Ratingen 04/19 und VfB 03 Hilden treffen aufeinander. Beim FC Kray tritt Baumberg an; Mettmann reist nach Nettetal – und Monheim spielt gegen den VfL Benrath.

Ratingen 04/19 und VfB 03 Hilden treffen aufeinander. Beim FC Kray tritt Baumberg an; Mettmann reist nach Nettetal – und Monheim spielt gegen den VfL Benrath.
Erfolgreich: Mit acht Treffern liegt Pascal Weber (Mitte) auf Rang fünf der Torjägerliste.

Erfolgreich: Mit acht Treffern liegt Pascal Weber (Mitte) auf Rang fünf der Torjägerliste.

RSV-Trainer Karl Weiß will überraschen. Archiv

Olaf Staschik, Bild 1 von 2

Erfolgreich: Mit acht Treffern liegt Pascal Weber (Mitte) auf Rang fünf der Torjägerliste.

Hilden/Ratingen/Mettmann/Monheim. Es ist nun nicht gerade so, dass es in einer doch recht regional begrenzten Liga wie der Fußball-Oberliga großartige Geheimnisse gibt: Jeder kennt jeden, Spieler wechseln untereinander – und so sind die Überraschungen in der Regel überschaubar. Das Duell zwischen Ratingen 04/19 und dem VfB Hilden (Sonntag, 14.30 Uhr) steht dennoch unter einem etwas anderen Stern: Denn der RSV trifft auf Michael Kulm – seinen ehemaligen Sportlichen Leiter, der bis Ende der vergangenen Saison noch in Ratingen in Amt und Würden war.

„Ich freue mich darauf, nach Ratingen zurückzukehren“, sagt Michael Kulm. „Ich habe dort zweieinhalb Jahre sehr gerne gearbeitet und viele nette Leute kennengelernt. Wir sind nicht im Bösen auseinander gegangen. Das wird ein schönes Spiel.“ Von Ratinger Seite gibt es ebenfalls nur Positives zu berichten: „Michael ist ein guter Trainer, er kennt uns natürlich ganz genau“, sagt Karl Weiß, Trainer 04/19. „Er hat mit Hilden schon viele Punkte gesammelt. Aber wir wollen gegen Hilden etwas in Ratingen behalten, das ist klar.“

RSV-Trainer Weiß ist sich sicher, dass er Kulm vor ein paar Überraschungen stellen kann. „Ich habe auf jeden Fall einen Plan“, sagt er. „Ob dieser aufgeht, werden wir dann noch sehen. Die Mannschaft hat jedenfalls sehr fleißig trainiert.“ Einen kleinen Vorteil für seine Mannschaft sieht er darin, dass die Partie auf Naturrasen stattfindet. „Hilden bestreitet seine Spiele ja meist auf Kunstrasen. Das ist schon ein Unterschied.“ Dafür sei der VfB aber eingespielter.

Der Endspurt vor Weihnachten hat es in diesem Jahr für die Fußballer des VfB 03 in sich. Denn die Hildener bekommen es in den nächsten Tagen gleich mit drei Hochkarätern zu tun. Da ist zunächst am Sonntag die Partie in Ratingen. Drei Tage später ist das Pokalduell gegen den Regionalligisten RotWeiß Oberhausen terminiert, das vergangenen Samstag ausfiel, weil die Stadt den Rasenplatz am Bandsbusch aufgrund der Regenmassen für unbespielbar erklärte. Am Mittwoch (19.30 Uhr) starten die beiden Kontrahenten den nächsten Versuch, das Viertelfinale im Niederrheinpokal erfolgreich über die Bühne zu bringen. Und weil aller guten Dinge drei sind, folgt in einer Woche Sonntag noch der Vergleich mit Oberliga-Spitzenreiter KFC Uerdingen – ebenfalls auf dem Naturrasen der Bandsbusch-Anlage. Michael Kulm ist froh, dass der Kader gerade in dieser harten Phase wieder gut gefüllt ist. „Dreimal Stadion, dreimal tiefer Rasen, drei starke Gegner – da wird den Jungs einiges abverlangt“, sagt der Teammanager des VfB 03.

