Der Handball-Oberligist steht vor einer großen Herausforderung: Er muss neue Spieler einbinden und aufgrund einiger Abgänge seine Spielidee neu erfinden.

Der Handball-Oberligist steht vor einer großen Herausforderung: Er muss neue Spieler einbinden und aufgrund einiger Abgänge seine Spielidee neu erfinden.
Markus Flieter ist Co-Trainer der Mettmanner Oberliga-Handballer und freut sich darauf, mit Cheftrainer Jürgen Tiedermann künftig „wieder neue Jungs entwickeln zu können“. Archiv

Markus Flieter ist Co-Trainer der Mettmanner Oberliga-Handballer und freut sich darauf, mit Cheftrainer Jürgen Tiedermann künftig „wieder neue Jungs entwickeln zu können“. Archiv

Dietrich Janicki

Markus Flieter ist Co-Trainer der Mettmanner Oberliga-Handballer und freut sich darauf, mit Cheftrainer Jürgen Tiedermann künftig „wieder neue Jungs entwickeln zu können“. Archiv

Mettmann. Vorbereitungsphasen sind schweißtreibende Phasen, in der die Grundlage für einen erfolgreichen Saisonstart gelegt wird. Demnach dürften sich die Fans des Handball-Oberligisten Mettmann-Sport auf eine sehr erfolgreiche Spielzeit freuen. „Zumindest auf eine andere Spielweise, als wir in den letzten Jahren gespielt haben“, sagt Mettmanns Co-Trainer Markus Flieter, der aktuell den im Urlaub weilenden Cheftrainer Jürgen Tiedermann vertritt.

Nach dem Weggang der Leistungsträger wie Bastian Munkel, Jan Schirweit und Tim Wittenberg müssen die ME-Sport-Handballer nicht nur ihre Abwehrformation von der fast durchgehend gespielten 6:0-Deckung variieren. Auch im Angriff muss sich die stark verjüngte Truppe wieder neu finden. „Die abwartende Spielvariante werden wir so nicht mehr spielen. Für uns kann es nur eins geben. Das ist Tempo, Tempo und nochmal Tempo“, verrät Flieter.

„Die abwartende Spielvariante werden wir so nicht mehr spielen. Für uns kann es nur eins geben. Das ist Tempo, Tempo und nochmal Tempo.“

Markus Flieter, Co-Trainer von Mettmann-Sport

Dafür wird dieser vom Athletiktrainer Marcel Fontain unterstützt. „Die Jungs ziehen super mit“, sagt Flieter, der der Mannschaft eine große Hingabe bescheinigt. Eine klare Zielsetzung wie in den vergangenen Jahren mögen die Mettmanner Verantwortlichen diesmal allerdings nicht herausgeben. „Wir müssen erstmal sehen, wie wir die ersten Spiele hinbekommen. Dann wird Jürgen daraus das Beste herausholen“, sagt Flieter, der seinem Cheftrainer wieder die Lockerheit im Gesicht ansieht. „Es ist ganz anderes Arbeiten als im letzten Jahr, als wir im Trainingsalltag viele Kompromisse eingehen mussten. Sicher war das mit den Jungs damals auch schön. Aber jetzt macht es uns wieder richtig Spaß, neue Jungs entwickeln zu können“, erzählt das Mettmanner Urgestein.

Auch auf den Torhüter-Spezialisten kommt eine besondere Aufgabe zu. Nach den berufs- und verletzungsbedingten Rücktritten von Kamil Bily und Matthias Piecuch muss Flieter aus dem 29-jährigen Jan Sippli, Simon Hüttel (19) und Kenneth Hubicki ein neues Trio formen, das sein Können in der Oberliga erst mal unter Beweis stellen muss. Einen völlig neuen Ehrgeiz legt der Mettmanner Mannschaftskapitän Andre Loschinski an den Tag. Der 32-jährige Routinier ist erstmals seit langem ohne Schmerzen und geht mit einer vorbildlichen Einstellung voran. „Momentan macht mein Körper keine Probleme. Dann macht es Spaß, solch willige Jungs auch zu führen“, sagt der Rückraum-Shooter, der ebenfalls die gute Stimmung im Team hervorhebt.

Unglücklich ist aktuell nur, dass sich zu Beginn der Testspiele gleich fünf Spieler im Urlaub befinden und ihren Coach zum Improvisieren zwingen. Damit kennt sich Tiedermann, der dann wieder da sein wird, allerdings ja erwiesenermaßen bestens aus.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer