In Anbetracht der starken Konkurrenz relativiert Haans Trainer das Ziel des Vereins, 2010 in der Oberliga zu sein.

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Unitas-Trainer Jürgen Tiedermann mit den Neuen, Jan-Willem Goldau (l.) und Lukas Pütz (r.).

Unitas-Trainer Jürgen Tiedermann mit den Neuen, Jan-Willem Goldau (l.) und Lukas Pütz (r.).

Stefan Fries

Unitas-Trainer Jürgen Tiedermann mit den Neuen, Jan-Willem Goldau (l.) und Lukas Pütz (r.).

Haan. Nachdem die Unitas 2006 wegen erheblicher wirtschaftlicher Probleme die Handball-Regionalliga aufgeben und in der Landesliga neu anfangen musste, hatte sich der Vorstand das Ziel gesetzt, den Verein zu konsolidieren und bis 2010 wieder bis in die Oberliga aufzusteigen. Unter Trainer Jürgen Tiedermann sind die Haaner mittlerweile in der Verbandsliga angekommen. Ein Aufstieg fehlt noch. Der Hoffnung, dass der nun in der kommenden Saison planmäßig erreicht wird, will Tiedermann aber nicht zu viel Nahrung geben.

"Ich sehe uns in dieser Konstellation wirklich nicht als Aufstiegsfavoriten."

"Das Ziel, 2010 aufzusteigen, ist schwer zu erreichen", sagt der Trainer, der sich dabei mit dem Vorstand auf einer Wellenlänge sieht. "Es sind in diesem Jahr mehr Mannschaften dabei, die das Zeug haben, oben mitzuspielen." Tiedermann zählt zu diesen nicht nur die SG Langenfeld und die HSG Radevormwald/Herbeck, die schon in der abgelaufenen Spielzeit mit der Unitas oben mitgemischt haben. Viel verspricht er sich auch vom TuS Erkrath und dem TuS Lintorf, die sich beide verstärkt haben, und Oberliga-Absteiger Mettmann-Sport, der seine Mannschaft zusammenhalten und aufstocken konnte. "Ich sehe uns in dieser Konstellation wirklich nicht als Aufstiegsfavoriten", bekräftigt der aus Mettmann stammende Unitas-Trainer, der im fünften Jahr in Haan tätig ist.

Eine Stärke seiner Mannschaft wird sicherlich sein, dass sie gut eingespielt ist, denn große Veränderungen wird es im Haaner Kader nicht geben. Mit Jan-Willem Goldau (19) kommt ein junger Rückraumspieler von Mettmann-Sport nach Haan und mit Lukas Pütz (19) ein Rechtsaußen aus dem Solinger Beritt (zuvor HG Remscheid, davor Jugend des Bergischen HC).

Torhüter Carsten Täubner wird nur noch für Notfälle zur Verfügung stehen. Markus Teusner, Sebastian Meis und Christian Rütten sollen vor allem in der Unitas-Zweiten spielen. Felix Blau zieht sich nach seinem Kreuzbandriss erst einmal auf die Position des Betreuers zurück. Auf der Bank trifft er dabei auf Ex-Torhüter Peter Kortenjahn, der neuer Co-Trainer wird. "Ich hoffe, dass wir ein gutes Team werden. Ich verspreche mir viel von der Zusammenarbeit", sagt Tiedermann.

Er blickt skeptisch auf die personelle Situation der Unitas. Nach zwei "Seuchen-Jahren", in denen immer wieder mehrere Spieler gleichzeitig verletzt ausfielen, ist dies durchaus verständlich. Denn mit Martin Panthel und Christian Paul sind zwei Spieler im Kader, deren Gelenke nicht hundertprozentig gesund sind. Und Rechtsaußen Arne Sawatzki wird wahrscheinlich durch sein Studium bedingt nicht voll einsatzbereit sein. Passieren dürfe da nicht mehr viel, gibt Tiedermann zu bedenken: "Der Verein ist sich bewusst, dass er eventuell reagieren muss. Wir werden aber nicht auf Teufel komm’ raus auf Spielersuche gehen."

Jürgen Tiedermann, Peter Kortenjahn

Sebastian Goeken, Sascha Grünwald

Jan-Willem Goldau, Dominik Greve, Dennis Hahn, Monty Kreisköther, Stefan Panthel, Martin Panthel, Christian Paul, Lukas Pütz, Benjamin Ramhofer, Christian Rütten, Arne Sawatzki, André Schmalbuch, Phillip Schmalbuch

Nach einer kurzen Mannschaftstour beginnt am Montag das Training für die Haaner. Trainingsspiele hat Tiedermann erst ab August geplant, und das in Maßen. "Bei unserer eingespielten Mannschaft werden wir nicht ganz so viele bestreiten."

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