Aktion: Ob Kampfsport, Segeln oder Fechten: Beim Sportwochenende informierten die Vereine in der Innenstadt über ihre Angebote.

Die Vorführung der Sportschule auf dem Alten Markt stellte klar, dass Karate für alle Altersgruppen geeignet ist.
Die Vorführung der Sportschule auf dem Alten Markt stellte klar, dass Karate für alle Altersgruppen geeignet ist.

Die Vorführung der Sportschule auf dem Alten Markt stellte klar, dass Karate für alle Altersgruppen geeignet ist.

Dirk Thomé

Die Vorführung der Sportschule auf dem Alten Markt stellte klar, dass Karate für alle Altersgruppen geeignet ist.

Hilden. Mit einer schnellen Körperdrehung holt das Mädchen im weißen Sportanzug aus, tritt mit dem rechten Fuß zur Brust ihres Trainers. Entschlossen blockt der den Angriff mit den Armen ab. Ein Schritt zurück, die Übungsgegner verbeugen sich voreinander. Der Alte Markt wird zur Kulisse für Karate-Training.

In der Fußgängerzone liegt ein Boot

Zwei Tage lang hatten die Hildener Sportvereine die Passanten in der Mittelstraße zum Sportwochenende eingeladen. Vorführungen und Infozelte waren Anlaufstelle für Neugierige.

Vor der Sparkasse liegt eine Boot in der Fußgängerzone. Die hohen, weißen Segel des Fahrzeugs schlagen sacht im Wind. "Das ist eine Pfeiljolle", benennt Hans-Dieter Schäfer von der Segler-Gemeinschaft Hilden den Typ des kleinen Fahrzeugs.

Der Langenfelder ist zu seinem Verein gekommen, als er Satellitenbilder vom Rheinland im Internet durchstöberte: "Da war eine große Wasserfläche zwischen Hilden und Düsseldorf, und ich dachte: ,Da muss man doch segeln können.’"

Er hatte den Elbsee entdeckt - und ja: Dort lässt es sich entspannt segeln. Während an guten Tagen über 300 Boote in Unterbach ablegen, sind auf dem Elbsee oft nur eine Handvoll Vereinsfreunde unterwegs. Außer dem gemütlichen Freizeitsegeln in der Nachbarschaft segelt der Verein auf der Ostsee und am Mittelmeer. Eine Gruppe der Hildener ist engagiert im Regattasport, segelt mit schnellen Katamaranen - das sind leichte Boote mit zwei Rümpfen.

Durch Fechtsport ein besserer Autofahrer

Zum 46. Mal wurde das Hildener Sportwochenende in der Innenstadt organisiert. Ausrichter der Aktions- und Informationstage ist der Stadtsportverband Hilden.

Der Verband wurde 1935 als "Ortsgruppe des Reichsbundes für Leibesübungen" gegründet. Später wurde der Name mehrfach geändert.

49 Vereine mit insgesamt über 12000 Mitgliedern sind im Stadtsportverband organisiert - vom Schachclub über Sportschützen und Billard-Profis bis zum Behindertensport. Rund ein Drittel der Mitglieder sind Kinder.

Neben dem Sportwochenende gehören vor allem die Aktionen rund um das Sportabzeichen zu den Leistungen des Stadtsportverbands. Ab April bis Ende September können Bürger immer freitags ab 18 Uhr das Sportabzeichen auf der Bezirkssportanlage am Bandsbusch ablegen.

Neben der Reformationskirche haben die Fechter des Turn- und Sportvereins 1896 blanken Stahl auf ihren Tischen ausgelegt. Biegsame Degen und Florette, dazu Säbel in verschiedenen Formen. "Man hat keine Angst, wenn man sich mit den Waffen gegenüber steht", ist die Erfahrung von Fechter Udo Penka.

Bis die Sportler bei einem Turnier antreten dürfen, üben sie immer wieder Körperhaltung und Techniken, machen sich mit Gymnastik beweglicher. "Die Reaktionen werden durch das Fechten immer schneller", erklärt Penka den Hauptvorteil seines Sports. Das habe er schon beim Autofahren festgestellt.

Trainer der Kids von der Karate-Schau ist Sahin Ince, Meister im Shotokan Karate. "Das ist der verbreitetste Stil des Karate", erklärt der Sportschulen-Inhaber. Die Kunst des unbewaffneten Kampfs von der Insel Okinawa sei ein Sport für alle Altersgruppen.

Als Junge hat Ince mit Karate angefangen, weil er oft verprügelt wurde. Inzwischen stehen für ihn die gesundheitlichen Vorteile im Mittelpunkt. Eine Krankenkasse habe Karate bereits als Gesundheitssport anerkannt. "Wir helfen Kindern mit Hyperaktivität", erklärt der Trainer.

Die kleinen Sportler könnten sich besser konzentrieren und würden weniger hektisch. Ince: "Die haben sonst keine Möglichkeit, sich auszupowern."

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