Mettmann zeigt einen deutlichen Aufwärtstrend und zieht mit einem 35:33 (18:18)-Sieg an Kapellen vorbei.

Alex Graf hat sich kraftvoll durchgesetzt und kommt am gegnerischen Kreis frei zum Wurf.
Alex Graf hat sich kraftvoll durchgesetzt und kommt am gegnerischen Kreis frei zum Wurf.

Alex Graf hat sich kraftvoll durchgesetzt und kommt am gegnerischen Kreis frei zum Wurf.

Simone Bahrmann

Alex Graf hat sich kraftvoll durchgesetzt und kommt am gegnerischen Kreis frei zum Wurf.

Mettmann. Einen ganz wichtigen Sieg gegen den drohenden Abstieg aus der Handball-Oberliga hat Mettmann-Sport gegen den direkten Tabellennachbarn TV Kapellen eingefahren. Mit dem 35:33 (18:18)-Erfolg hat sich die Mannschaft von Markus Neusser vor Kapellen und auf den ersten Nichtabstiegsplatz geschoben.

Noch immer leistet sich Mettmann zu viele Fehlwürfe

Wie nicht anders zu erwarten boten die beiden Mannschaften am Tabellenende keinen Handball-Leckerbissen. Aber Mettmann wirkte im zweiten Spiel unter Neussers Regie deutlich weniger verkrampft als noch vor einer Woche.

Allerdings blieb das alte Leid: Viel zu viele Fehler, viel zu viele überhastete Wurfversuche. So sorgten auch zwischenzeitliche Führungen mit drei, vier oder fünf Toren nicht für mehr Ruhe. Innerhalb weniger Minuten ließen die Mettmanner Spieler durch eigenen Leichtsinn und durch Unkonzentriertheit Kapellen immer wieder herankommen und sogar in Führung gehen. So wurden die Nerven auf dem Feld, auf der Bank und auf der Tribüne unnötig bis kurz vor Schluss strapaziert.

"Das war eine tolle Mannschaftsleistung, aus der ich einfach niemanden herausheben möchte."

Markus Neusser, Trainer ME-Sport

In der 52. Minute hatte Mettmann scheinbar die Punkte beim 32:27 schon im Sack gehabt. Doch einen Fünftore-Vorsprung über acht Minuten zu bringen, wäre an diesem Abend für ME-Sport zu leicht gewesen. Innerhalb von fünf Minuten kamen die Kapellener, die zwischendurch ihre Linie komplett verloren hatten, wieder auf 32:32 heran. Da half auch die Auszeit von Neusser, der seine Stimme vor lauter Schreien schon eingebüßt hatte, nichts.

Erst als Kapellens bester Werfer, Martin Dudler (13/4), für zwei Minuten auf die Strafbank musste, kam Mettmann zur Besinnung: Christian Klein, der in der ersten Halbzeit für ihn ganz untypisch vier Mal am Torhüter gescheitert war, trifft innerhalb von 40 Sekunden zwei Mal (Siebenmeter und von Außen), Hans-Willi Hinzen, hält im Gegenzug einen Wurf von Rechtsaußen, und der deutlich verbesserte Maik Schneider macht mit seinem zehnten Treffer zum 35:32 alles klar.

Markus Neussers kurzes Fazit traf den Kern der Sache: "Ich bin zufrieden. Die Mannschaft hat sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf gezogen, nachdem sie unglaublich viele Fehler gemacht hat." Für ein super wichtiges Spiel beim TB Wülfrath, der ebenfalls gewinnen konnte, sind die Karten nun gut gemischt.

Anzeige

 

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer