezeigt, wie wichtig er für die Mannschaft sein kann", lobte Kurth.

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