Die Unitas beweist mit einem sensationell klaren 37:26-Sieg über den bisherigen Tabellenzweiten, dass sie wieder ganz oben mitmischen kann.

wza_858x1096_460296.jpeg
André Schmalbuch konnte trotz eines Unfalls unter der Woche spielen und war auch noch mit sechs Treffern einer der Besten.

André Schmalbuch konnte trotz eines Unfalls unter der Woche spielen und war auch noch mit sechs Treffern einer der Besten.

Stefan Fries

André Schmalbuch konnte trotz eines Unfalls unter der Woche spielen und war auch noch mit sechs Treffern einer der Besten.

Haan. Vor einigen Wochen hätte kaum jemand erwartet, dass die Unitas Haan in der Verbandsliga-Gruppe 2 doch noch ganz oben mitmischen kann. Wenn sich die Mannschaft von Jürgen Tiedermann auch zurzeit nur auf Platz 5 in der Tabelle befindet, so entscheidet sie zumindest mit, wer sich noch mit dem Aufstieg beschäftigen darf. Der bisherige Tabellenzweite, die HSG Radevormwald/Herbeck, muss sich nach ihrem Ausflug nach Haan erst einmal von allen Träumen verabschieden. Denn die Unitas fegte sie mit 37:26 (25:12) aus der Halle.

Die erste Hälfte wird zu einer echten Haaner Handball-Demonstration

Sensationell, wie die Haaner in der ersten Hälfte aufdrehten. Erst lagen sie noch 0:2 zurück, doch dann gaben sie richtig Gas. Ohne ein weiteres Gegentor zogen sie in sieben Minuten auf 6:2 davon und setzten sich weiter bis auf 9:3 ab. Großen Anteil an der starken Leistung der Unitas hatte André Schmalbuch, dessen Einsatz unter der Woche nach einem Arbeitsunfall noch gar nicht sicher war. "Er hat auf der rechten Rückraumseite eine wirklich starke Partie gezeigt", freute sich Tiedermann.

In der zweiten Halbzeit kann der Trainer einige Spieler schonen

Der Trainer konnte sich in den ersten 30 Minuten zurücklehnen und "Abläufe wie aus einem Guss und Gegenstöße am Fließband" genießen. Stefan Panthel und Arne Sawatzki schalteten Torben Huckenbeck als Radevormwalds stärksten Spieler in Manndeckung aus. Spätestens als Benjamin Ramhofer in der 27. Minute per Siebenmeter erstmals einen Zwölf-Tore-Vorsprung herauswarf, war allen in der Sporthalle an der Adlerstraße klar, dass die Unitas den Gästen aus Radevormwald keine Chance lassen würde.

Dass Haan in der zweiten Hälfte bei einem 13-Tore-Vorsprung zur Pause etwas nachließ, war so verständlich wie vernünftig. Tiedermann konnte neben Martin Panthel auch Arne Sawatzki und André Schmalbuch schonen, die sich Blessuren zugezogen hatten. In Gefahr geriet der Sieg nie, näher als bis auf sieben Tote kam Radevormwald nicht heran (27:20, 41.). Zehn Minuten später hatte die Unitas beim 35:25 durch Sawatzki schon wieder zehn Tore vor.

Bitter war nur, dass sich Monty Kreisköther bei einer völlig unnötigen Aktion eines gegnerischen Spielers, der dafür auch Rot sah, verletzte - wahrscheinlich eine Bänderdehnung. Jürgen Tiedermann war nach dem Spiel auf jeden Fall schon fast etwas euphorisch und blickte schon auf das nächste Wochenende, wenn seine Mannschaft am Sonntag um 16 Uhr zum Spitzenreiter TuSEM Essen II muss: "Jetzt können wir locker und mit viel Spaß nach Essen fahren und versuchen, auch diese Top-Mannschaft zu ärgern."

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer