Gegen den Neusser EV brauchten die Ratinger einen langen Atem. Gegen die Eisadler scheiterten sie dagegen im Penaltyschießen.

Gegen den Neusser EV brauchten die Ratinger einen langen Atem. Gegen die Eisadler scheiterten sie dagegen im Penaltyschießen.
Robert Licau scheitert in dieser Szene am Neusser Keeper Ken Passmann. Kurz vor Schluss kassierte der Stürmer eine Spieldauer-Strafe.

Robert Licau scheitert in dieser Szene am Neusser Keeper Ken Passmann. Kurz vor Schluss kassierte der Stürmer eine Spieldauer-Strafe.

Achim Blazy

Robert Licau scheitert in dieser Szene am Neusser Keeper Ken Passmann. Kurz vor Schluss kassierte der Stürmer eine Spieldauer-Strafe.

Ratingen. Kurz vor dem Ende wurde es am Sandbach noch einmal richtig böse. Sieben Minuten waren noch zu spielen in der Eishockey-Viertligapartie zwischen den Ratinger Ice Aliens und dem Neusser EV, als Maurice Musga schwer vom Neusser Sascha Drehmann gefoult wurde. Die Folge waren ein übles Handgemenge – und noch drei Tore für die nun wütenden Gastgeber, die Neuss erst spät mit 7:1 (0:1, 2:0, 5:0) deklassierten. Musga musste mit der Trage vom Eis. Drehmann erhielt eine Matchstrafe, ebenso Dennis Appelhans, Robert Licau und Simon Migas. Danach trafen Stepan Kuchynka (56.), Milan Vanek und Maurice Becker (beide 57.) zum am Ende etwas zu deutlichen Aliens-Erfolg. Denn danach sah es lange Zeit nicht aus.

Gäste-Torwart Ken Passmann vereitelte reihenweise Chancen

In der elften Minute gingen die Gäste vor 329 Zuschauern sogar in Führung. Pascal Rüwald traf, die Aliens wirkten erst einmal geschockt. Dazu kam der starke Ken Passmann im Gäste-Tor, der reihenweise Chancen vereitelte. Es dauerte 25 Minuten, bis Dennis Fischbuch einen Abpraller nach einem Schlagschuss von Jan-Philipp Priebsch abstaubte und das 1:1 erzielte. Nach 32 Minuten traf Dominik Scharfenort zum 2:1 per Schlagschuss in Überzahl.

Der Widerstand der dezimierten Neusser brach im Schlussdrittel: Kevin Wilson erzielte das 3:1, bevor wieder Scharfenort den vierten Treffer nachlegte. Was dann folgte, war handgreiflich – und zählbar. Nämlich ein böses Foul, viele Schlägereien und drei weitere Tore.

2:0 geführt und doch verloren – diese schmerzhafte Erfahrung mussten die Ratinger dagegen in der Endrunde der 1. Liga West machen: Bei den Eisadlern aus Dortmund gab es eine unerwartete 2:3-Pleite nach Penaltyschießen. Dabei war es am Ende Aliens-Torhüter Christoph Oster zu verdanken, dass die Gäste überhaupt noch einen Punkt aus dem Ruhrpott mitnahmen. Dabei ging es aus Ratinger Sicht gut los: Überlegen waren sie zwar nicht – dafür aber cleverer bei der Chancenverwertung. Auf der einen Seite hatten die Aliens Glück bei einem Lattentreffer, auf der anderen Seite brachte Priebsch den Puck nach einem Konter im Tor unter. Als Maurice Becker kurz vor der ersten Pause zum 2:0 traf, schien der Weg für den nächsten Erfolg geebnet.

Im Mitteldrittel drehte Dortmund jedoch mächtig auf. Nach dem Ausgleich (29.) stand Osters Tor unter Dauerbeschuss. Einzig den Schuss von Malte Bergstermann (42.) musste er passieren lassen. Vier Strafzeiten überstanden die müde wirkenden Gäste schadlos, schleppten sich so ins Penaltyschießen. Dort verwandelte Florian Pompino den entscheidenden Schuss zum Sieg für die Gastgeber.

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