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Die Spieler des SV Hilden-Nord (hier Benjamin Thoma, Mitte) mussten sich einige Kritik gefallen lassen.

Die Spieler des SV Hilden-Nord (hier Benjamin Thoma, Mitte) mussten sich einige Kritik gefallen lassen.

Stefan Fries

Die Spieler des SV Hilden-Nord (hier Benjamin Thoma, Mitte) mussten sich einige Kritik gefallen lassen.

Hilden. Ohne Leidenschaft, Lauf- und Einsatzbereitschaft kann der SV Hilden-Nord in der Niederrheinliga nicht bestehen. Das wurde bei der 0:2 (0:0)-Heimniederlage gegen den mit drei Niederlagen in Serie im Gepäck zur Furtwängler Straße gekommenen VfL Rhede deutlich.

Sichtlich enttäuscht kommentierte Nord-Trainer Thomas Knüfermann die vierte Saisonniederlage: „Wir haben viel zu wenig Aufwand betrieben, um dieses Spiel zu gewinnen. Heute hat meine Mannschaft im Kollektiv versagt, da war kein energisches Aufbäumen zu erkennen.“ Einzig Torhüter Sebastian Herweg, der mit einigen Glanzparaden zum besten Spieler der Platzherren avancierte, blieb bei der Kritik außen vor.

Nord präsentiert sich ideenlos, hat aber trotzdem Torchancen

Im ersten Durchgang agierten beide Teams noch auf Augenhöhe, wobei Rhede allerdings nach 20 Minuten nach und nach die Initiative übernahm. Schon früh wurde klar, dass den Hildenern über weite Strecken die Ideen und die finalen Pässe fehlen sollten, um die Gäste nachhaltig in Verlegenheit zu bringen. Dennoch gab es in den ersten 45 Minuten drei hochkarätige Möglichkeiten für die Knüfermann-Elf.

Nach der Linksflanke von Dominik Donath (37.) parierte Maik Welling in toller Manier den Kopfball von Matthias Castens. Der VfL-Schlussmann war auch bei der zweiten Chance des Norders (44. – perfekte Ballannahme und Direktschuss) auf dem Posten. Zwei Minuten zuvor traf Donath nur Aluminium. Auf der Gegenseite bewahrte Herweg seine Elf in der Nachspielzeit gegen Kevin Juch vor Ungemach.

Im zweiten Durchgang nahm Rhede gleich das Heft in die Hand. Beim SV Nord fehlten Laufbereitschaft, Einsatzwille und schließlich auch die Passgenauigkeit im Spielaufbau. In den Zweikämpfen kamen die „Roten“ meist einen Schritt zu spät.

Herweg – Kaiser (46. Eckerth), S. Köppen, Petry (72. Okopu), Schmetz; Castens, Thoma, Nendza, Schaumburg, Donath; Aquila (46. Ziegler).

Rhede vertändelte zunächst gute Gelegenheiten (53., 54., 70.), ehe der drei Minuten vorher eingewechselte Kevin Schwing mit einem genau neben dem Pfosten einschlagenden Flachschuss die Führung erzielte.

Kurz danach vereitelte Herweg gegen Juch einen weiteren Gegentreffer, hatte dann aber gegen den Kopfball des langen Abwehrspielers Dimitri Steininger im Anschluss an eine Ecke (85.) keine Abwehrchance. Trotz aller Unzulänglichkeiten schien zwischenzeitlich (81.) sogar der Ausgleich fällig, doch nach dem tollen Diagonalpass von Benni Thoma schoss Castens den Ball volley gegen den Querbalken.

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