Die Verbandsliga-Handballer siegten gegen die SG Langenfeld II mit 34:26. Die SG Ratingen verlor gegen die HSG Krefeld mit 26:31.

Die Verbandsliga-Handballer siegten gegen die SG Langenfeld II mit 34:26. Die SG Ratingen verlor gegen die HSG Krefeld mit 26:31.
Christian Kruse erzielte fünf Tore und überzeugte mit seiner hohen Laufarbeit.

Christian Kruse erzielte fünf Tore und überzeugte mit seiner hohen Laufarbeit.

Dietrich Janicki

Christian Kruse erzielte fünf Tore und überzeugte mit seiner hohen Laufarbeit.

Mettmann/Ratingen. Der Verbandsliga-Spitzenreiter ME-Sport lässt Worten auch Taten folgen und fokussiert sich im Saisonfinale auf die Meisterschaft. Auch von der SG Langenfeld II ließen sich die Mettmanner Handballer nicht aufhalten und verteidigten ihren Platz an der Sonne mit einem 34:26 (16:16)-Sieg. Dass der Erfolg mit acht Toren Unterschied zugunsten der Hausherren ausfallen würde, hatte in der Pause allerdings kaum einer gedacht. „Die wehren sich ja, als wenn sie selbst oben mitspielen. Hoffentlich geht das heute gut“, sagte Mark Obermüller, der noch die Niederlage des Tabellenführers vor Augen hatte. Abschütteln konnten die Mettmanner die Gäste, die mit einer Art 3:3-Deckung aufwartenden, zu keiner Zeit. Immer wenn sich MESport etwas Luft wie beim 10:7 (16.) und 14:11 (26.) verschaffte, wusste die SGL-Zweite wieder den Anschluss zu erzielen. So ging es mit einem 16:16-Unentschieden in die Pause.

Das Fehlen von Andre Loschinski war zunächst deutlich zu spüren

Doch nach dem Wiederanpfiff ließ Tiedermann seine Mannschaft weiter das Tempo hoch halten. Auch die defensive 6:0Deckung, in der im ersten Durchgang das Fehlen von Andre Loschinski deutlich zu spüren war, agierte jetzt besser und ließ kaum was zu. Mit schnellem Umschaltspiel nach Ballgewinnen bekam ME-Sport die Langenfelder Truppe immer besser in den Griff. So wuchs der Vorsprung schnell von 19:18 (34.) auf 24:18. „Die Jungs haben gegen einen guten Gegner nie nachgegeben und sind bis zum Schluss gerannt“, lobte Tiedermann sein Team.

Besonders Marvin Mohrmann und Christian Kruse sowie Thomas Mandlik gefielen mit ihrer Laufarbeit, die auch das etwas zu hoch ausgefallene Ergebnis rechtfertigte. Nach dem Abpfiff erkundigte sich Bastian Munkel schnell nach dem Ausgang der Remscheider Begegnung in Wülfrath. „Jetzt wollen wir auch Meister werden. Alles andere wäre sehr doof“, ließ ihn auch die Tatsache, dass er mit den Mettmannern nach dem Punktverlust von Lintorf im schlechtesten Fall den dritten Platz belegt, kalt. Die Mettmanner Mannschaft ist halt auf die Meisterschaft fokussiert.

SG Ratingen verabschiedete nach dem Abpfiff fünf Akteure

Nach dem Spiel war der Applaus am größten. Dann nämlich, als sie alle einzeln nach vorne geholt wurden. Yannick Eckervogt, Mathis Stecken, Malte Jaeger, Mike Schulz, Fabian Bednarzik – das Quintett verlässt die SG Ratingen und wurde nach dem Spiel gegen die HSG Krefeld noch einmal verabschiedet. Das Ergebnis der vorletzten Saisonpartie war da schon fast vergessen. 26:31 (13:14) verlor das Team von Spielertrainer Simon Breuer sein letztes Heimspiel vor der tollen Kulisse von 384 Zuschauern.

Die Schlüsselszenen der Partie ereigneten sich kurz nach der Pause. Gerade hatte die SG aus einem 13:15 ein 15:15 gemacht – weil Florian Schlierkamp sich einen Ball erkämpft hatte und Dominic Kasal den Tempogegenzug perfekt abschloss. Doch dann kassierte das Löwenrudel fünf Treffer in Folge binnen nur sechs Minuten zum 15:20. Ein Rückstand, den die Ratinger nicht mehr aufzuholen vermochten.

Bis zu den fünf Treffern am Stück hielt die SG gut mit. „Mit der gezeigten Leistung heute hätten wir einige andere Spiele gewonnen“, meinte Spielertrainer Breuer. „Aber wenn eine Spitzenmannschaft wie Krefeld auch einen guten Tag erwischt, wird es halt schwer.“ Seine Schützlinge hatten dennoch ihre Probleme mit der Deckung, zu viele „einfache“ Bälle rutschten aus dem Rückraum durch. Malte Jaeger und Mathis Stecken bekamen im Tor nur zu selten eine Hand an den Ball. Vorne zeigten die Ratinger eine vorzeigbare Leistung. Breuer warf neun Tore, Eckervogt zeigte sich in seinem letzten SG-Auftritt noch einmal dynamisch und erzielte vier Tore. Sie waren auch die stärksten Ratinger an diesem Tag. Doch den Gästen mit ihrem furchtbar giftigen Kreisläufer Marcel Goerden, der mit seinen immer etwas theatralisch angehauchten Einlagen für einige Emotionen sorgte, waren sie an diesem Abend nicht gewachsen. Goerden erzielte fünf Tore, Maik Schneider traf gar achtmal.

Und so rutscht das Löwenrudel am Saisonende mit einem kleinen Kader noch auf Rang zwölf ab – sicher nicht das, was sich einige vorgestellt haben. So ist der Umbruch, der im Kader stattfindet, nicht verwunderlich. Zumal es heißt, dass die Stimmung dieses Jahr nicht immer die Beste war. Die Beteiligten geben sich dazu diplomatisch. „Die Spieler, die uns verlassen, haben freiwillig gesagt, dass sie gehen wollen“, sagt Spielertrainer Breuer. „Was nicht heißen soll, dass die sportliche Entscheidung im einen oder anderen Fall nicht ähnlich ausgefallen wäre.“

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