Der Förderverein des Mettmanner Hockeyvereins will eine Sporthalle bauen.

Mettmanns Hockey-Cracks in Aktion. Hier spielen sie noch in der Sporthalle an der Herrenhauser Straße. Wenn sich der Förderverein durchsetzt, wird man künftig in den eigenen vier Wänden auflaufen.  (Archiv
Mettmanns Hockey-Cracks in Aktion. Hier spielen sie noch in der Sporthalle an der Herrenhauser Straße. Wenn sich der Förderverein durchsetzt, wird man künftig in den eigenen vier Wänden auflaufen. (Archiv

Mettmanns Hockey-Cracks in Aktion. Hier spielen sie noch in der Sporthalle an der Herrenhauser Straße. Wenn sich der Förderverein durchsetzt, wird man künftig in den eigenen vier Wänden auflaufen. (Archiv

Simone Bahrmann

Mettmanns Hockey-Cracks in Aktion. Hier spielen sie noch in der Sporthalle an der Herrenhauser Straße. Wenn sich der Förderverein durchsetzt, wird man künftig in den eigenen vier Wänden auflaufen. (Archiv

Mettmann. "Nur mit dem Verkauf von Erbsensuppe und Würstchen ist eine neue Hockeyhalle sicher nicht zu finanzieren", sagt Hagen Goetzke. "Aber", so der 41-Jährige, "diese Verkaufsaktion am Karnevalssamstag ist der erste Schritt auf dem Weg zu unserem großen Ziel." Goetzke ist Vorsitzender des Fördervereins "Hockey-Sporthalle Mettmann". Und das "große Ziel" formuliert er so: "Wir vom Tennis- und Hockeyverein Mettmann wollen eine neue Hockeyhalle in Mettmann bauen."

500 000 Euro sollen in Eigenregie aufgebracht werden

Ginge es nach dem THC, wäre eine Hockeyhalle schon längst fest mit in die Planungen des neuen Mettmanner Sportzentrums integriert worden. "Aber für diese Halle war bei dem gesamten Baukonzept leider kein Geld da", erklärt Goetzke. Diese ernüchternde Nachricht war für die Hockey-Fans aber kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken.

Im Gegenteil: Im Oktober fanden sich Eltern von Jugendspielern und aktive Mitglieder des THC Mettmann gemeinsam mit einigen Privatpersonen zusammen und gründeten den Förderverein. Jetzt sollen die rund 500 000 Euro für den Bau in Eigeninitiative aufgebracht werden.

"Wir tun alles, um das möglichst schnell zu schaffen. Wir brauchen die Hockeyhalle dringend für mehr Platz", spielt Hagen Goetzke, dessen drei Kinder in den Jugendteams des THC spielen, auf die große Hallenzeit-Problematik an. Die neun Jugendmannschaften, die laut Goezke zwischen 80 und 90 Prozent der rund 250 Mitglieder der Hockeyabteilung stellen, müssen sich zurzeit pro Woche 15 Hallenstunden teilen.

"Das bedeutet, dass bei den Trainingseinheiten fast immer 40, 50 Kinder in der Halle sind. Bei der Enge bleiben Spaß und Trainingsqualität häufig auf der Strecke." Und dies sei schade, "weil wir eine große und erfolgreiche Jugend haben".

Benefizturniere und andere Veranstaltungen folgen

Der Tennis- und Hockey-Club Grün-Weiß wurde als TC 03 Mettmann 1903 als reiner Tennisverein gegründet. 1948 wurde der Hockeysport integriert. Aktuell hat der Verein rund 500 Mitglieder. Die verteilen sich etwa jeweils zur Hälfte auf sieben Tennis- und 13 Hockeyteams. Die erste Herrenmannschaft spielt derzeit in der Oberliga, das Damenteam ist in der Verbandsliga aktiv.

Der Förderverein "Hockey-Sporthalle Mettmann" wird am Samstag beim Karnevalszug Erbsensuppe und Würstchen unters Volk bringen. Ab 13 Uhr können sich hungrige Narren auf dem Jubiläumsplatz vor dem Reisebüro mit herzhafter Kost versorgen und mit jedem Kauf nebenbei den Förderverein finanziell unterstützen.

Vorbild Die Halle soll nach dem Vorbild der Sportstätte des Düsseldorfer Hockeyclubs DSC 99 gebaut werden, deren Bau 450000 Euro verschlang. "Die Halle ist eine reine, schlichte und doch moderne Sporthalle ohne großen Firlefanz. Genau das wollen wir", so Hagen Goetzke.

Neben der närrischen Verkaufsaktion von Erbsensuppe und Würstchen wollen die 26 Mitglieder des Fördervereins daher künftig weitere Aktionen, wie Benefizturniere, folgen lassen. "Ob vom Land oder von Privatpersonen, wir sind zusätzlich aber auch auf Fördermittel und Spenden angewiesen ", so der Vorsitzende.

Für die neue Halle sei vom zuständigen Architekten schon Platz auf dem Grundstück des neuen Sportzentrums eingeplant worden. "Den Platz hätten wir, und eigentlich weiß jeder, dass die Halle kommen soll. Wir müssen das Geld besorgen, dann können vielleicht zumindest schon die Anschlüsse und Leitungen für Elektrik und Wasser vorbereitet werden", sagt Goetzke.

Er hofft, für das Projekt noch andere Vereine als Finanzierungspartner zu gewinnen: "Im Sommer wird Hockey im Freien gespielt, und im Winter trainieren wir nur nachmittags und abends. Da wären noch Kapazitäten für andere Sportarten und Vereine frei."

Eine Frist für die Beschaffung des Geldes hat sich der Förderverein "Hockey-Sporthalle Mettmann" nicht gesetzt. Aus gutem Grund: "Wir haben erst vor drei Monaten mit dem Projekt begonnen und müssen einfach abwarten, wann wir genug Geld zusammenbekommen haben."

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