Der Fußball-Oberligist gewinnt das Finale erst im Siebenmeterschießen.

Der Fußball-Oberligist gewinnt das Finale erst im Siebenmeterschießen.
Im Finale der Stadtmeisterschaft standen sich der VfB 03 Hilden und der Marokkanische SV gegenüber.

Im Finale der Stadtmeisterschaft standen sich der VfB 03 Hilden und der Marokkanische SV gegenüber.

Olaf Staschik

Im Finale der Stadtmeisterschaft standen sich der VfB 03 Hilden und der Marokkanische SV gegenüber.

Hilden. Das Finale der Stadtmeisterschaft war tatsächlich der Höhepunkt der 20. Turnierauflage. „Jede der beiden Mannschaften hatte den Sieg verdient“, stellte Hildens Bürgermeisterin Birgit Alkenings nach dem spannenden Endspiel fest. Dabei traf Titelverteidiger VfB 03 Hilden auf den Marokkanischen SV, der schon vor zwei Jahren als Vizemeister überraschte. Beide Kontrahenten hatten durchaus gute Chancen, vorzeitig den Sieg perfekt zu machen. Allein die letzte Minute der regulären Spielzeit riss die Zuschauer von den Sitzen. Erst knallte Dennis Lichtenwimmer das Leder an den rechten Außenpfosten, dann nagelte Ali Al Makhloufi im Gegenzug den Ball ans linke Lattenkreuz.

Dafür gab’s Szenenapplaus von den Rängen. Und auch in der fünfminütigen Verlängerung kamen die Zuschauer auf ihre Kosten. Erst schoss Vincenzo Lorefice freistehend am Kasten vorbei. Dann scheiterte Lichtenwimmer an MSV-Keeper Tomasz Wojcik. Auf der anderen Seite verpasste Bilal Amkhatriou 40 Sekunden vor dem Abpfiff nach Vorarbeit von Mohamed Bachreoui das goldene Tor. „Er muss ihn einfach nur reinschieben“, lautete der fachmännische Kommentar von Sportdezernent Reinhard Gatzke.

Die Entscheidung fiel also im Siebenmeterschießen – und auch das war an Spannung kaum zu überbieten. Der Oberligist geriet zunächst ins Hintertreffen, weil Jannik Weber nur den rechten Innenpfosten traf und Fabian zur Linden am Torhüter scheiterte. Doch Redouan Chofan verpasste es, auf 3:1 zu erhöhen. Statt dessen glich Manuel Schulz zum 2:2 aus und VfB-Schlussmann Louis Klein hielt ausgerechnet den Versuch von Amkhatriou, der sich später mit dem Torjägerpokal (acht Treffer) tröstete. Als Lichtenwimmer zum 3:2 traf, war noch alles offen, doch anschließend hämmerte Ilias Saidi die Kugel an den Querbalken – damit gewann der VfB 03. Statt des Wanderpokals gab es für den MSV, der den Oberligisten in der Vorrunde mit 3:1 bezwang, aber zumindest Lob vom Gewinner. „Heute hat man keinen Klassenunterschied gesehen – starke Leistung“, stellte Manuel Schulz fest, als er den Wanderpokal in Empfang nahm.

Im kleinen Finale setzte sich die Zweite des VfB 03 als letztjähriger Vizemeister durch Treffer von Tim Tiefenthal und Marvin Bell mit 2:0 gegen den AC Italia durch. „Unsere Mannschaft hat sich im Turnier gut verkauft“, war Giovanni Parisi zufrieden.

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