Im ersten Spiel gegen die Soester EG gewann die Ratinger mit 3:1.

Im ersten Spiel gegen die Soester EG gewann die Ratinger mit 3:1.
Dennis Fischbuch (Mitte) ließ sich in dieser Szene von seinem Soester Gegenspieler nicht aus der Fassung bringen.

Dennis Fischbuch (Mitte) ließ sich in dieser Szene von seinem Soester Gegenspieler nicht aus der Fassung bringen.

Achim Blazy

Dennis Fischbuch (Mitte) ließ sich in dieser Szene von seinem Soester Gegenspieler nicht aus der Fassung bringen.

Ratingen. Als bereits die letzten beiden Minuten in der Eishalle am Sandbach liefen, zogen die Gäste aus Soest das letzte übliche Register im Eishockey. Beim Stande von 2:1 für die Ratinger Ice Aliens nahm der Aufsteiger seinen Torhüter vom Eis, um mit einem Feldspieler mehr noch etwas Zählbares beim amtierenden Meister der Regionalliga West zu ergattern. Und tatsächlich fiel noch ein weiterer Treffer – allerdings nicht für Soest und ohne dass der Puck überhaupt die Torlinie überquert hatte. Die Unparteiischen entschieden auf ein technisches Tor für die Ice Aliens, die das Premieren-Duell gegen Soest dadurch mit 3:1 (0:0, 2:1, 1:0) für sich entscheiden konnten.

Bis zum ersten Tor mussten die Fans eine halbe Stunde warten

Dennis Fischbuch war wenige Sekunden vor Schluss auf dem Weg zum leeren Tor von hinten gefoult worden. Weil kein Gegenspieler mehr zwischen dem leeren Gehäuse und dem Aliens-Kapitän war, sieht das Regelwerk ein technisches Tor vor. Egal, ob der Puck nun im Netz war oder nicht. „Wir haben versäumt, das Spiel früher für uns zu entscheiden. Aber wir haben gewonnen, und nur darum geht es“, sagte Trainer Alexander Jacobs. Vor dem entscheidenden Treffer von Fischbuch hatten die Ice Aliens zahlreiche Möglichkeiten, doch es dauerte eine halbe Stunde lang, ehe Verteidiger Dustin Schumacher in der 30. Minute den ersten Treffer des Abends erzielte.

Aber Schumacher glänzte gegen Soest ebenfalls als Vorbereiter, wenn auch nicht als direkter. Nur drei Minuten nach seinem Führungstreffer leitete der robuste Verteidiger einen Angriff ein, den Pascal Behlau auf Zuspiel von Dennis Appelhans vollendete (33.). Für Schumacher war es der zweite Assistpunkt der laufenden Saison und für die Aliens gleichzeitig ein Treffer in Überzahl. Zur Erinnerung: Gegen Neuss hatte Jacobs das Überzahlspiel seiner Mannschaft noch kritisiert und deshalb im Training unter der Woche noch einmal gezielt üben lassen. Noch vor der Schlusssirene des zweiten Drittels erzielten die Gäste jedoch den Anschlusstreffer (38.) und hielten die Partie weiter offen – bis zum entscheidenden technischen Tor durch Fischbuch.

„Unsere Chancenausbeute muss besser werden. Aber wir haben gewonnen und stehen oben, obwohl wir ein Spiel weniger haben“, meinte Jacobs. „Das gibt uns Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben.“ Und diese haben es mit einem Auswärtsspiel bei den Eisadlern Dortmund und einem Heimspiel gegen den Herforder EV durchaus in sich.

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