WZ-Redakteur Andreas Keil (42) bereitet sich auf seinen ersten Marathon-Lauf vor. An diesem Projekt lässt er die Leser teilhaben.

Noch zweieinhalb Wochen:

Den letzten ganz langen Lauf vor dem Wettkampf in Königsforst - immerhin 34 Kilometer habe ich hinter mir. Und ich bin sehr zufrieden: Ohne zu verkrampfen, habe ich mich bemüht, besonders auf dem ersten Drittel nicht zu schnell zu laufen. Und prompt habe ich mich fast von selbst auf ein sehr gleichmäßiges Lauftempo eingependelt.

Und das Allerschönste dabei: Am Ende war ich wohl erschöpft, und die Oberschenkel taten weh, aber der ganz große Schlag blieb aus. Erstmals - und genau zum richtigen Zeitpunkt - hatte ich das Gefühl: "Jetzt schaffst Du den Rest bis zur Marathon-Strecke auch!"

In dieser Woche stehen noch kürzere Läufe an, teilweise mit Tempo-Einheiten, und am Wochenende ein letzter längerer Lauf über 25 Kilometer. Und über diese Strecke mache ich mir keine Gedanken mehr. Viel mehr richten sich langsam die Überlegungen in Richtung Wettkampf. Doch, ich habe das Gefühl, dass es nun ernst wird.

Da sich mein Trainingsplaner und Berater Tobias Kofferschläger als Nationaltrainer für die 400-Meter-Damen ins Trainingslager in die USA verabschiedet hat (seltsame Prioritäten in Anbetracht meines Wettkampfes), haben wir unser letztes Vorbereitungsgespräch bereits geführt.

Das Essen und Trinken während des Laufes klappt. Und eine Lösung für leichte Schmerzen in meiner rechten Ferse, die mir unterhalb der operierten Achillessehne Probleme gemacht hat, habe ich auch gefunden: Auf den langen Strecken bleibt der Druckschmerz ohne die orthopädischen Einlagen aus. Und automatisch laufe ich viel lockerer.

Überhaupt: "Locker bleiben" ist das Gebot für die letzten zweieinhalb Wochen.


 

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