Der Favorit schlägt den TV Ratingen mit 33:28. Linksaußen Florian Schlierkamp bricht sich den Zeigefinger.

Handball-Verbandsliga
Das Ergebnis war unterm Strich knapper als das Spiel. Die SG Ratingen ließ dem TVR keine Chance.

Das Ergebnis war unterm Strich knapper als das Spiel. Die SG Ratingen ließ dem TVR keine Chance.

Georg Salzburg

Das Ergebnis war unterm Strich knapper als das Spiel. Die SG Ratingen ließ dem TVR keine Chance.

Ratingen. Für den Favoriten und Aufstiegsaspiranten SG Ratingen war das Derby beim TV Ratingen ein Arbeitssieg – der mit der Verletzung von Florian Schlierkamp teuer erkämpft wurde. Am Ende stand es für die SGR 33:28 (15:20).

TVR gibt auch beim Stand von 19:28 nicht auf

Schlierkamp holte sich in der 14. Minute beim Torwurf einen komplizierten Spiralbruch des rechten Zeigefingers, der morgen operiert wird. Der Linksaußen dürfte seinem Coach Pascal Mahé einige Wochen fehlen.

Nicht nur in dieser Phase verkaufte sich der Gastgeber TVR gut und wehrte sich vor rund 350 Zuschauern mit 7:7 und 9:9 ganz beachtlich – und lag erst beim Stand von 11:13 (20.) erstmals mit zwei Toren in Rückstand. Zur Pause hieß es 15:20.

Im zweiten Durchgang plätscherte das Spiel vor sich hin. Die Spielgemeinschaft, die kein Tempogegenstoßtor erzielte, tat nicht mehr als nötig, zog aber Tor um Tor weiter davon. Der TVR gab sich auch nach dem 19:28 nicht auf und konnte bis zum Schlusspfiff auf 28:33 verkürzen und etwas fürs Selbstbewusstsein tun.

„Moralisch gesehen war es für uns gut, vor den wichtigen Partien gegen unsere direkten Mitkonkurrenten zu sehen, dass wir auch gegen den Tabellenführer mithalten können“, sagte TVR-Coach Peter Zander, der den Ligaprimus dennoch als viel besseres Team sah. Der Spitzenreiter ließ sich vom Stadtrivalen nicht aufhalten und holte die nächsten Punkte auf dem Weg in die Oberliga. Nur Schlierkamp der noch während der Partie ins Krankenhaus fahren musste, war untröstlich und wird die Begegnung negativ in Erinnerung behalten.

TV Ratingen: Schwaab, Zuchowski, Pawlik – Reimers (9), T. Beckmann (4), M. Beckmann (5), C. Schweinsberg, J. Schweinsberg, Hölzel, van den Berg (3), Jochems (7) Berg (1), Gloyna

SG Ratingen: Schumacher, Bothe (n.e.) – F. Schlierkamp (2), Sommer (4), Schütte (11), B. Schlierkamp (10/4), Müller (1), Graefe (1), Bauer, Mahé, Seidel, Dickel (4), Mensger, Wingert

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