Der Ratinger Eishockey-Regionalligist muss heute Abend gegen Herford gewinnen.

Die Ice Aliens dürfen sich gegen Herford keinen Ausrutscher leisten.
Die Ice Aliens dürfen sich gegen Herford keinen Ausrutscher leisten.

Die Ice Aliens dürfen sich gegen Herford keinen Ausrutscher leisten.

Achim Blazy

Die Ice Aliens dürfen sich gegen Herford keinen Ausrutscher leisten.

Ratingen. 60 Prozent. Das ist etwas mehr als die Hälfte – aber weit entfernt vom Maximum. In etwa bei diesem Wert sieht Alexander Jacobs das abgerufene Leistungspotenzial der Ratinger Ice Aliens im ersten Spiel des Play-off-Halbfinales der Regionalliga West. „Ein trauriger Wert“, gibt der Trainer zu. Folgerichtig verlor sein Team das erste Spiel der „best of five“-Serie 2:5 und steht bereits vor Spiel zwei (heute, 20.30 Uhr) in Herford mit dem Rücken zur Wand.

„Wir müssen das Spiel gewinnen, um die Serie wieder in der eigenen Hand zu haben“, betont Jacobs. „Aber dafür müssen alle eine Schippe drauf legen. Ich habe den Jungs gesagt: Ich kann euch motivieren. Ich kann euch eine Taktik mit auf den Weg geben. Aber auf dem Eis seid ihr es, die Leistung bringen müsst.“

In Herford erwartet die Ratinger eine stimmungsvolle Aufgabe

Überraschend war die Niederlage vor allem deshalb, weil die Aliens pünktlich zum Play-off-Beginn gegen Diez-Limburg ihre besten beiden Saisonspiele abgeliefert haben. „Ich kann es mir auch nicht erklären“, sagt Stürmer Tobias Brazda. „Spielerisch sind wir Herford unterlegen – aber manchmal schlägt Wille Talent. Das darf uns nicht noch einmal passieren.“ Der Angreifer musste im ersten Spiel ohne seine beiden Reihen-Partner Tim Brazda und Benjamin Hanke auskommen, die im Viertelfinale noch die Diezer auseinander gewirbelt hatten. „Das ist schade“, sagt Brazda. „Es ist eingespielt halt immer einfacher. Ich bin froh, dass Benjamin gegen Herford wieder spielen kann, für Tim wird es ja diese Saison nichts mehr.“

Es gibt durchaus mehr, was den Aliens Mut macht. „Im zweiten Drittel waren wir nach dem Anschlusstreffer zum 2:3 absolut dran“, sagt Jacobs. „Das Genick gebrochen hat uns die Strafe kurz vor der Pause und das frühe Gegentor im letzten Drittel. Sonst hätten wir das vielleicht noch gedreht. Ich denke, dass Herford bei uns bereits am oberen Leistungslimit gespielt hat. Wir haben also noch Potenzial nach oben.“ Mag stimmen – falls aber seine Schützlinge dieses nicht mehr rechtzeitig abrufen, könnte die Saison trotzdem schon bald vorbei sein. „Wir müssen das Spiel gewinnen“, betont Brazda. „Einen 0:2-Rückstand noch einmal aufzuholen, ist nicht unmöglich – aber verdammt schwer.“

In Herford erwartet die Ratinger jedenfalls eine stimmungsvolle Aufgabe. 1000 Zuschauer gehen in die Halle, die bereits ausverkauft ist. Das Spiel soll um 20.30 Uhr beginnen, weshalb die Aliens bereits um 15 Uhr aus Ratingen abfahren. „Weil das aber eine private Halle ist, fangen wir nie vor viertel vor oder gar neun Uhr an“, betont Jacobs. „Das ist eigentlich eine bescheuerte Zeit zum Eishockey spielen.“

Hinzu kommt, dass den Aliens auch heute sechs Spieler fehlen werden. Die beiden Musgas, Sebastian Schröder und Dominik Scharfenort sind weiter verletzt, Lucas Leuschner fehlte zuletzt aufgrund der Grippe. „Das alles darf aber keine Ausrede sein, wir haben immer noch eine ordentliche Mannschaft“, sagt Jacobs. Sein Team muss nach der bitteren Auftaktpleite wieder aufstehen: „Es wird Zeit für unseren ersten Sieg in Herford.“

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