Die Mannschaft von Mettmann-Sport tritt beim TuS Erkrath an und weiß nicht so recht, was auf sie zukommt.

Erkrath. Etwas ratlos erscheint Mettmann-Sports Trainer Markus Neusser vor dem Spiel seiner Verbandsliga-Handballer beim TuS Erkrath (Samstag, 17.45 Uhr, Karlstraße).

Denn der Trainer des Tabellenersten weiß weder so recht, mit welcher gegnerischen Aufstellung noch mit welcher spielerischen Qualität er beim Gegner rechnen kann. So souverän Mettmann zurzeit auftritt, so unkalkulierbar präsentiert sich Erkrath. "Auf dieses Spiel bin ich wirklich sehr gespannt", sagt Neusser.

Moritz Hinnenthal ist wieder im Einsatz, aber noch nicht wieder fit

Erkraths Trainer Dragan Juricev blickt etwas gelassener auf das Nachbarschaftsderby am Neandertal: "Wir haben nichts zu verlieren", so sein knappes Statement. "Alles andere als eine klare Niederlage wäre für mich eine Überraschung , und selbst mit einer Top-Leistung können wir die Mettmanner bestenfalls ein wenig ärgern. Mehr ist sicher nicht drin."

Personell scheint es bei den zuletzt doch arg gebeutelten Erkrathern wieder etwas bergauf zu gehen, denn bis auf Elmar Hasan-Zada, der bereits seit über zwei Wochen nicht mehr beim Training gesehen wurde und den grippekranken Christoph Haenning dürften alle Mann an Bord sein.

Auch der Ex-Mettmanner Moritz Hinnenthal wird wahrscheinlich trotz einer schmerzhaften Schulterverletzung auflaufen. Immerhin hat er auch am vergangenen Wochenende bei Erkraths Niederlage in Burscheid gespielt und drei Tore geworfen. "Ich gehe davon aus, dass Moritz dabei ist, aber richtig fit ist er natürlich nicht", bremst Dragan Juricev die Erwartungen gegenüber dem wurfstarken Ur-Mettmanner in Erkrather Diensten.

Mettmann-Sport steht punktgleich (16:2) und mit dem besseren Torverhältnis vor der SG Langenfeld auf dem ersten Platz der Verbandsliga-Gruppe 2. Der TuS Erkrath ist bisher weit hinter den Erwartungen für diese Saison zurückgeblieben und steht mit 6:12 Punkten auf dem 10. Platz.

Da Mettmann-Sport in der vergangenen Saison aus der Oberliga abgestiegen ist, gab es im vorigen Jahr keine Meisterschaftsbegegnung mit Erkrath. Zuletzt gab es die Paarung TuS Erkrath gegen Mettmann-Sport mit Mettmanns 2.Mannschaft 2007/2008. Damals konnte Erkrath zweimal gewinnen: 29:26 und 36:34. ME-Sport II stieg ab.

Mettmanns Trainer Neusser kann darauf hoffen, dass außer seinen beiden Langzeitverletzten Martin Paukert und Peter Weiß alle Spieler dabei sind. Allerdings laboriert Torhüter Markus Ordon noch an einer Fußverletzung, und Jens Fischer und Christian Klein mussten aus Krankheitsgründen auf das Training verzichten.

Neusser schätzt seine Mannschaft stabil genug ein, um gegen Erkrath - egal in welcher Aufstellung - bestehen zu können. "In den letzten beiden Derbys gegen Haan und Langenfeld sahen wir sehr gut aus", findet er ein weiteres Argument, das für eine Fortsetzung der Mettmanner Siegesserie spricht. "Und genau auf diese Spiele haben wir uns in dieser Saison gefreut."

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