Weil der Trainer seinem TuS Lintorf keine drei Siege in Folge zugetraut hat, muss er nun 50 Liter Bier spendieren.

Sören Seitner (l.) traf beim Lintorfer Sieg gegen den TV Kettwig viermal.
Sören Seitner (l.) traf beim Lintorfer Sieg gegen den TV Kettwig viermal.

Sören Seitner (l.) traf beim Lintorfer Sieg gegen den TV Kettwig viermal.

Pierre-Claude Hohn

Sören Seitner (l.) traf beim Lintorfer Sieg gegen den TV Kettwig viermal.

Ratingen. Lars Biermann, Trainer des Handball-Verbandsligisten TuS Lintorf, hat eine Wette verloren. Er hatte behauptet, dass seine Jungs keine sechs Punkte aus drei Spielen holen. Jetzt muss Biermann - passend zu seinem Nachnamen - 50 Liter Bier für seine Mannschaft springen lassen.

Denn der TuS Lintorf hat das Nachholspiel am Mittwochabend gegen den TV Kettwig mit 38:36 (21:17) gewonnen. Durch diesen dritten Sieg in Folge hat sich der TuS an Kettwig und Rade/Herbeck vorbei auf den vierten Platz geschoben.

Der TuS-Trainer ist mit der Abwehrleistung unzufrieden

Die Gäste aus Kettwig konnten nur in den ersten 20 Minuten mithalten. Dann aber legte Lintorf einen Zwischenspurt ein und zog auf 21:16 davon. Nach dem Wechsel ging es torreich weiter. Die Gäste gaben nicht auf und schafften sogar das Anschlusstor zum 30:31 (49.) In den letzten fünf Minuten dominierte wieder der TuS, der durch sein schnelles und fintenreiches Angriffsspiel die überforderten Kettwiger vor unlösbare Probleme stellte.

Tim Bauerfeld und zweimal Markus Sossalla brachten die Gastgeber spielentscheidend mit 38:33 in Führung. Danach ließen die Lintorfer die Gäste gewähren, die so noch für eine Resultatsverbesserung sorgten. Beim TuS überzeugten einmal mehr die Hattig-Brüder Philipp und Daniel. Immer besser wird Tim Bauerfeld, der durch seine Vielseitigkeit (Rückraum, Linksaußen) überzeugt. Trainer Lars Biermann war trotz des Sieges nicht ganz zufrieden: "Es ist gut, dass wir wieder gewonnen haben. Aber jedesmal kassieren wir 30 und mehr Gegentore. Die Abwehrarbeit entspricht nicht meinen Vorstellungen."

Erkrath zeigt in Cronenberg kein gutes Spiel, gewinnt aber trotzdem

Seine Mission erfüllt hat der TuS Erkrath im Nachholspiel bei der TG Cronenberg. Durch den 25:23 (11:10)-Erfolg beim Tabellenneunten hat der Verbandsligist die Vorgabe seines Trainers Ulli Beuel umgesetzt, der nach der Schlappe in Langenfeld Wiedergutmachung in Form von zwei Siegen in den nächsten beiden Partien gefordert hatte. "Das war sicher kein gutes Spiel, aber für uns zählen nur die zwei Punkte", sagte der Trainer, der sich darüber freut, dass sein Team den Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz auf sechs Zähler ausbauen konnte.

Bei den Cronenbergern, die auf zwei starke Rückraumakteure verzichten mussten, taten sich die Gäste schwer, ihre spielerische Überlegenheit in Zählbares zu verwandeln. Nur in den ersten zehn Minuten nach der Pause lief es richtig rund bei den Beuel-Schützlingen, die in dieser Phase den entscheidenden Vorsprung zum 20:14 (42.Minute) herauswarfen. "Danach verfielen wir aber leider wieder in den alten Trott", sagte Beuel, der mit ansehen musste, wie die Wuppertaler beim 20:22 (52.) noch einmal gefährlich nahe kamen und erst nach dem 21:25 (59.) die Punkte endgültig dem Tabellenzehnten überlassen mussten.

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