Niklas-Henning Meiworm tritt ab heute bei der U 19-Europameisterschaft für Deutschland an.

Niklas-Henning Meiworm tritt ab heute bei der U 19-Europameisterschaft für Deutschland an.
Niklas-Henning Maiworm (l.) garantiert auf dem Feld den Schutz seines Quarterbacks.

Niklas-Henning Maiworm (l.) garantiert auf dem Feld den Schutz seines Quarterbacks.

Thomas Nüchter

Niklas-Henning Maiworm (l.) garantiert auf dem Feld den Schutz seines Quarterbacks.

Langenfeld. Am Mittwoch saß Niklas-Henning Meiworm mit seinen Teamkollegen im Bus nach Paris. Dort nimmt der 18 Jahre alte Langenfelder jetzt als Spieler der deutschen Football-Nationalmannschaft U 19 an der Europameisterschaft teil. Und es ist für Meiworm eine große Ehre, dabei zu sein. „Das ist immer etwas Besonderes, überhaupt für ein Auswahlteam zu spielen. Die Nationalmannschaft ist noch mal größer. Aber ich versuche mir da keinen Druck zu machen. Ich gehe die Spiele so an wie jedes andere“, sagt der ehemalige Schüler der Johann-Gutenberg-Realschule.

In Paris wird es darauf ankommen, die Leistung auf den Punkt genau abzurufen. Heute geht es mit dem Halbfinale gegen Gastgeber Frankreich los, ehe am Sonntag die Medaillen vergeben werden. Mögliche Finalgegner sind Titelverteidiger Österreich oder Italien, die das andere Halbfinale bestreiten.

Seine persönliche Aufgabe ist es, den Quarterback zu schützen

Meiworms persönliche Aufgabe ist dabei vor allem der Schutz des deutschen Quarterbacks. Als „Left Tackle“ gehört der Langenfelder eigentlich zum Angriffsteam – er muss aber in erster Linie dafür sorgen, die heranstürmenden Gegner vom Quarterback wegzuhalten. Mit seinen 128 Kilogramm Gewicht und 1,97 Metern Länge hat Meiworm dafür perfekte Voraussetzungen. „Das ist das, was ich am Football so faszinierend finde. Es wird jeder gebraucht – ob groß oder klein, ob schwer oder leicht. Am Ende geht es immer um das große Ganze. Du gewinnst als Team und du verlierst als Team“, betont Meiworm, der seine Football-Karriere vor vier Jahren bei den Langenfeld Longhorns begann.

Beim Neusser Eishockey-Verein (NEV) und den Uedesheim Chiefs hatte sich Meiworm schon im Eishockey und Skaterhockey ausprobiert. Am Ende gefiel ihm jedoch der Football besser als der Puck: „Im Fernsehen habe ich damals den Super Bowl gesehen und fand, dass das ein cooler Sport ist. Als ich dann angefangen habe, habe ich relativ schnell gemerkt, dass dieser Sport zu mir passt.“ Meiworm wechselte vor der vergangenen Saison zu den Düsseldorfer Panthern. Dort erreichte er auf Anhieb das Halbfinale um die Deutsche Junioren-Meisterschaft, und die Panther führen derzeit die Tabelle der Junioren-Bundesliga West an.

Auf seiner Position ist Kombination aus Kraft und Athletik gefragt

Für seinen Sport investiert der 18-Jährige, der aktuell eine Ausbildung zum Elektriker macht, einiges an Zeit: Dreimal in der Woche trainiert er bei den Panthern, hinzu kommen Besuche im Fitness-Studio. Gerade auf Meiworms Position ist schließlich die Kombination aus Athletik und Kraft stark gefragt. In der Vorbereitung erhöht sich das Pensum sogar – und im vergangenen Winter trainierte der Langenfelder sechs Mal pro Woche, teilweise zweimal pro Tag. Kein Wunder, dass es ansonsten gerne mal ruhiger zugehen darf. Neben dem Football zählt Meiworm das Schachspielen und das Golfen zu seinen Hobbys.

Für die Zukunft nimmt sich Meiworm viel vor: „Ich will das Beste aus mir herausholen. Es geht darum, immer wieder den inneren Schweinehund zu überwinden. Mit den Panthern will ich Deutscher Meister werden.“ Zuerst geht es jetzt aber im Nationaltrikot weiter. Und vielleicht ist am Sonntag ein Langenfelder Europameister.

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