Hilden wacht erst in der letzten halben Stunde auf, schnürte 04/19 geradezu in ihrer eigenen Hälfte ein. Doch es reicht nicht mehr für einen Sieg über die abstiegsgefährdeten Gastgeber, die mit 1:0 gewinnen.

Carlos Penan umspielt Torhüter Bastian Sube und erzielt gegen den VfB 03 Hilden das 1:0.
Carlos Penan umspielt Torhüter Bastian Sube und erzielt gegen den VfB 03 Hilden das 1:0.

Carlos Penan umspielt Torhüter Bastian Sube und erzielt gegen den VfB 03 Hilden das 1:0.

Achim Blazy

Carlos Penan umspielt Torhüter Bastian Sube und erzielt gegen den VfB 03 Hilden das 1:0.

Ratingen/Hilden. Stefan Schaumburg war restlos bedient. „Das ist peinlich, was wir hier abgeliefert haben“, sagte der Kapitän des Fußball-Oberligisten VfB 03 – da hatte seine Mannschaft gerade beim Ex-Kellerkind Ratingen 04/19 verloren. Und das insgesamt nicht einmal unverdient. „Wir haben vorher gesagt, dass wir kompakt und sicher spielen wollen. Wie es unserem Tabellenstand entspricht“, erklärte Schaumburg. „Und dann treten wir hier auf wie ein Abstiegskandidat.“

„Köpfe freibekommen und dann auf die beiden Kracherspiele gegen Oberhausen und Uerdingen hinarbeiten. Darum muss es für uns jetzt gehen.“

Stefan Schaumburg, Kapitän des Fußball-Oberligisten VfB 03

Erst in der letzten halben Stunde wachten die Gäste richtig auf, schnürten die Ratinger geradezu in ihrer eigenen Hälfte ein. Angeführt vom starken Schaumburg rollte ein Angriff nach dem anderen auf das Tor von 04/19-Keeper Dennis Raschka zu. Der Kapitän selbst vergab jedoch die besten Chancen in der Schlussphase. Ein Kopfball von ihm rauschte über das Tor, ein strammer Schuss von der linken Seite knallte an den rechten Pfosten. „Am Ende hat uns auch ein wenig das Glück gefehlt“, meinte Teammanager Michael Kulm.

Kapitän Schaumburg sah das anders. „Wir haben viel zu spät angefangen, unseren Fußball zu spielen. Wer so in das Spiel geht, muss sich nicht wundern.“

In der ersten Hälfte dominierten die Ratinger die Partie. Nach der ausgeglichenen Anfangsphase war die beste Chance jedoch für die Gäste – der Querpass von Gianluca de Meo, nachdem er Torhüter Raschka bereits ausgespielt hatte. Dieser war jedoch viel zu ungenau. Auf der anderen Seite machte es Carlos Penan für Ratingen deutlich besser. Er tankte sich im Strafraum gegen gleich drei Hildener Abwehrspieler durch, umkurvte noch Schlussmann Bastian Sube und schob den Ball aus spitzem Winkel ins Netz. „So ein Tor dürfen wir natürlich niemals kassieren“, betonte VfB-Trainer Marcel Bastians.

Beflügelt durch den Treffer gehörte den Ratingern die restliche erste Halbzeit. Auf dem Acker, den der Regen aus dem Rasenplatz am Stadionring gemacht hatte, war technischer Fußball jedoch kaum möglich.

„Ich habe meinen Spielern gesagt, dass hier ein neuer Rasen liegt“, meinte Teammanager Kulm. „Wir waren dann aber alle überrascht, in welchem Zustand der Platz war“, fügte er hinzu. Die Torhüter mussten auf beiden Seiten kaum eingreifen – die besten Möglichkeiten vereitelte der Untergrund, indem er die Spieler in aussichtsreicher Position wegrutschen ließ.

Nach der Pause dann zog der VfB die Begegnung mehr und mehr in seine Richtung. Allerdings erreichten zu viele Akteure nicht ihre Form, die nötig wäre, um den Ratingern, die ihre spielerische Unterlegenheit mit großem Einsatz wettmachten, wirklich gefährlich zu werden. Im Gegenteil: In der Schlussphase hätte Carlos Penan das 2:0 erzielen müssen, vergaß jedoch, nachdem er Keeper Sube erneut ausgespielt hatte, den Ball im leeren Tor unterzubringen. „Wir müssen das Spiel dringend abhaken“, meinte Kapitän Schaumburg. „Köpfe freibekommen und dann auf die beiden Kracherspiele gegen Oberhausen und Uerdingen hinarbeiten. Darum muss es für uns jetzt gehen.“

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