Die Handballerinnen des Oberligisten verloren beim VfL Rheinhausen mit 27:30. Die HSG Adler Haan II siegte gegen die SG Überruhr.

Die Handballerinnen des Oberligisten verloren beim VfL Rheinhausen mit 27:30. Die HSG Adler Haan II siegte gegen die SG Überruhr.
ME-Sport-Spielerin Loreen Jakobeit suchte die Lücken in der VfL-Abwehr.

ME-Sport-Spielerin Loreen Jakobeit suchte die Lücken in der VfL-Abwehr.

Joana Guggenmos (am Ball) erzielte vier Tore per Siebenmeter.

Dietrich Janicki, Bild 1 von 2

ME-Sport-Spielerin Loreen Jakobeit suchte die Lücken in der VfL-Abwehr.

Kreis Mettmann. Mit der 27:30 (13:14)-Niederlage beim VfL Rheinhausen verfielen die Handballerinnen von ME-Sport wieder in alte Muster und vergeigten den Start in die Oberliga-Rückrunde. „Wir waren einfach schlecht. Es war eine verdiente Niederlage“, redete Trainerin Steffi Veermann Klartext und suchte erst gar nicht nach Ausreden.

Mit Ausnahme von Loreen Jakobeit, die als einzige Spielerin über 60 Minuten versuchte, die drohende Pleite abzuwehren, boten die Gäste in Rheinhausen besonders im Positionsspiel ideenlosen Standhandball. „Einer allein über das ganze Spiel reicht halt nicht“, sagte Veermann, die zwar gefasst, aber sichtlich enttäuscht wirkte. Neben der achtfachen Torschützin Jakobeit kam das Aufdrehen von Kim Spiecker, die vom Tabellenletzten in eine enge Deckung genommen wurde, in den letzten zehn Minuten einfach zu spät.

Dabei erwischten die ME-Sport-Handballerinnen nach dem knappen Rückstand zur Halbzeit einen recht guten Start in den zweiten Durchgang. Mit dem 17:16 (37.) durch Carla Beckmann, übernahmen sie erstmals nach gut 30 Spielminuten wieder die Führung. Doch statt an Sicherheit zu gewinnen, gaben die Mettmannerinnen das Heft des Handelns wieder an die gut kämpfenden Gastgeberinnen ab.

Spiecker verkürzte auf 20:22 (45.), doch danach blieb das Team von Steffi Veermann fünf Minuten ohne eigenen Treffer und geriet beim 20:25 (50.) endgültig auf die Verliererstraße. ME-Sport muss aufpassen, nicht wieder in Abstiegsnot zu kommen. özi

Zweite Mannschaft der HSG Adler Haan holt wichtige Zähler

Trotz einer großen Verletztenmisere und dem damit verbundenen Ausfall wichtiger Handballerinnen gelang es der Zweitvertretung der HSG Adler Haan in der Verbandsliga-Gruppe 2 gegen die SG Überruhr II einen knappen 32:30-Erfolg zu landen. „Das war für uns ein ganz wichtiger Sieg. Wenn wir noch sechs Punkte holen, müsste das für den Klassenerhalt reichen“, betont Marek Walkiewicz. Der Haaner Coach lobte vor allem die Zusammenarbeit innerhalb der HSG. „Sowohl aus der ersten Mannschaft als auch aus anderen Teams stellten sich mehrere Spielerinnen zur Verfügung. Das zeigt, dass bei der HSG alle an einen Strang ziehen.“

In der Gruppe 1 der Verbandsliga fiel die Begegnung der ersten Mannschaft gegen den TV Issum aus. Der Kontrahent sagte zwei Stunden vor der Anwurfzeit ab, weil er wegen Krankheit und Verletzungen keine Mannschaft stellen konnte. Des einen Freud ist des anderen Leid: So konnte Walkiewicz auch auf Corinna Hoppe und Josefine Weller sowie Torfrau Silja Kasper zurückgreifen, die allesamt im Kader der Ersten stehen, aber auch für die Zweite auflaufen dürfen. Hoppe erzielte sechs Treffer und war daher eine wichtige Stütze für die zweite Mannschaft. Denn Walkiewicz hatte arge Personalnot – aus seinem Kader standen lediglich sechs Spielerinnen zur Verfügung. Unter anderem fiel Torjägerin Nina Orth verletzt aus.

Die Zuschauer sahen eine ausgeglichene Begegnung. Beide Teams wollten sich unbedingt zwei Punkte sichern. Über ein 3:3, 6:6 und 9:9 gestaltete sich die Partie bis zur 18. Minute offen. Dann mussten die Haanerinnen aufpassen, das Spiel nicht aus der Hand zu geben. Überruhr setzte sich innerhalb von drei Minuten auf 13:9 ab. Es gelang den Gastgeberinnen, den Schalter wieder umzulegen. Das Adler Team kämpfte sich nach dem 13:17 (28.) bis zur Pause auf 16:17 heran.

Auch im zweiten Durchgang verlief das Spiel sehr spannend und ausgeglichen. Nach einer Auszeit durch Marek Walkiewicz setzten sich die Haanerinnen auf 23:21 (45.) ab. Diesen Zwei-Tore-Vorsprung gaben die Adler bis zum Schlusspfiff nicht mehr ab. Richtig spannend wurde es, als Überruhr in den letzten 30 Sekunden einen Siebenmeter zugesprochen bekam und damit die Chance besaß, zumindest noch einen Punkt aus Haan mitzunehmen. Die überzeugend spielende Torhüterin Silja Kasper hielt diesen Strafwurf und sicherte damit den 32:30Sieg.

Die nun bevorstehende Karnevalspause kommt der Haaner Zweitvertretung gelegen. „Ich hoffe, dass bis zum Spiel am 19. Februar gegen die HSG Solingen die eine oder andere verletzte Spielerin wieder in den Kader zurückkehrt“, sagt Sprecherin Nina Orth. K.M.

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