Für die Mannschaft des Handball-Drittligisten könnte es am Ende doch nicht reichen.

Für die Mannschaft des Handball-Drittligisten könnte es am Ende doch nicht reichen.
Kreisläufer Dustin Thöne (zum Longericher SC), Torhüter Tobias Geske (HG Remscheid) und Rückraumspieler Tim Menzlaff (Leichlinger TV) verlassen die SG Langenfeld nach dieser Saison.

Kreisläufer Dustin Thöne (zum Longericher SC), Torhüter Tobias Geske (HG Remscheid) und Rückraumspieler Tim Menzlaff (Leichlinger TV) verlassen die SG Langenfeld nach dieser Saison.

Ralph Matzerath

Kreisläufer Dustin Thöne (zum Longericher SC), Torhüter Tobias Geske (HG Remscheid) und Rückraumspieler Tim Menzlaff (Leichlinger TV) verlassen die SG Langenfeld nach dieser Saison.

Langenfeld. Das Spiel heißt neun aus 30, genauer sechs aus 30. Und es ist keine bisher unbekannte Lotto-Variante. Die Chancen auf einen Gewinn sind allerdings ähnlich schwierig. Im Mittelpunkt stehen der Handball-Drittligist SG Langenfeld (SGL) und seine Aussichten im Kampf um den Klassenerhalt. Vor der Saison hatte der Aufsteiger höchstens eine minimale Perspektive, das Abenteuer zu überstehen. Trotzdem wollten es die Langenfelder wagen – selbst auf die Gefahr hin, sang- und klanglos wieder abzusteigen. Inzwischen ist klar, dass sich das Risiko gelohnt hat. Das Team von Trainer Dennis Werkmeister ist für die Konkurrenz kein milde belächelter Punktelieferant.

Vor der SGL liegen noch neun Spiele. Aber drei Mal darf sie nicht davon ausgehen, etwas in der Hand zu haben.

Ausgangspunkt sind 11:31 Punkte und Rang 15, der vorletzte Tabellenplatz. Der letzte Platz dürfte an die SG Ratingen gehen (5:37 Punkte). Wäre heute Schluss, müsste neben Ratingen und der SGL auch der TuS Volmetal absteigen (12:30).

Die nächsten drei Aufgaben werden sich kaum lösen lassen. Langenfeld tritt nach der Karnevalspause beim Zweiten VfL Eintracht Hagen (3. März, 20 Uhr), gegen den Ersten Neusser HV (11. März, 17.30 Uhr) und beim Dritten Longericher SC an (18. März, 18 Uhr). Weil die Verhältnisse so klar sind, gibt es eine konkrete Idee: Die SGL schont die angeschlagenen Spieler so weit wie möglich, um den Endspurt mit vollen Akkus anzugehen. Der finale Sechserpack beginnt am 25. März (17.30 Uhr) gegen Baunatal. In der Hinrunde verlor die SGL in Baunatal mit 25:32 – und scheiterte damals in erster Linie an sich selbst, weil sie innerhalb von ein paar Minuten komplett den Faden verlor. Tipp: Diesmal macht es Langenfeld besser und holt einen Sieg. Dann stehen 13 Punkte auf dem Konto.

Am 1. April (19.30 Uhr) steht die Aufgabe beim Achten SG Schalksmühle-Halver (20:22 Punkte) auf dem Programm. Das Hinrunden-Duell (26:35) folgte dem „Baunataler Muster“ mit einem hohen Rückstand wie aus heiterem Himmel. Tipp: Der Aufsteiger dreht den Spieß um und gewinnt knapp. Dann stehen 15 Punkte auf dem Konto.

Vielleicht entscheidet erst das letzte Saisonspiel am 6. Mai

Am 8. April (17.30 Uhr) zählt gegen Ratingen nur ein Sieg. Ein Erfolg ist deshalb Pflicht, weil die gesamte Konkurrenz ebenfalls noch auf Ratingen trifft. Die SGL gewinnt aber und hat dann 17 Punkte – die jedoch gefühlt weniger wert sind. Anschließend stehen die Spiele am 22. April (19.30 Uhr) in Korschenbroich und am 29. April (18 Uhr) beim VfL Gummersbach II auf dem Programm. Gelten die Hinrunden-Resultate als Maßstab, sind die Chancen in Gummersbach (34:26) größer als die in Korschenbroich (24:32). Gegen Langenfeld spricht, dass der Aufsteiger auswärts gegen direkte Konkurrenten bislang meist gescheitert ist. Beispiele sind das 26:29 in Volmetal, das 24:28 in Ratingen und das 25:32 in Ahlen. Tipp: Langenfeld geht leer aus und bleibt bei 17 Punkten.

Vielleicht entscheidet erst das letzte Saisonspiel am 6. Mai (17.30 Uhr) gegen GWD Minden II, ob das Abenteuer 3. Liga ein Happy End haben wird. Tipp: Die SGL gewinnt zum Abschluss und kommt auf 19 Punkte. Dann hätte die Mannschaft mit 14:16 Zählern nach Teil eins der Serie (5:25) eine großartige Rückrunde gespielt. Sicher ist, dass dafür alles passen muss. Und keiner der besonders wichtigen Spieler wie Tim Menzlaff, André Eich und Dustin Thöne darf in den entscheidenden Partien ausfallen.

Gesamt-Prognose: Langenfeld, das mit der besten Mannschaft in seiner Handball-Geschichte in die Saison gegangen ist, wird das rettende Ufer eher nicht erreichen – es sein denn, im Spiel sechs aus 30 kreuzt noch jemand die passende Zusatzzahl an. Soll heißen: Die SGL braucht einen Erfolg, mit dem nicht zu rechnen war. Auf der anderen Seite sind rund ums Team weiterhin keine zur 3. Liga passenden Handball-Strukturen erkennbar. Ob der Klassenerhalt da überhaupt sinnvoll wäre, ist aber eine andere Frage.

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