Die Unitas Haan fährt zum Gipfeltreffen nach Wipperfürth.

Kreis Mettmann. Lars Faßbender denkt mit Grausen an den 20. Februar dieses Jahres zurück. Da traten die Handballerinnen des TB Wülfrath im Herrenhaus an, gingen nach einer Siegesserie als klarer Favorit in das Oberliga-Derby gegen Mettmann-Sport – und handelten sich überraschend eine 24:27-Abfuhr ein. „Mettmann hat uns kalt erwischt. Die Niederlage uns einen Knacks gegeben – ich war schon sehr enttäuscht“, gesteht der Wülfrather Trainer im Rückblick. Und damit das nicht wieder passiert, warnt Faßbender, den Lokalrivalen zu unterschätzen, auch wenn ME-Sport erst zwei Zähler holte und der TBW sich verlustpunktfrei auf dem Gipfel sonnt. „Das wird alles andere als ein Selbstläufer“, erklärt Faßbender.

Zumal er den Kader nicht komplett hat – Johanna Buschhaus (Sprunggelenk) und Lisa Sippli (Erkältung) fehlen. Die Favoritenrolle nehmen die TBW-Handballerinnen an. Doch Faßbender erwartet einen kampfstarken Kontrahenten. „Ich hoffe, dass wir uns jetzt etwas reifer anstellen“, fordert der Trainer einen hochkonzentrierten Auftritt. Als herausragende Kräfte im ME-Sport-Team sieht er Carla Beckmann und Torfrau Linda Kühl. Und sagt mit Blick auf Mettmanns Trainerin Sabrina Berten: „Wenn sie aufläuft, sind sie noch einmal eine ganze Ecke stärker.“ Den Platz an der Oberliga-Spitze wollen die Wülfratherinnen gerne verteidigen, gleichwohl relativiert Faßbender die aktuelle Tabellenlage. „Wir wollen versuchen, uns da oben zu halten, aber die Saison ist noch so lang, da kann noch viel passieren“, betont er. bs

Die Gastgeberinnen sind der Unitas ganz dicht auf den Fersen

Drei Spiele – drei Siege. Das ist die bisher makellose Bilanz des Verbandsligisten SG Unitas Haan/Hildener AT. Dabei konnte sich die Mannschaft von Matthias Wacker von Woche zu Woche kontinuierlich steigern, zeigte gegen die SG Überruhr die bisher beste Vorstellung und führt die Tabelle an. An der Spielweise ist deutlich die Handschrift des neuen Trainers zu erkennen. „Matthias Wacker legt viel Wert auf Tempospiel und eine kompakte 6:0-Deckung“, beschreibt Torjägerin Nina Orth.

Am Sonntag (15.30 Uhr, Voss-Arena, Ostlandstraße, Wipperfürth) treten die Haanerinnen zum Spitzenspiel an. Die Gastgeberinnen des SV Wipperfürth sind bisher ebenfalls ohne Punktverlust und damit direkter Verfolger der Unitas. Obwohl Wipperfürth in der vergangenen Saison nur den neunten Platz belegte, erwies sich das Team als Favoritenschreck. Die Unitas ist also gewarnt, zumal der Haaner Trainer den SVW bei seiner Begegnung gegen den TB Wülfrath beobachtete. „Wir müssen uns nicht verstecken, werden den Gegner aber keinesfalls unterschätzen“, so Orth. K.M.

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