Fast 800 Teilnehmer gingen in Ratingen auf die Strecke. Bei dieser Zahl stößt der Veranstalter jedoch an seine Grenzen.

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Los geht´s: 126 Mädchen und Jungen gingen am Sonntag beim 3. Lintorfer Citylauf im Bambini-Rennen über 400 Meter an dern Start.

Los geht´s: 126 Mädchen und Jungen gingen am Sonntag beim 3. Lintorfer Citylauf im Bambini-Rennen über 400 Meter an dern Start.

Lieferten sich einen spannenden Dreikampf im Zehn-Kilometer-Hauptlauf: Tobias Severin (vorne), der Zweiter wurde, dahinter der drittplatzierte Sebastian Hadamus und Gewinner Sascha Dee (r.), der erst im Spurt auf Platz eins lief.

Pierre-Claude Hohn, Bild 1 von 2

Los geht´s: 126 Mädchen und Jungen gingen am Sonntag beim 3. Lintorfer Citylauf im Bambini-Rennen über 400 Meter an dern Start.

Ratingen. Egal ob Organisatoren oder Teilnehmer - alle waren am Sonntagmorgen schon früh auf den Beinen, um beim 3. Lintorfer Citylauf dabei sein zu können. So auch die sportivste Familie des Laufspektakels: Silvio Zein vom TuS Lintorf und seine fünf Kinder waren bereits um 6.30 Uhr topfit, um an den Wettbewerben teilzunehmen. Silvio Zein half zunächst bei der Organisation, später startete er im Zehn-Kilometer-Lauf. Seine Kinder mischten in den Schülerläufen vorne mit.

Spektakulär verlief aus lokaler Sicht vor allem das Comeback von Niclas Bock. Der 19 Jahre alte Triathlon-Junioren-Weltmeister war nach langer Erkrankung (Pfeiffersches Drüsenfieber) noch nicht richtig fit, doch der Arzt gab grünes Licht.

"Ich bin froh, dabei zu sein und hoffe auf eine Zeit um 17 Minuten", sagte Bock vor dem Start. Doch dann übertraf der Breitscheider, der für das Triathlon-Team Ratingen startet, seine Erwartungen und siegte in 15:54 Minuten.

"Ich bin sprachlos, kann es kaum glauben, dass ich nach nur ein paar leichten Trainingseinheiten so gut drauf bin. Solch eine gute Zeit habe ich noch nie über 5000 Meter gelaufen", sagte er freudestrahlend nach dem Zieleinlauf.

Aber nicht nur die Profis, auch die Breitensportler, wie zum Beispiel Renate Daemen (TV Hösel), waren happy. "Alles war super. Allein die Organisation war hervorragend, davon kann sich TuSEM Essen ein paar Scheiben abschneiden", sagte die Höselerin, die über zehn Kilometer Walking in der Altersklasse W60 in 1:21,30 Stunden gewann.

Neuer Streckenrekord im Hauptlauf der Frauen über zehn Kilometer

1. Sascha Dee (SFD 75 Düsseldorf, 32:37,1 min), 2.Tobias Severin (LPO Bochum, 32:49,5), 3.Sebastian Hadamus (ART Düsseldorf, 33:02,2), 4. Wolfgang Lenz (Ratingen, 33:09) - 10KM Damen 1.Sabrina Krämer (LC Duisburg, 33:38), 2. Nina Koopmann (Stadtwerke Ratingen, 41:39).

1. Niclas Bock (TTR 08 Ratingen, 15:54min)

1. Jan Plückebaum (3:49 min), 2. Moritz Groß (3:56), 3. Fabian Lauret (3:59/alle TVRatingen - Schülerlauf 2000M 1. Tyll Jakoby (FC Stoppenberg, 3:55)

1. Tadeusz Janasik (Witten, 1:03,5 Std.) - Walking10km: 1. Abdelazis El Korchi (Düsseldorf, 1:03,36 Std.)

1. Carl-Friedrich von Weizsäcker-Gymnasium Ratingen

Im Blickpunkt des Interesses stand der Hauptlauf durch die Lintorfer Innenstadt über zehn Kilometer. Mehr als 300 Läufer gingen an den Start, darunter auch der Favorit Sascha Dee (SFD 75 Süd Düsseldorf), der den Lauf bereits zweimal gewonnen hatte. Er siegte auch diesmal und verpasste den Streckenrekord mit 32:37,1 Minuten nur um drei Sekunden.

Leicht wurde dem Düsseldorfer der Sieg aber nicht gemacht. Bis in den Zieleinlauf lieferten sich der Düsseldorfer, Tobias Severin (Bochum), Sebastian Habamus (ART Düsseldorf) und der Ratinger Wolfgang Lenz ein Kopf-an-Kopf-Rennen, ehe sich Dee im Schlussspurt durchsetzte. Bei den Damen gab es einen neuen Streckenrekord: Sabine Krämer (LC Dusiburg) gewann in 33:38,5 Minuten.

Schade für die Läufer war lediglich, dass aufgrund der frischen Temperaturen nicht so viele Zuschauer wie erhofft den Streckenrand säumten. Marcus Eichler, Cheforganisator des vom TuSLintorf und Lauftreff Angerland gemeinsam veranstaltenden Laufes, war dennoch sehr zufrieden - vor allem, weil der Teilnehmerrekord mit 782 Startern gebrochen wurde, damit aber auch die Kapazitätsgrenze erreicht wurde.

"Im nächsten Jahr könnte es sein, dass wir den Lauf neu gestalten müssen, wenn sich der Trend zu immer mehr Teilnehmern fortsetzt", sagt Eichler.

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