Die Langenfelder siegen im Spitzenspiel gegen den Kreisrivalen Unitas Haan mehr als klar mit 37:25.

Langenfeld/Haan. Das war eine deutliche Ansage mit dem Blick auf die Meisterschaft der Handball-Verbandsliga: Die SG Langenfeld fegte im Gipfeltreffen die Unitas Haan vor allem dank einer sehr starken zweiten Halbzeit mit 37:25 (15:13) aus der überfüllten Halle des Konrad-Adenauer-Gymnasiums. Damit hat das Team von Heino Kirchhoff eine glänzende Ausgangsposition.

"Wir dürfen uns nur nicht wie in der vergangenen Saison einen Ausrutscher gegen schwächere Mannschaften leisten", fordert der Trainer, der nach dem Schlusspfiff jeden Spieler in die Arme schloss. Haan musste zwar auf zwei, drei Akteure verzichten, doch war das nicht der Grund der hohen Niederlage. Entscheidend war, dass die SGL dank ihres sehr ausgeglichenen Kaders das Tempo 60 Minuten lang hochhalten und der Gegner dem ständigen Druck in der zweiten Hälfte nicht mehr widerstehen konnte.

Torwart Kottwitz bringt den Gegner mit seinen Paraden zur Verzweiflung

Nicht zuletzt war Kirchhoff darüber erfreut: "Wir haben wieder eine Nummer eins im Tor, nämlich Tobias Kottwitz." Michael Wansing, der zunächst seine Sache keinesfalls schlecht gemacht hatte, wurde nach 20 Minuten von Kottwitz abgelöst, der die Haaner mit seinen Paraden schier zur Verzweiflung brachte.

Bis in die letzten Minuten vor der Pause war die Partie ausgeglichen. Haan führte sogar 9:6 (14.), woran Monti Kreisköther mit fünf Treffern wesentlichen Anteil hatte. Doch dann begann die Partie zugunsten der Langenfelder zu kippen. Matthias Herff, der von Minute zu Minute besser wurde, sorgte für den 11:11-Ausgleich. Mit knappem SGL-Vorsprung wurden die Seiten gewechselt.

Doch nach dem Wiederanpfiff erlebten die Fans der Hausherren ein wahres Feuerwerk. Die Unitas leistete sich plötzlich zahlreiche Abspielfehler, die mit schnellen Angriffen der Gastgeber zu einer immer deutlicheren Führung ausgenutzt wurden.

Kottwitz, Wansing - Kniesche (5), Majeres, Rosiak (1), Preissegger (6), Düllberg (7), Wagener (1), Klimke (1), Herff (8/2), Körner (2), Voigt (1), Nelte (5)

Piecuch, Grunwald - Martin Panthel (1), Moritz Blau (7), Schmalbuch (3), Stefan Panthel (3), Goldau (2/2), Kreisköther (7), Hahn, Max Blau, Tienken, Krohm, Reichel (2)

Über 22:15 (40.) setzte sich die SGL ab, beim 27:19 (44.) war an ihrem Sieg schon nicht mehr zu zweifeln, noch dazu, da drei Minuten zuvor Martin Panthel die rote Karte gesehen hatte. Nach seiner Zeitstrafe zeigte er den Unparteiischen den Scheibenwischer. Da war die Partie, die sich in Bezug auf unfaire Aktionen in Grenzen hielt, für ihn zu Ende.

Mit dem 32:22 (55.) wurde ein Zehn-Tore-Vorsprung geschafft, und Andreas Nelte, der erneut eine starke Leistung bot, setzte den Schlusspunkt. "Entscheidend war für uns die schwache Phase nach der Halbzeit, da haben wir das Spiel verloren", sagte Hans Trainer Jürgen Tiedermann.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer