Der Football-Zweitligist unterlag in Lübeck nach einer starken ersten Halbzeit mit 21:22.

Der Football-Zweitligist unterlag in Lübeck nach einer starken ersten Halbzeit mit 21:22.
Carlo Zimmermann und die Longhorns standen letztlich mit leeren Händen da. Archiv

Carlo Zimmermann und die Longhorns standen letztlich mit leeren Händen da. Archiv

Ralph Matzerath

Carlo Zimmermann und die Longhorns standen letztlich mit leeren Händen da. Archiv

Langenfeld. Am Wochenende zuvor hatten die Zweitliga-Footballer der Langenfeld Longhorns beim 30:29 über die Paderborn Dolphins das Glück noch auf ihrer Seite gehabt. Nun aber schlug sich Fortuna auf des Gegners Seite, denn nach einer hart umkämpften Partie mussten sich die Langenfelder bei den Lübeck Cougars in letzter Sekunde mit 21:22 (21:18) geschlagen geben. „Beide Teams haben heute nicht das Beste gezeigt und trotz guter Situationen einige Punkte liegen lassen. Wir hätten in der zweiten Halbzeit einfach noch einmal punkten müssen. Das ist jetzt natürlich bitter, aber letzte Woche haben wir die Punkte spät gewonnen. Nun haben wir sie verloren, das ist halt so“, stellte Daniel Berg aus dem Langenfelder Trainerteam fest.

Cameron Fuller stand in der ersten Spielhälfte im Mittelpunkt

Langenfelds US-Allrounder Cameron Fuller wurde zum Mann der ersten Halbzeit. In der Offensive fing Fuller einen Pass von Quarterback Jeremy Konzack und besorgte mit dem ersten Touchdown das 7:0 für die Gäste. Auch in der Defensive stellte der Amerikaner seine hohen Qualitäten unter Beweis, denn er fing einen gegnerischen Pass ab und schaffte es erneut bis in die Endzone der Hausherren – 13:0 (Interception-Touchdown). Lübeck kam danach zwar durch zwei Fieldgoals auf 6:13 heran, doch Fuller vergrößerte den Vorsprung durch seinen dritten Touchdown – 19:6 für Langenfeld. Auch auf das nächste Aufbäumen der Lübecker fanden die Longhorns eine Antwort: Nach dem Cougars-Touchdown zum 12:19 blockten die Langenfelder den Extrapunkt-Versuch ab und trugen das Leder-Ei durch Travis Poitier in die Endzone der Cougars zurück – 21:12. Den Schlusspunkt hinter den spektakulären ersten Durchgang setzen dann die Gastgeber, weil sie mit ihrem zweiten Touchdown auf 19:21 herankamen. Alles war nun wieder offen.

Nach dem Seitenwechsel lief bei beiden Mannschaften deutlich weniger zusammen. Auf Langenfelder Seite könnte dabei die kräftezehrende Anfahrt eine Rolle gespielt haben. Um neun Uhr morgens hatte der Longhorns-Tross den 470 Kilometer langen Weg nach Norden angetreten und bereits einige Strapazen überstanden. In der Offensive klappte in Durchgang zwei jedenfalls deutlich weniger, sodass die Langenfelder ihren 21 Zählern keinen weiteren Punkte hinzufügen konnten.

Gegnerisches Fieldgoal aus 38 Yards entschied die Partie

Lange sah es trotzdem danach aus, als könnte es zum Sieg reichen. Lübeck brachte gegen die konzentrierte Longhorns-Defensive ebenfalls nichts auf die Zähltafel. Erst wenige Sekunden vor Schluss verwandelte der Cougars-Kicker ein Fieldgoal aus 38 Yards Entfernung und entschied die Partie mit seinem genauen Versuch haarscharf zugunsten der Gastgeber – 22:21.

In der Tabelle mussten die Langenfeld Longhorns (aktuell 4:6 Punkte) die Norddeutschen (jetzt Vierter/6:6 Zähler) damit vorbeiziehen lassen und belegen jetzt nur noch den sechsten Rang. Am kommenden Samstag (16 Uhr, Stadion Jahnstraße) geht es dann mit dem nächsten dicken Brocken weiter – im Duell unter Nachbarn gegen die Solingen Paladins, die am Wochenende den bisherigen Zweitplatzierten Elmshorn Fighting Pirates mit 48:27 bezwangen und sich auf den fünften Rang vorschoben (6:6 Punkte).

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