Gegen Nauheim schlagen sich die stark ersatzgeschwächten Ice Aliens wacker. Es fehlten nicht nur viele Zuschauer, sondern auch etliche Spieler.

Ratingen. Die Ratinger Eishalle glänzte beim Duell des Eishockey-Oberligisten Ice Aliens gegen die „Roten Teufel“ aus Bad Nauheim durch spärlich gefüllte Ränge. Doch es fehlten nicht nur viele Zuschauer, sondern auch etliche Spieler. Mit nur zwei Reihen musste sich Trainer Markus Weingran begnügen.

Trotzdem lieferte die Rumpftruppe eine kämpferische Leistung bei der 2:6 (0:0, 0:4, 2:2)-Niederlage ab. Immerhin gestalteten die Gastgeber gegen die mit Ausländern gespickten roten Teufel das erste und letzte Drittel ausgeglichen.

Bastian Jakob ersetzt Torsten Schmitt

Zu allem Schwund bei den Aliens durch Verletzungen und Erkrankungen kam noch kurzfristig eine Zerrung von Torhüter Torsten Schmitt hinzu, so dass Bastian Jakob den Kasten sauber halten sollte. Der Schlussmann, der noch gegen Essen ein kurioses Tor verschuldet hatte, machte gegen Nauheim ein gutes Spiel und gehörte zu den besseren Akteuren in seinem Team.

Der erste Sturm setzte sich aus Kapitän Christian Kohmann, Supertalent Thorsten Gries und Artur Tegkajev zusammen. Sie bekamen genau so viel Eiszeit wie die restlichen Stürmer Marc Höveler, Schahab Amini Jia und Dominik Scharfenort.

Überraschend ließ die Leistung des stark dezimierten Teams von Coach Weingran zum Schluss der Partie nicht nach. Auch mit dem ersten Drittel war der Trainer zufrieden: „Wir ließen keine Chancen zu und hatten sogar das bessere Torschussverhältnis.“

Doch dem spielentscheidenden Mittelabschnitt konnte er keine positiven Töne abgewinnen: „Da haben wir einen Blackout gehabt. Meine Mannschaft hat es dem Gegner zu einfach gemacht. Durch die vielen Fehlpässe mussten wir sogar zwei Treffer in Überzahl hinnehmen.“

Im Schlussdrittel zeigten die Hausherren, dass sie das Spiel nicht kampflos aufgeben wollten. Mit vehementen Angriffen kamen sie immer wieder vor das Teufeltor. Artur Tegkajev gelang der erste Ratinger Treffer, und zwölf Minuten später machte er es dem besten Spieler des Abends nach.

Dem routinierten Tobias Schwab gelang es, bei drei Alleingängen jeweils den Puck im Gehäuse unterzubringen. Das gleiche Kunststück vollbrachte Tegkajev, als er in Unterzahl zum 2:5 einnetzte.

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