Handball-verbandsliga Unitas Haan muss sich im Derby gegen Mettmann-Sport mit 37:37 begnügen.

Patrick Vogt krönte die Mettmanner Aufholjagd mit dem Treffer zum 37:37-Endstand.
Patrick Vogt krönte die Mettmanner Aufholjagd mit dem Treffer zum 37:37-Endstand.

Patrick Vogt krönte die Mettmanner Aufholjagd mit dem Treffer zum 37:37-Endstand.

Simone Bahrmann

Patrick Vogt krönte die Mettmanner Aufholjagd mit dem Treffer zum 37:37-Endstand.

Mettmann. Das Publikum im Mettmanner Herrenhaus applaudierte nach dem Abpfiff des Handball-Verbandsligaspiels Mettmann-Sport gegen Unitas Haan lautstark beiden Mannschaften. Bei dem 37:37 (14:17)-Unentschieden hatten die Besucher in der vollen Mettmanner Sporthalle ein super spannendes Spiel erlebt, bei dem sich Gastgeber ME-Sport erst in der Schlussphase noch einen Punkt erkämpfte.

Im Dreikampf um den Aufstieg bleibt alles offen, auch wenn die SG Langenfeld nun einen Punkt Vorsprung auf Mettmann und Haan hat.

Neusser lobte seine Mannschaft für die kämpferische Leistung

Die beiden befreundeten Trainer waren sich bei der Einschätzung des Spiels recht einig. Haans Jürgen Tiedermann erklärte: "Am Ende haben wir den Sieg weggeworfen. Mettmann war schon tot, da haben wir noch Angst bekommen."

Mettmanns Markus Neusser pflichtete ihm bei: "Für die letzten zehn Minuten kann ich meiner Mannschaft nur ein Kompliment für die kämpferische Leistung machen. Vom Spielverlauf her ist dies ein glücklicher Punkt für uns."

In den besagten letzten zehn Minuten, in denen sich Mettmann von 29:35 (53. Minute) bis zum Remis heran kämpfte, wurde der gesamte Spielverlauf komplett auf den Kopf gestellt. Dabei musste ME-Sport sogar noch zwei Zeitstrafen für Dominik Wittgens und Mathias Späth wegstecken.

Mettmann: Hinzen, Sippli - Fischer(12/6), Vogt (5), Wittgens(2), Möller (1), Korth, Schirweit(4), Werner (1), Osterc (1), Späth (4), Klein (7/1)

Haan: Grünwald, Goeken - Ph.Schmalbuch (8/3), A. Schmalbuch (4), St. Panthel (2), M. Panthel (9), Goldau (6), Greve, Pütz, Kaminski, Kreisköther (7), Ramhofer (1)

Den entscheidenden Treffer zum 37:37 erzielte ausgerechnet Mettmanns Patrick Vogt, der zuvor immer wieder an Haans sehr starkem Torhüter Sascha Grünwald gescheitert war.

Mettmanns Keeper Sippli rettet das Remis in den Schlusssekunden

Und Haans Martin Panthel, der zuvor mit traumwandlerischer Sicherheit neunmal von Außen getroffen hatte, scheiterte Sekunden vor dem Ende erstmals an Mettmanns Torhüter Jan Sippli.

Die Mettmanner wirkten außer in den ersten zehn Minuten und eben in der Schlussphase hektischer als die Haaner und produzierten zu viele Fehler. Doch ihr überragender Spielmacher Jens Fischer und ihre treffsicheren Außen Tim Schirweit und Christian Klein hielten sie im Spiel.

Haan behielt besonders durch einfache Tore von Willi Goldau, Philipp Schmalbuch und Monty Kreisköther ab der 25. Minute immer die Nase vorn.

In einem packenden, aber nie unfairen Spiel erzeugten die katastrophal schlechten Schiedsrichter mit absolut unberechenbaren Entscheidungen für zusätzliche Spannung.

Kaum war das Spiel gegeneinander beendet, sagten die beiden Trainer, die mit ihren Mannschaften jeweils noch in Langenfeld antreten müssen, dem Konkurrenten aus dem Südkreis einen heißen Kampf an.

"Im Endeffekt ist nichts passiert", erklärte Tiedermann, "wir müssen jetzt den Druck auf Langenfeld erhöhen." Und Neusser bekräftigte: "Ich glaube nicht, dass Langenfeld ohne weiteren Punktverlust durchmarschiert."

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