Nachfolgerin von Trainer Cem Karal ist Nadine Homann.

Hilden. Als die Basketballer des TuS 96 in der vergangenen Saison mit einem 76:61-Erfolg bei der BG Kaarst-Büttgen im Endspurt der Oberliga noch auf Rang vier kletterten, war Cem Karal erleichtert. Fünf Saisons betreute der 39-Jährige das Hildener Team, mit dem er gleich zu Beginn den Aufstieg in die 2. Regionalliga schaffte. Erst nach drei Jahren folgte wieder der Abstieg in die Oberliga. „Verdient“, wie Karal ehrlich zugab.

Denn schon in der Spielzeit 2016/17 lief der Meisterschaftsbetrieb der ersten Mannschaft nicht wirklich rund. Auch ein Grund, weshalb Karal den Trainerjob beim TuS 96 aufgab und sich eine neue Aufgabe suchte, „die mehr Spaß macht“. Jetzt betreut der 39-Jährige den Zweit-Regionalligisten Barmer TV.

Neuer Coach in Hilden ist Nadine Homann. Die 37-Jährige trainierte fünf Jahre den TuS Opladen, einst Liga-Rivale der Hildener. 2016 trennte sich der Klub überraschend von Homann. Die B-Lizenz-Inhaberin, die früher den Bundesliga-Nachwuchs der Bayer Giants Leverkusen betreute, legte danach als Trainerin auf Leistungssportebene eine Pause ein, konzentrierte sich derweil auf ihre eigene Basketball-Karriere. Inzwischen trägt die gebürtige Düsseldorferin das Trikot des ART Düsseldorf-Süd.

Was sie am Trainerjob in Hilden reizt? „Hier kann ich eine ganz neue Mannschaft aufbauen“, sagt Homann, fügt aber angesichts der vielen neuen Spieler gleich hinzu: „Das ist natürlich auch mit Risiko verbunden.“ Die 37-Jährige war sich mit den Verantwortlichen des TuS 96 schnell einig und ging die Aufgabe engagiert an. Bereits im Juni stand der Kader. „Ich hatte Glück, so viele Neue überzeugen zu können, bei uns in Hilden zu spielen“, sagt sie.

Vom alten Team blieben nur Michael Mulde und Robert Schlüter. Maarten Dahlhaus ging zum Barmer TV, Ahmed Kaichouhi wechselte in die Zweite des TuS 96. Damit senkte sich der Altersdurchschnitt auf 26 Jahre. „Das ist auch nicht ganz so jung, aber wesentlich jünger als die letzten Jahre“, stellt Homann fest.

Jüngere Spieler sollen Chance zum Nachrücken bekommen

Das Ziel für die neue Saison ist klar definiert. „Wir wollen mit dem Oberliga-Team eine Plattform für die jungen Spieler des Vereins bieten – sie sollen die Chance haben, im Herrenbereich unterzukommen.“ Für Homann steht fest: „Mit einem Altersschnitt von 18 bis 28 Jahren kann man super arbeiten. Es macht Spaß, eine Entwicklung zu sehen.“ Die Zusammenarbeit mit Makaty Mbaye, dem Coach der U 18-Jugend, will sie forcieren. Das Training der Herrenmannschaft steht den Talenten jedenfalls offen. Eine gute Gelegenheit, sich mit den Senioren zu messen und Erfahrung zu sammeln. „Die Bindung an den Jugendbereich ist da, der Sprung zu den Senioren ist aber noch relativ groß“, warnt Homann jedoch vor überzogenen Erwartungen und erklärt: „Sie haben noch nicht die körperliche Stabilität wie ein Erwachsener.“

In der Vorbereitung soll das Team zusammenwachsen. Die Basis stimmt, berichtet Homann: „Die Jungs verstehen sich gut und haben Spaß, die Jüngeren akzeptieren die Älteren und umgekehrt.“ Später soll die Mannschaft „den Basketball spielen, den ich gerne sehen möchte“.

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