WZ-Redaktuer Andreas Keil trainiert für seinen ersten Marathon-Lauf. Dabei kommt es ab und an zu ungewöhnlichen Begegnungen.

Kreis Mettmann. Wenn das Regenwetter eine gute Seite habe soll, dann die, dass auf jeden Fall nur wenige Menschen außerhalb der Orte unterwegs sind.

Und das lässt offensichtlich einige tierische Zeitgenossen lockerer auftreten beziehungsweise aufflattern. An die Rehe, die in der Dämmerung auf der Kuppe eines Feldes an meiner Laufrunde stehen, habe ich mich schon gewöhnt, wie an die immer gleichen Spaziergänger, die mir begegnen.

Auch Mäusebussarde gehören zum Landschaftsbild. Auf einem Holzpfahl sitzend lassen sie mich herankommen, als wäre ich keine Regung wert, um sich dann doch mit einigen Flügelschlägen in die Lüfte zu erheben.

Aber für einen ordentlichen Adrenalinschub hat in den vergangenen Tagen eine Eule bei mir gesorgt: Sie löste sich in der Dunkelheit erst in dem Moment aus einem Busch oberhalb des Feldweges, als ich an ihr vorbeilief.

Und wenn ich es bisher auch immer für eine Mär gehalten habe, dass sie nicht zu hören ist, so habe ich vor Schreck fast auf dem Boden gelegen, als dieser tatsächlich lautlose Schatten an mir vorbei strich. Von wegen Entspannung beim Laufen.

Seit Ende der Sommerferien bereitet sich WZ-Redakteur Andreas Keil (42) auf seinen ersten Marathon-Lauf vor. An diesem Projekt lässt er die Leser durch ein Lauftagebuch teilhaben. In unregelmäßigen Abständen kommen auch Fachleute aus verschiedenen Bereichen, die mit dem Langstreckenlaufen zu tun haben, zu Wort.

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