Für Baumberg wäre ein Sieg beim Vorletzten FC Kray Gold wert

Die Situation sieht auf den ersten Blick komfortabel aus. Mit Platz neun kann der Fußball-Oberligist SF Baumberg (SFB) ja gut leben, weil diese Position am Ende der Saison locker zum Klassenerhalt reicht. Auf den zweiten Blick ist die Lage aber nicht ungefährlich, denn das Team von Trainer Salah El Halimi hat mit 18 Zählern lediglich drei Punkte mehr als der TV Jahn Hiesfeld (15), der als 15. den ersten Abstiegsplatz einnimmt. Klar: Für die Sportfreunde liegen Chance und Risiko am Sonntag (15 Uhr) beim Vorletzten FC Kray dicht beieinander. Vor dem Auftritt müssen sich die Sportfreunde noch intensiv mit sich selbst beschäftigen – weil es personelle Sorgen in Hülle und Fülle gibt.

Der SFB-Coach will gelassen mit den Gegebenheiten umgehen. „Da müssen wir durch“, betont der 40-Jährige. Das grobe Strickmuster für die Aufgabe dürfte längst feststehen, weil die Partie für die erst am Ende der vergangenen Saison aus der Regionalliga abgestiegenen Hausherren bei fünf Zählern Rückstand fast die letzte Möglichkeit ist, im Kampf um den Klassenerhalt den Anschluss ans rettende Ufer zu halten.

Baumberg wird seine Führungsspieler wie Kosi Saka oder Ivan Pusic mehr denn je brauchen.

Gleichzeitig braucht die Mannschaft eine bessere Chancenverwertung, um Enttäuschungen wie das jüngste 3:3 gegen den Letzten Hönnepel-Niedermörmter zu vermeiden.

Aufsteiger Mettmann reist mit dezimiertem Team nach Nettetal

Zu einem Duell der Tabellennachbarn kommt es am Sonntag um 15 Uhr in Nettetal. Für den ASV Mettmann ist es die weiteste Anreise, geht es doch an die holländische Grenze nahe Venlo zu SC Union Nettetal. „Im Gegensatz zu den normalen Auswärtsspielen werden wir diesmal mit dem Bus anreisen“, sagt Michael Kirschner. Der Mettmanner Coach sieht der Aufgabe mit einigem Optimismus entgegen.

Kirschner muss zwar auf die Leistungsträger Severin Przybylski (gesperrt) und Henning Kawohl (grippaler Infekt) verzichten, sieht das aber angesichts des großen Kaders recht entspannt. „Ich habe im bisherigen Saisonverlauf noch keine Begegnung mit meiner Wunschelf bestreiten können. Die Mannschaft hat diese Ausfälle oft genug mit Kampf und Laufbereitschaft sowie der richtigen Spieleinstellung kompensiert“, lobt der ASV-Übungsleiter seine ehrgeizigen Spieler. Und macht deutlich, dass er mit dem bisherigen Abschneiden als Aufsteiger sehr zufrieden ist. Er hat Recht, denn als Tabellensechster liegt er mit seinem Team über der Sollvorgabe.

Als neuen Torhüter verpflichtet Monheim Jonas Agen

Am vergangenen Wochenende standen wegen des Totensonntags keine Meisterschaftsspiele auf dem Programm. Diese Lücke wolle Dennis Ruess, der Trainer des Fußball-Landesligisten FC Monheim (FCM), sinnvoll nutzen. Deshalb machte er einen Test gegen den Oberligisten VfR Krefeld-Fischeln ab. Nachher gab es aber lange Gesichter – was weniger am 1:3 lag, sondern an der Verletzung von Kapitän André Maczkowiak. Beim Wegfausten einer Flanke zog sich der routinierte Torhüter in der 55. Minute einen Kapselriss in der Schulter zu und der wird in diesem Jahr nicht mehr zur Verfügung stehen.

Über den vor der Saison von TuRU Düsseldorf gekommenen Yannic Intven traten die Verantwortlichen in Kontakt zu Jonas Agen, der lange Stammtorhüter beim Düsseldorfer Oberligisten war. In der vergangenen Saison musste sich der 32-Jährige immer wieder mit Schulterproblemen herumschlagen und verlor dadurch seinen Stammplatz. Am Ende der Spielzeit 2015/2016 hörte er bei TuRU auf, so dass er jetzt ab sofort für den FCM spielberechtigt ist.

Am Sonntag geht es darum, die jüngste Heim-Misere zu beenden – denn der Landesligist gewann zuletzt lediglich eine von sechs Partien im Rheinstadion. Trotzdem will der FCM gegen den Nachbarn VfL Benrath dann alles für einen Sieg tun (Sonntag, 14.30 Uhr, Rheinstadion).

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