Der TBW hat erneut den 27-jährigen sehr quirligen Rückraumspieler verpflichtet, der in der vorigen Saison großen Anteil am Aufstieg des Vereins hatte.

Marcel Gerard, wie ihn das Wülfrather Publikum kennt. Immer mit vollem Einsatz hat er sich in der vorigen Saison beim TBW ins Zeug gelegt.
Marcel Gerard, wie ihn das Wülfrather Publikum kennt. Immer mit vollem Einsatz hat er sich in der vorigen Saison beim TBW ins Zeug gelegt.

Marcel Gerard, wie ihn das Wülfrather Publikum kennt. Immer mit vollem Einsatz hat er sich in der vorigen Saison beim TBW ins Zeug gelegt.

Archiv Simone Bahrmann

Marcel Gerard, wie ihn das Wülfrather Publikum kennt. Immer mit vollem Einsatz hat er sich in der vorigen Saison beim TBW ins Zeug gelegt.

Wülfrath. Die Hinrunde der Handball-Oberliga ist vorbei, und Aufsteiger TB Wülfrath, der mit hochgesteckten Zielen in diese Saison gestartet ist, hält die rote Laterne des Tabellenletzten fest in Händen. Am Samstag steht nun die Partie bei Mitaufsteiger SG Dülken an (19.15 Uhr). Und mit dabei sein wird mit Marcel Gerard (27) ein Spieler, der dem TB Wülfrath in der vergangenen Saison maßgeblich beim Aufstieg geholfen hat, dann aber keinen neuen Vertrag erhielt.

Marcel Gerard hat sich beim OSC Rheinhausen fit gehalten

Der TB Wülfrath hatte auch in der Aufstiegssaison den quirligen Rückraum- und Außenspieler nachträglich verpflichtet. Mit seiner engagierten Spielweise war Gerard einer der auffälligsten Spieler und sicherte dem TBW mehrere Punkte. Oft erzielte er die meisten Tore für seine Mannschaft. Nach dem Aufstieg erhielt Gerard dann allerdings keinen neuen Vertrag für die Oberliga-Saison.

Wie die Abteilungsleitung damals erklärte, gab es durch die Neuverpflichtungen "zu viele Überschneidungen mit Gerards Position". Gerard kann sofort eingesetzt werden, da er seit seinem Weggang in Wülfrath nicht mehr gespielt, sondern sich nur noch bei seinem Stammverein, dem OSC Rheinhausen, fit gehalten hat.

In der Hinrunde konnte der Turnerbund in eigener Halle den Gegner von Samstag, Dülken, mit 35:33 besiegen und untermauerte damals mit dem doppelten Punktgewinn die Erwartungshaltung in Wülfrath, in der Oberliga eine ordentliche Rolle zu spielen. Nun sind 13 Spieltage absolviert. Unterschiedlicher hätte die Spielzeit für beide Mannschaften gar nicht verlaufen können.

Während Wülfrath sich Richtung Verbandsliga spielt, hat die SG sich im oberen Tabellenfeld etabliert. "Wie ich gehört habe, sind vor allem die Torhüter extrem besser geworden", sieht Wülfraths Spielertrainer Bodo Leckelt die Gründe dafür.

"Die Dülkener sind seit Jahren eingespielt und gehen jedes Mal an ihr Limit. Bei denen schaffen es auch Spieler, die vielleicht nicht so stark sind, über sich hinauszuwachsen", hat TBW-Co-Trainer Stefan Graedtke einen anderen Ansatz.

Dass Spieler ihr Potenzial komplett abrufen, wünscht man sich auch in Wülfrath. Warum das in dieser Saison nicht klappt, muss sich im Verein jeder fragen. Nicht nur die Spieler, auch Trainergespann und Vereinsführung sind gefordert.

Krohm fällt aus, Grugel und Sorgnit sind angeschlagen

Und wie zu hören ist, arbeiten die auch daran, neben Gerard noch einen weiteren Spieler als Verstärkung nach Wülfrath zu holen. Über Details möchte aber noch niemand reden, bevor nicht alles in trockenen Tüchern ist.

Verstärkung tut auch Not, denn es gibt beim TBW erneut Verletzte zu beklagen. Marco Krohm muss mit einer Innenbandverletzung sechs bis acht Wochen pausieren. Zudem sind mit Thomas Sorgnit und Thomas Grugel weitere wichtige Spieler angeschlagen. Ihr Einsatz in Dülken entscheidet sich erst kurzfristig, ebenso wie der vom grippegeschwächten Marc Hellbeck.

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