TuS Lintorf verliert 23:33 gegen Rade/Herbeck.

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René Osterwind kam zwar dreimal frei zum Wurf, scheiterte aber immer wieder an Rades Torhüter Niko Nasserath.

René Osterwind kam zwar dreimal frei zum Wurf, scheiterte aber immer wieder an Rades Torhüter Niko Nasserath.

Pierre-Claude Hohn

René Osterwind kam zwar dreimal frei zum Wurf, scheiterte aber immer wieder an Rades Torhüter Niko Nasserath.

Lintorf. Ein höchst peinliche Leistung lieferten TuS Lintorfs Verbandsliga-Handballer gegen die HSG Rade/Herbeck ab. Und dafür bekamen sie ihre Quittung: Sie verloren mit 23:33 (10:15) die Partie.

Die Gäste aus Radevormwald bestimmten von der ersten Minute an das Geschehen und lagen stets in Führung. Bester Zwischenstand aus Lintorfer Sicht war noch der 8:9-Rückstand (18.). Bis zur Pause zog Rade dann unaufhaltsam auf 15:10 davon. Beim TuS 08 erreichte kein Spieler Normalform. Sie waren zwar bemüht, doch reichten ihre Qualitäten bei weitem nicht aus. Frustaktionen waren die Folge.

Ein katastrophaler Fehlpass von Lars Goergen

Bezeichnend war die 20. Minute: Da leistete sich Lars Goergen einen katastrophalen Fehlpass. Den wollte der Lintorfer übermotiviert wieder gutmachen, indem er seinem Gegenspieler hinterherhetzte, ihn foulte und dafür die rote Karte sah. Die ohnehin mit einer Rumpf-Truppe angetretenen Lintorfer hatten nun erst recht keine Chance mehr. Nach dem Ausfall von Goergen fehlte auch der Kapitän Marcus Sossalla ab der 40. Minute, als er nach der dritten Zeitstrafe die rote Karte sah. Zudem fehlten von Beginn an der verletzte Sören Seitner und der rotgesperrte Daniel Riljic.

Hinzu kam, dass die Gastgeber ihre Chancen nicht nutzen konnten. René Osterwind, der dreimal frei zum Wurf kam, verzweifelte an Rades Keeper Niko Nesserath. Die Lintorfer Torleute Sven Voigtländer und Frank Wittlich hingen passten sich dem schwachen Niveau ihrer Mitspieler an.

Die Gäste waren mit ihrem Spielmacher Maxim Trufan angetreten, obwohl der verletzungsbedingt nicht trainieren konnte. Der beschränkte sich auf das Verwandeln von Siebenmetern, zumal er von Martin Zündorf in Manndeckung genommen wurde. Dafür warfen dann Huckenbeck und Koch die Rader Tore (jeweils 8).

Lintorfs Trainer Lars Biermann war tief enttäuscht: "Unstrittig ist, dass Rade als klar bessere Mannschaft verdient gewonnen hat. Doch wie sich meine Mannschaft präsentiert hat, das war einfach erschreckend. Allein die undisziplinierten Lustschüsse meiner Spieler sind durch nichts zu entschuldigen. Auf die noch zwei fehlenden Siege zum sicheren Klassenerhalt werden wir wohl noch länger warten müssen."

TuS Lintorf: Voigtländer, Wittlich - Ziebold (3), Kleinhans (8/3), Markus Soßalla(1), Peter Zündorf (1), René Osterwind, Lars Goergen (3), Stefan Soßalla(3), Schmitz (2), Martin Zündorf (1), Pavkovic(1), Luck

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