Nach einem verschlafenen Start kämpfte sich der Frauen-Oberligist gegen Straelen wieder in die Partie. TB Wülfrath gewann gegen St. Tönis und behauptet die Tabellenführung.

Nach einem verschlafenen Start kämpfte sich der Frauen-Oberligist gegen Straelen wieder in die Partie. TB Wülfrath gewann gegen St. Tönis und behauptet die Tabellenführung.
Treffsicher: Kim Spiecker von Mettmann-Sport erzielte 13 Treffer gegen den SV Straelen.

Treffsicher: Kim Spiecker von Mettmann-Sport erzielte 13 Treffer gegen den SV Straelen.

Janicki

Treffsicher: Kim Spiecker von Mettmann-Sport erzielte 13 Treffer gegen den SV Straelen.

Mettmann/Wülfrath. Ob der Bann bei Mettmann-Sport nach dem Erfolg von 29:27 (17:15) über SV Straelen endlich gebrochen ist, vermochte bei den Mettmanner Damen keiner zu sagen. Doch die Erleichterung über den Sieg war im Umfeld der Mannschaft vielen anzusehen. Vor allem die Entstehung des Sieges könnte den Oberliga-Handballerinnen moralischen Auftrieb für die nächsten Wochen geben.

Denn die Gastgeberinnen waren nach dem 0:7 von einem gelungenen Start meilenweit entfernt. Erst nach dem ersten Mettmanner Tor durch Annika Thanscheidt in der zehnten Minute und entsprechenden Umstellungen in der Deckung starteten die ME-Sport-Handballerinnen ihre Aufholjagd. Angetrieben von Kim Spiecker, die nach ihrer Verletzung allmählich zur alten Stärke findet, gelang Carla Beckmann der Ausgleich zum 12:12 (21.). Aileen Fehlauer traf zum 13:12 (22.) – es war die erste Führung der Mettmannerinnen, die sie mit 17:15 in die Pause retteten.

Mit drei Toren von Svenja Schulz und Beckmann kamen die Gastgeberinnen besser aus der Kabine. Die Gäste konnten den ME-Sport-Handballerinnen nur bis zum 20:17 (36.) auf den Fersen bleiben, danach zog die Mannschaft von Sabrina Berten bis auf 26:20 (46.)davon. Mit der sicheren Führung im Rücken verwalteten die Gastgeberinnen die Führung mit Leichtigkeit. Zwar kam Straelen noch einmal heran, doch das war nicht mehr als Ergebniskosmetik – und so feierten die Mettmanner schließlich die Aufholjagd.

Wülfrather Frauen zeigten eine beeindruckende Abwehrleistung

Allen personellen Sorgen zum Trotz lassen sich die Handballerinnen von TB Wülfrath nicht aus der Erfolgsspur bringen und gewinnen gegen Tschft. St. Tönis 27:22 (13:12). „Wir sind stolz und zufrieden: Das war die beste Abwehrleistung in dieser Saison“, stellte Lars Faßbender fest. Der TBW-Trainer macht aus der Not eine Tugend und stellte seine Mannschaft in St. Tönis vor allem auf eine gute Deckungsarbeit ein. Weil etliche Spielerinnen aus der Zweiten Mannschaft im Kader standen, war die Ersatzbank gut gefüllt. Eine besondere Aufgabe kam dabei Anja Krohm zuteil, die stets als Abwehrspezialistin aufs Feld kam. „Die Mannschaft hat sich echt reingehängt, keinen Ball verloren gegeben. Und was doch durchkam, hat dann Sabine Naßenstein entschärft“, berichtete Faßbender.

Das Ziel, die Gastgeber unter 20 Treffen zu halten, gelang zwar nicht ganz, aber auch so feierte der Spitzenreiter den nächsten Sieg und behauptet damit die Tabellenführung in der Oberliga. Dabei begann die Begegnung zunächst schleppend. Nach zehn Minuten führte St. Tönis mit 5:2. Danach fanden die Wülfratherinnen aber immer besser ins Spiel. Das lag auch an der Einwechslung von Daria Blume nach einer Viertelstunde. Die Rückraum-Akteurin wollte ihrem angeschlagenen Körper ursprünglich eine Pause gönnen, hielt dann aber bis zum Ende der Partie durch. Kirsten Buiting im linken Rückraum sowie Stefanie Hinnerkott auf der rechten Seite taten zwar ihr Bestes, doch es mangelte in der Anfangsphase schlichtweg an der Durchschlagskraft. Johanna Buschhaus glich schließlich zum 6:6 (17.) aus. Mit zwei Toren in Folge brachte Kristin Gipperich den TBW kurz vor der Pause mit 13:11 in Front. Letztlich ging es mit einer 13:12-Führung in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel wogte das Geschehen zunächst hin und her, weil die Wülfratherinnen gute Chancen nicht nutzten, um den Vorsprung zu vergrößern. St. Tönis hielt bis zum 15:16 (40.) Tuchfühlung, dann setzte sich das Faßbender-Team mit vier Toren in Folge auf 20:15 (51.) ab. Die Vorentscheidung. Lisa Sippli erhöhte sogar auf 25:17 (57.). In der Schlussphase ließ es die TBW-Abwehr etwas gemächlicher angehen, am deutlichen Erfolg änderte das aber nichts mehr.

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