Der Kapitän wechselt nach 23 Jahren zu einem Ligakonkurrenten.

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Dennis Werkmeister wird nur noch bis zum Saisonende das Trikot des Handball-Verbandsligisten SG Langenfeld tragen. (Archiv

Dennis Werkmeister wird nur noch bis zum Saisonende das Trikot des Handball-Verbandsligisten SG Langenfeld tragen. (Archiv

Stefan Fries

Dennis Werkmeister wird nur noch bis zum Saisonende das Trikot des Handball-Verbandsligisten SG Langenfeld tragen. (Archiv

Langenfeld/Mettmann. Dennis Werkmeister ist ein Urgestein in der Handballabteilung der SG Langenfeld. Im kommenden Jahr hätte er sein 25-jähriges Vereinsjubiläum gefeiert. Der 27-Jährige hat nie anderswo gespielt, ist Kapitän und Kopf der Verbandsliga-Mannschaft. Keiner seiner vielen Fans hätte sich vorstellen können, dass er den Verein wechselt. Aber genauso ist gekommen: Werkmeister wird in der nächsten Saison beim Verbandsliga-Konkurrenten TSV Aufderhöhe spielen, wie Trainer Heino Kirchhoff und Abteilungsleiter Klaus Majeres bestätigten.

Dass es Unstimmigkeiten zwischen ihm und dem Trainer oder seinen Teamgefährten gegeben habe, verneinen die beiden Verantwortlichen. "Seine Entscheidung hat ausschließlich private Gründe, die wir akzeptieren müssen", sagt Majeres. Er lässt auch gelten, dass Werkmeister, der das Bistro "Sports Life" im SGL-Bewegungszentrum betreibt, beruflich stark gefordert ist.

Deshalb kommt ihm entgegen, dass beim TSV wöchentlich nur einmal trainiert wird. Die Ansprüche und Anforderungen bei seinem jetzigen Verein sind wesentlich höher. Kirchhoff betont: "Wir sind rechtzeitig über alles informiert gewesen. Es ist sehr schade, dass er geht, da ich ihn in über drei Jahren als Trainer bei der SGL als Kapitän und Motivator sehr schätzen gelernt habe." Werkmeister habe ihm versichert, bis zum Saisonende seine ganze Kraft für die Mannschaft und den angepeilten Aufstieg einzusetzen. Vor dem Hintergrund seines Abgangs erscheint die Rückkehr von Fabrice Voigt und Manuel Daun in völlig neuem Licht. "Wir haben rechtzeitig versucht, die Lücke zu schließen. Das könnte uns gelungen sein", sagt Majeres. Und der Trainer lobt: "Das sind sehr wertvolle Zugänge, die sich bereits gut integriert haben."

Kirchhoffs Truppe muss am Samstag (18Uhr) gegen den Tabellenvierten HSG Rade/Herbeck gewinnen, um im Rennen um die Meisterschaft zu bleiben. "Ich glaube jedoch, wir haben die besseren Karten, da der Gegner viele Verletzte beklagt", sagt Kirchhoff. Bei der SGL fehlen nur Kai Wille und Niklas Körner (beide verletzt).

Gegen Kettwig erwartet Mettmanns Trainer Neusser erneut viel Tempo

45 Tore geworfen, 37 kassiert - Handball-Verbandsligist Mettmann-Sport verteidigte am Sonntag in einem offenen Schlagabtausch beim TV Ohligs die Tabellenspitze. "Normalerweise war es nie unser Ziel so zu spielen", sagt Mettmanns Trainer Markus Neusser, der immer auf eine stabile Deckung gesetzt hat. "Doch mit fünf Verletzten und keinem Spieler über 1,80Meter muss man sich schon etwas umstellen." So hat Neusser versucht, aus der Not eine Tugend zu machen und gnadenlos auf Tempo zu setzen. "Die Folge ist dann eben, dass man hinten schon einmal einen Schritt zu spät kommt."

Auch gegen den TV Kettwig (Samstag, 18Uhr) erwartet der Mettmanner Trainer ein temporeiches Spiel. Allerdings müsse es Ziel seiner Mannschaft sein, den Gegner zum Positionsangriff zu zwingen, da dies den Kettwiger weniger liege als einfache Tore über hohes Tempo zu erzielen. "Das dürfte ein interessantes Spiel werden", mutmaßt Neusser. Er will auf die gleiche Mannschaft wie gegen Ohligs setzen.

Martin Paukert will er nach dessen monatelanger Verletzungspause möglichst noch nicht einsetzen, auch wenn der auf seinen ersten Einsatz brennt. "Er wird sich wieder mit warm machen, sollte aber noch zwei oder drei Spiele Zeit bekommen. Ich mache ihm den Druck nicht." Vielmehr hofft Neusser, dass seine jungen Spieler einen weiteren Schritt in die Stammaufstellung machen. "Sie sind auf dem Weg, doch müssen sie in der Verbandsliga-Spitze eben mehr investieren als in der Landesliga." Besonders von Felix Möller hofft er, dass er seine Nervosität ablegt und selbstbewusster ins Spiel findet.

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