Kapitän führt SGL zum 29:25 gegen Lobberich.

HAndball-Oberliga
Kreisläufer Dustin Thöne (mit Ball) wird gestoppt.

Kreisläufer Dustin Thöne (mit Ball) wird gestoppt.

Ralph Matzerath

Kreisläufer Dustin Thöne (mit Ball) wird gestoppt.

Langenfeld. Die Serie geht weiter. Aber diesmal hing sie lange am seidenen Faden – und der Handball-Oberligist SG Langenfeld (SGL) kam nach einer bisweilen chaotischen Partie erst auf der Zielgeraden zum 29:25 (15:15) gegen den TV Lobberich.

Trainer Leszek Hoft war angesichts erheblicher personeller Probleme milde gestimmt. „Wir haben sicher kein gutes Spiel gemacht und wir haben oft keine Linie gefunden. Aber ich freue mich, dass die Mannschaft gekämpft hat und wir die beiden Punkte behalten konnten. Das ist super.“ Beim Blick auf die Tabelle lässt sich die Erleichterung nachvollziehen. Langenfeld, das jetzt bei 19:1 Zählern aus den vergangenen zehn Begegnungen ohne Niederlage angekommen ist, festigte seinen dritten Tabellenplatz.

Viele Ausfälle machten den Langenfeldern zu schaffen

Die Fraktion der Linkshänder war zusammengeschrumpft. Sven Kniesche musste wegen einer kaum überstandenen Gehirnerschütterung ebenso aussetzen wie Christian Majeres, der wegen eines gebrochenen Daumens länger ausfällt. Also lastete viel Verantwortung auf dem aus der zweiten Mannschaft hochgezogenen Hendrik Heider. Auf der linken Seite fiel Mirko Stolley aus, sodass wieder Frederic König in der Start-Aufstellung stand. Regisseur André Eich (Fieber) stellte sich in den Dienst des Teams, während Kapitän Matthias Herff nach einer krankheitsbedingten Pause höchstens als Teilzeitkraft in Frage kam.

Ganz klar: Erst als Herff nach der Pause an der Partie teilnahm, konnte die SGL den Kopf noch aus der Schlinge ziehen. König (fünf Treffer) und Heider (vier) war es zu verdanken, dass Langenfeld auf 12:9 (18.) davonzog. Weil oft die Übersicht fehlte, zahlreiche Angriffe über Ballverluste im Nichts landeten und freie Chancen ungenutzt blieben, machten es die Gastgeber richtig spannend – 13:14 (24.), 14:15 (26.), 15:16 (31.) 17:16 (35.), 19:18 (38.) 20:19 (40.), 21:19 (41.).

Beim Stande von 21:22 (49.) drohte die fünfte Saison-Niederlage. Doch Sekunden vorher hatte Kapitän Herff den Aufwärmpulli abgestreift und seinen Einsatz begonnen. Den 26-Jährigen bekam Lobberich nicht ansatzweise unter Kontrolle und Herff erzielte bis zum Abpfiff mal eben sieben der acht weiteren Tore für die Hausherren. Praktisch mit dem Schlusspfiff brachte er per Siebenmeter den 29:25-Endstand an.

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