In der Serie „best of three“ sorgten Benjamin Hanke und die Zwillinge Tim und Tobias Brazda gegen die EG Diez-Limburg für die Entscheidung. Die Ratinger setzten sich mit 9:6 durch.

In der Serie „best of three“ sorgten Benjamin Hanke und die Zwillinge Tim und Tobias Brazda gegen die EG Diez-Limburg für die Entscheidung. Die Ratinger setzten sich mit 9:6 durch.
Der Goalie des Diez-Limburger Teams, Alexander Neurath, bekam gegen die Ice Aliens alle Hände voll zu tun. Hier zum Beispiel prüft ihn der Ratinger Verteidiger Simon Migas (2.v.l.).

Der Goalie des Diez-Limburger Teams, Alexander Neurath, bekam gegen die Ice Aliens alle Hände voll zu tun. Hier zum Beispiel prüft ihn der Ratinger Verteidiger Simon Migas (2.v.l.).

Achim Blazy

Der Goalie des Diez-Limburger Teams, Alexander Neurath, bekam gegen die Ice Aliens alle Hände voll zu tun. Hier zum Beispiel prüft ihn der Ratinger Verteidiger Simon Migas (2.v.l.).

Ratingen. Es wurde viel geredet vor dem ersten Play-off-Viertelfinalspiel der Ratinger Ice Aliens am Freitag. Über den gefährlichen Paradesturm der EG Diez-Limburg zum Beispiel, gegen den sich die Außerirdischen wappnen mussten. Doch der Top-Angriff der Gäste war nichts gegen das, was Benjamin Hanke zusammen mit Tim und Tobias Brazda auf das Eis zauberte. Die Sturmreihe der Ice Aliens erlegte die Gastmannschaft mit fünf Treffern beim 9:6 (1:0, 6:3, 2:3)-Sieg quasi im Alleingang. Die Mannschaft von Trainer Alexander Jacobs führt in der „best-of-three“-Serie somit 1:0.

Bei den Gästen saßen nur elf Feldspieler auf der Einwechselbank

Schon vor Spielbeginn war klar, dass die Partie für die Gäste eine schwierige Aufgabe werden würde. Denn viel mehr als ihre Top-Reihe um Martin Brabec, Matthew Fischer und Konstantin Firsanov hatten die Limburger gar nicht erst mit nach Ratingen gebracht. Zwölf Feldspieler standen auf dem Spielberichtsbogen, nur elf saßen tatsächlich auf der Einwechselbank – und am Ende spielten die Gäste mit drei Verteidigern und insgesamt zehn Feldspielern – zu wenig, um den Ratingern ernsthaft gefährlich zu werden. Die Außerirdischen brauchten ein Drittel, um in die Partie zu kommen. Obwohl deutlich überlegen, waren klare Chancen Mangelware. So war es ein Unterzahlspiel, das die Führung bringen sollte. Alexander Schneider schloss einen Konter mustergültig ab.

Im zweiten Drittel fielen die Tore wie reife Früchte von den Bäumen

Der Mittelabschnitt indes hatte es in sich. Alles, woran es in den ersten 20 Minuten mangelte, wurde nun im Überfluss nachgeholt: Es wurde giftiger, offener – und die Tore fielen wie reife Früchte von den Bäumen. Die Brazda-Brüder stellten unter Beweis, wofür sie geholt wurden und lieferten just im richtigen Moment gemeinsam mit dem ebenfalls während der Saison reaktivierten Hanke ihr wohl bestes Saisonspiel ab. Jeder der fünf Treffer des Trios (zweimal Tim, einmal Tobias Brazda sowie zwei Hanke-Tore) war schön herausgespielt – mit dem 6:3 als Sahnehäubchen nach einer wunderschönen Kombination über mehrere Stationen.

Vor allem zeigten sich die Aliens von Gegentoren recht unbeeindruckt. 30 Sekunden nach dem 1:1 durch Firsanow traf Tim Brazda wieder zur Führung, auch nach dem 3:2 dauerte es nur 27 Sekunden bis zum nächsten Ratinger Tor.

Und die Gäste? Dort fiel nur noch Firsanov auf: Mit drei Toren – und mit ziemlich schmutzigem Spiel. Es gab keine Rangelei, in die der ehemalige DEL-Spieler nicht verwickelt war, mit dem negativen Höhepunkt kurz vor Ende des zweiten Drittels, als er unbeachtet von den Schiedsrichtern Florian Pompino niederstreckte und mit viel Glück nur zwei Minuten erhielt.

Im Schlussdrittel lieferten sich beide Teams noch einmal ein ziemlich wildes Herumgehacke – mit erneut vielen Toren. Die Hanke-Brazda-Brazda-Reihe legte ihren fünften Treffer des Abends nach, Firsanov wütete sich weiter über das Eis (und wurde von Pascal Behlau unschön gefoult), der Sieg der Ratinger kam jedoch zu keinem Zeitpunkt mehr in Gefahr. Doch die Unkonzentriertheiten in der Abwehr und eigener Überzahl wird Trainer Jacobs vor dem zweiten Spiel der Serie ziemlich genau registriert haben.

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