Der TBW verliert gegen Borussia Mönchengladbach mit 21:36.

wza_1235x1500_622256.jpeg
Alexander Metz schraubt sich hoch, doch der Linkshänder ging bei der klaren Niederlage gegen Mönchengladbach leer aus.

Alexander Metz schraubt sich hoch, doch der Linkshänder ging bei der klaren Niederlage gegen Mönchengladbach leer aus.

Simone Bahrmann

Alexander Metz schraubt sich hoch, doch der Linkshänder ging bei der klaren Niederlage gegen Mönchengladbach leer aus.

Wülfrath. Mit 21:36 (8:17) wurden Wülfraths Oberliga-Handballer von Borussia Mönchengladbach aus der eigenen Halle gefegt. "Wir schauen uns in Zukunft besser den Damenhandball in Wülfrath an", lautete die vernichtende Meinung einiger Wülfrather Anhänger.

"Das Lob von letzter Woche tat meiner Mannschaft anscheinend nicht gut. Wenn wir weiter als Ansammlung von Einzelspielern auftreten, holen wir keine Punkte", gab sich Trainer Jurek Tomasik gleichermaßen zerknirscht wie fassungslos. Auch die Erklärungsversuche der Spieler endeten im Kopfschütteln und Achselzucken.

Was sich Wülfraths Spieler in den 60 Spielminuten gegen Gladbach erlaubten, glich einer Arbeitsverweigerung. Die Abwehr stand "mit Händen in den Taschen" am eigenen Kreis und schaute vor allem Sascha Ranftler mit großen Augen beim Tore werfen zu. Gegenwehr Fehlanzeige. "Nein, so einfach hatten wir es uns nicht vorgestellt", schmunzelte dann auch Ranftler, der erkannte, dass Wülfrath sich schon "zur Pause aufgegeben hatte".

Gladbach kam zwar träge ins Spiel, leistete sich selbst Fehler, konnte aber dann den Hebel nach knapp 20 Minuten umlegen. Da Wülfraths Angreifer vermehrt die Bälle in des Gegners Arme warfen, kam Gladbach über Konter zu vielen einfachen Toren. Demoralisiert ob der eigenen Leistung geriet die zweite Halbzeit zu einer beinahe mitleiderregenden Vorstellung. Zwar sind es immer noch drei Punkte Abstand zu einem Abstiegsplatz, aber die Situation wird immer heikler.

Gerüchten zufolge wird Norbert Gregorz neuer TBW-Trainer

Spannender als das Spiel war dann die brodelnde Gerüchteküche in der Fliethe. Immer wieder kursierte der Name Norbert Gregorz durchs Foyer. Der ehemalige Trainer des BHC und des Regionalligisten Eintracht Hagen wird als möglicher Nachfolger von Trainer Jurek Tomasik gehandelt.

Wülfrath: Geske, Balkhaus - Horscht (2), Blau (8/3), Sorgnit (1), Lepper (4), Horn (1), Hinkelmann, Teermann (2), Krohm (1), Ehlhardt, Metz, Gerard (2)

"Da ist rein gar nichts dran. Alles nur Gerüchte, wie sie jedes Jahr um diese Zeit vorkommen. Sollten wir in dieser Hinsicht aktiv werden, dann wird die Presse schon informiert", dementiert Abteilungsleiter Jörg Märtens vehement und versucht die Spekulationen im Keim zu ersticken.

Allerdings wurde auch laut über das Verhältnis der Spieler zu Trainer Tomasik gefachsimpelt. Wenn es nicht läuft, ist es immer der erste und einfachste Schritt, am Trainer zu zweifeln. "Er spricht nicht die Sprache der Spieler", lautete ein Vorwurf.

Allerdings waren die einfachsten Anweisungen Tomasiks bis auf die Tribüne verständlich. Was soll ein Trainer machen, wenn seine Spieler simple Vorgaben wie "Arme hoch" oder "spielt endlich mit Geduld" nicht umsetzen und scheinbar ignorieren?

Ursachenforschung verlief an diesem Abend im Sand. Dass die Mannschaft es kann, hatte sie in den vorherigen beiden Spielen bewiesen. Auch mit der Sprache des Trainers. Dieser Rückfall gegen Gladbach sollte einige Akteure dazu bewegen, die eigene Leistung in Frage zu stellen. Mit Achselzucken alleine wird die Klasse nicht gehalten.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer