Spitzenreiter spielt in Ohligs, ME-Sport in Aufderhöhe. Unitas mit Pflichtaufgabe.

Spielten unentschieden: Dominik Wittgens (l.,) von ME-Sport und der Haaner Philip Schmalbuch.
Spielten unentschieden: Dominik Wittgens (l.,) von ME-Sport und der Haaner Philip Schmalbuch.

Spielten unentschieden: Dominik Wittgens (l.,) von ME-Sport und der Haaner Philip Schmalbuch.

Simone Bahrmann

Spielten unentschieden: Dominik Wittgens (l.,) von ME-Sport und der Haaner Philip Schmalbuch.

Langenfeld/Mettmann/Haan. Die Situation in der Handball-Verbandsliga Gruppe 2 hat sich am vergangenen Wochenende wohl tabellarisch verändert, nicht aber grundlegend. SG Langenfeld, Mettmann-Sport und Unitas Haan setzen ihren Dreikampf um den Aufstieg in die Oberliga fort.

Die SG Langenfeld ist seit dem Unentschieden zwischen Mettmann-Sport und der Haaner Unitas sowie dem eigenen Kantersieg gegen Erkrath zum Gejagten geworden. Ein Punkt Vorsprung auf die beiden Mitanwärter auf die Meisterschaft sind aber denkbar wenig. Ein Vorteil aber liegt in der Tatsache, dass die SGL die stärksten Konkurrenten, eben auch Mettmann-Sport und Unitas Haan, zu Hause erwartet, wo sie noch keinen Punkt abgegeben hat.

Zu den Auswärtsspielen, die von der SGL volle Konzentration fordern, gehört mit Sicherheit jenes beim TV Ohligs 88 (Samstag, 18.45 Uhr). "Das wird nicht so leicht wie gegen Erkrath", schätzt Trainer Heino Kirchhoff. Als Solinger kennt er den Gegner sehr gut, noch dazu, da sein Team in dieser Saison schon zweimal gegen Ohligs gewonnen hat, in der Meisterschaft und im Pokal.

Ohligs stützt sich auf Torwart Rubens Heinrichsdorff, den starken Rückraum Robin Donner und Kreisläufer Stefan Verhoven. Natürlich weiß auch Trainer Andreas Brüser, vor Jahren Abwehrchef der SGL, um die Stärken und Schwächen der Langenfelder. Die Konsequenz ist für Kirchhoff klar: "Wir müssen das gleiche Tempospiel wie gegen Erkrath aufziehen." Erste Voraussetzung dafür ist gute Abwehrarbeit, um zu schnellen Kontern über Matthias Herff, Alexander Klimke oder Tobias Justen zu kommen. Mit Fabrice Voigt fehlt aus beruflichen Gründen einer der beiden Neuzugänge, die sich sehr schnell in die Mannschaft integriert haben. Kai Willi und Niklas Körner stehen nach wie vor auf der Verletztenliste.

Mettmann-Sport kann weiter nur von Spiel zu Spiel denken

Beim 37:37 gegen Haan ist Mettmann-Sport mit einem blauen Auge davon gekommen, wie es auch Trainer Markus Neusser sieht: "Das war ein glücklicher Punkt, wobei ich von der Leistung über 53 Minuten enttäuscht war." Eine konstantere Vorstellung erhofft er sich am Sonntag im Spiel beim TSV Aufderhöhe (18Uhr, Uhlandstraße). "Das ist bei uns zurzeit alles zu wankelmütig, wenn es auch gut ist, dass wir immer wieder einen Weg finden, unsere Punkte zu holen."

1. Langenfeld 26:4 (+ 134) 2. Mettmann 25:5 (+ 100) 3. Haan 25:5 (+ 81)

Langenfeld - Ohligs (8.) 35:25 ME-Sport - Aufderhöhe (7.) 30:29 Haan - Süchteln (14.) 36:28

Der TV Ohligs ist relativ heimstark und verlor lediglich zwei von acht Partien. Ähnlich heimstark präsentierte sich bislang Aufderhöhe: nur eine Niederlage in sechs Spielen. Süchteln verlor zwar sechs von acht Partien zu Hause, meist aber nur knapp.

Bei dieser Suche dieses Weges erleidet Mettmann-Sport aber auch weiter personelle Rückschläge. Gerade ist Tim Schirweit erfolgreich ins Team zurückgekehrt, da fällt Torwart Markus Ordon aus. Er zog sich beim Aufwärmen vor dem vorherigen Spiel einen Außenband- und Meniskusriss zu und fällt wochenlang aus. Zu allem Überfluss erlitt sein Kollege Hans Willi Hinzen bei einem Zusammenstoß mit einem Haaner Spieler eine schwere Oberschenkelprellung. "Ob er spielen kann, bezweifle ich im Moment sehr", sagt Neusser. Dann bliebe für das schwere Auswärtsspiel in Solingen für die Torwartposition nur Jan Sippli über. "Vielleicht wird in Aufderhöhe sogar die Meisterschaft entschieden", unkt Neusser. "Haan und Langenfeld müssen diese schwere Auswärtshürde auch noch nehmen. Wenn wir es am Sonntag schaffen, bin ich froh."

Unitas muss gegen Tabellenletzten Süchteln einfach gewinnen

Nach dem Punktverlust in Mettmann steht für die Unitas Haan am Samstag beim ASV Süchteln fest, dass sie beim Tabellenletzten einfach gewinnen muss (19.45 Uhr, Realschule Viersen).

"Die Mannschaft muss auch gegen vermeintlich schwächere Gegner bis an die Leistungsgrenze gehen", fordert Trainer Jürgen Tiedermann. "Die Vergangenheit hat gezeigt, dass wir uns oft genug dem Gegner angepasst haben." Ihre einzigen beiden Siege haben die Süchtelner gegen Kettwig und Lintorf zu Hause geholt. Aber es gibt kein Vertun: Wenn die Unitas weiter oben ein Wörtchen mitreden will, darf sie sich gegen die Kellerkinder der Liga keinen Ausrutscher leisten.

Anzeige

 

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer