In der Zweiten Football-Bundesliga Nord stehen lange Auswärtsfahrten für Langenfeld an.

In der Zweiten Football-Bundesliga Nord stehen lange Auswärtsfahrten für Langenfeld an.
Der Langenfelder Runningback René Weile konnte die durch Terry Gaitors Ausscheiden entstandene Lücke bisher gut füllen.

Der Langenfelder Runningback René Weile konnte die durch Terry Gaitors Ausscheiden entstandene Lücke bisher gut füllen.

Ralph Matzerath

Der Langenfelder Runningback René Weile konnte die durch Terry Gaitors Ausscheiden entstandene Lücke bisher gut füllen.

Monheim. Pünktlich zum Beginn der heißesten Jahreszeit beginnt für die Langenfeld Longhorns in der Zweiten Football-Bundesliga Nord (GFL 2) der anstrengendste Teil der Saison. Nach vier fast entspannt anmutenden Heimspielen im Zwei-Wochen-Rhythmus geht es jetzt Schlag auf Schlag. Auf die Partie heute (17.30 Uhr) bei den Lübeck Cougars folgen das Heimspiel gegen den Nachbarn Solingen Paladins (16. Juni), die Auftritte bei den Rostock Griffins (23. Juni) und den Düsseldorf Panthern (30. Juni) sowie die Aufgabe gegen die Berlin Adler (7. Juli).

„Die Anreise wird uns in den Knochen stecken. Aber wir fahren da nicht hoch, um zu verlieren.“

Michael Hap, Headcoach der Langenfeld Longhorns

Erst danach bietet sich in der einmonatigen Sommerpause die Gelegenheit, durchzuschnaufen, etwaige Blessuren auszukurieren und Kräfte zu sammeln.

Schon das Spiel in Lübeck bringt einige Strapazen mit. Um neun Uhr morgens macht sich der Longhorns-Tross per Bus in Richtung Norden auf, absolviert dort um 17.30 Uhr die Partie – und kehrt dann gleich wieder zurück nach Langenfeld, wo Spieler und Trainer erst tief in der Nacht wieder ankommen. „Die Anreise wird uns in den Knochen stecken. Aber wir fahren da nicht hoch, um zu verlieren“, sagt Headcoach Michael Hap.

Die Chancen, aus dem Norden Deutschlands etwas Zählbares mitzunehmen, stehen nicht schlecht, obwohl weil Lübeck am vergangenen Wochenende überraschend beim zuvor punktlosen Letzten Adler Berlin unterlag (21:24). Außerdem verloren die Hanseaten in Julian Dohrendorf ihren besten Spieler, denn der ehemalige GFL-Footballer erlitt einen doppelten Kreuzbandriss und muss seine Karriere beenden. „Das ist natürlich sehr schade für Lübeck, aber auch für den Sport insgesamt“, sagt Longhorns-Kapitän Michael Mendl.

Die Longhorns haben durch den knappen, aber verdienten 30:29-Heimsieg gegen die Paderborn Dolphins eine Menge Selbstvertrauen getankt. „Auch gegen Paderborn war wieder zu sehen, dass es in dieser Liga keine schwachen Mannschaften gibt. Die Dolphins haben stark aufgetrumpft, aber wir waren eben auch stark“, meint Hap. Vor allem in der Offensive fanden die Langenfelder eine gute Mischung aus Pass- und Laufspiel – was der Grundstein für den Erfolg war.

Sehr positiv auf sich aufmerksam machte Runningback René Weile, der die nach dem Ausscheiden des US-Amerikaners Terry Gaitor entstandene Lücke sehr gut füllen konnte. „Wir haben in René Weile und Kevin Mroz zwei richtig starke Runningbacks, mit denen wir uns überhaupt nicht verstecken müssen. Ich bin von unseren deutschen Spielern absolut überzeugt“, betont Hap. Das gilt auch für Quarterback Jeremy Konzack, der vor der Saison aus Solingen kam und nach einer kurzen Anlaufzeit inzwischen voll angekommen zu sein scheint.

In der Tabelle stehen die Langenfelder als Vierter mit 4:4 Punkten aktuell gut da. Durch einen Erfolg beim Fünften Lübeck (4:6) könnten sich die Longhorns jetzt von der unteren Tabellenhälfte absetzen und einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum Klassenerhalt schaffen.

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