In der Regionalliga wollen die Ratinger vor den Playoffs noch die Bären Neuwied überholen und auf Rang drei klettern. Der Anfang ist mit einem Sieg gemacht.

In der Regionalliga wollen die Ratinger vor den Playoffs noch die Bären Neuwied überholen und auf Rang drei klettern. Der Anfang ist mit einem Sieg gemacht.
Thomas Dreischer glich für die Ice Aliens gegen die Kobras zum 1:1 aus.

Thomas Dreischer glich für die Ice Aliens gegen die Kobras zum 1:1 aus.

Achim Blazy

Thomas Dreischer glich für die Ice Aliens gegen die Kobras zum 1:1 aus.

Ratingen. Im vorletzten Spiel der Hauptrunde haben die Ratinger Ice Aliens einen wichtigen und verdienten Heimerfolg eingefahren und halten damit weiterhin den Druck auf den Dritten Bären Neuwied hoch. Vor 415 Zuschauern am Ratinger Sandbach, besiegte der Eishockey-Regionalligist die Dinslakener Kobras mit 5:3 (2:1, 1:1, 2:1). „Für mich war es eine schwierige Situation als Ersatz-Trainer. Wir haben unser Soll erfüllt, auch wenn es am Ende nicht das Ergebnis war, was wir erwartet haben“, sagte Aliens-Interimscoach Christian Müller. Wegen des schlechteren Torverhältnisses bedeutet das weiterhin Rang vier in der Tabelle hinter den punktgleichen Bären. Allerdings hat Neuwied noch zwei Partien, die Aliens am nächsten Sonntag (19 Uhr) nur noch eine in Soest.

Die „Außerirdischen“ gerieten erst einmal in Rückstand

Nachdem die Aliens zuletzt mehrfach früh in Führung gegangen waren, lief es dieses Mal andersherum. Joey-Max Menzel brachte die Gäste mit dem ersten Angriff in Führung. Christoph Oster schien die Scheibe sicher gehabt zu haben, doch Menzel konnte den noch freiliegenden Puck zwischen Osters Beinen hindurch ins Tor schieben (4.). Ratingens Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Mit einer schönen Einzelaktion schaute sich Thomas Dreischer Dinslakens Goalie Felix Zerbe aus und vollstreckte sicher zum Ausgleich (8.). Fortan fanden die Außerirdischen deutlich besser in die Partie und spielten sich im Minutentakt Chancen heraus. Noch vor der Pause brachte Tim Brazda die Hausherren verdient mit 2:1 in Führung. Auch er verwandelte, wie schon Dinslaken zu Beginn der Begegnung, durch die Schoner von Gäste-Schlussmann Zerbe (14.).

Dass er auch technisch versiert Tore erzielen kann, zeigte Tim Brazda zu Beginn des zweiten Abschnitts. Im Eins auf Null gegen Zerbe netzte Brazda der Aliens-Stürmer die Scheibe sehenswert mit der Rückhand über die Stockhand des Kobras-Torhüters ein (22.). Nach mehreren Minuten in Unterzahl, welche die Ratinger gut überstanden hatten, gelang Joey-Max Menzel mit seinem zweiten Tor des Abends der Anschlusstreffer für Dinslaken (29.). Auch bei diesem Treffer sah Aliens-Schlussmann Christoph Oster nicht sonderlich gut aus, weil die Scheibe erneut den Weg durch seine Beine fand. Die Hausherren wirkten nicht geschockt, machten sich das Leben allerdings mit sehr vielen Fehlpässen im Aufbauspiel selber schwer. Stepan Kuchynka ließ in der Offensive noch eine Großchance liegen, die Kobras-Torwart Zerbe am langen Pfosten toll entschärfte.

In Unterzahl gelang den Ice Aliens das vorentscheidende 4:2

Anfang des Schlussdrittels folgte erneut eine Hinausstellung gegen Ratingens Kuchynka. Statt dem Ausgleich der Gäste sahen die Zuschauer einen hellwachen Thomas Dreischer, der Dinslakens Zerbe bei seinem Doppelpack zum 4:2 keine Chance ließ (44.). Tim Brazda machte mit seinem Hattrick zum 5:2 (47.) alles klar – es war die Vorentscheidung in einem sehr engen Spiel, welches die Aliens auch durchaus hätten verlieren können. Dinslaken hielt mit vier Verteidigern und acht Stürmern über lange Strecken sehr gut mit. Am Ende stand jedoch der Arbeitssieg der Außerirdischen auf der Anzeigetafel. „Anfang des dritten Drittels hatten wir eine sehr gute Phase. Das hatte ich eigentlich über 60 Minuten erwartet. In den Play-offs müssen, und werden wir besser spielen“, erklärte Müller.

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